Archive for the ‘Organisation’ Category

Noch mehr hochschulpolitische FU-Blogs

Februar 14, 2009

Neben der schon vorgestellten FSI Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) hat inzwischen auch die FSI Angewandte Literaturwissenschaft (ALW) einen Blog. Dort heißt es, man wolle u.a. die Kommunikation innerhalb des Studiengangs verbessern und bei der Organisation der AbsolventInnenfeiern mithelfen. Ferner versteht man sich als studentische AnsprechpartnerInnen für StudienbewerberInnen und „wem auch sonst immer“.

Auch die FSI Philosophie hat nun ihren Blog, auf welchem zur Zeit vornehmlich der Kommilitone Mathias Bartelt seine Analysen veröffentlicht. Zum Selbstverständnis kann man dort lesen: „Unsere Aktivitäten umfassen die Mitarbeit in den Gremien der Studentischen Selbstverwaltung und der Akademischen Selbstverwaltung, wir sind jedoch keine Partei oder eine Clique von FunktionärInnen. Basisdemokratie – das bedeutet, wir diskutieren und entscheiden alle gemeinsam bei unseren Plena, was zu tun ist.“

Ebenfalls seit Juli letzten Jahres neu dabei ist der Blog der FSI Niederlandistik. Hier geben die Beteiligten bekannt, man richte sich an KommilitonInnen die an der Uni nicht nur Module bewältigen und ihre Zeit „absitzen“ wollen, sondern die sich darüber hinaus auch für das interessieren, „was meist hinter den Kulissen ohne uns entschieden wird, für unser Leben und Studieren aber sehr bedeutend ist“. Den Anspruch alle Studierenden zu repräsentieren habe man dabei jedoch nicht.

Anlässlich der Wahlen im vergangenen Januar wurde auch der Blog der Initiative „Alte Studiengänge“ (IAS) gegründet. Das ausformulierte Selbstverständnis fällt hier deutlich umfangreicher aus, als bei anderen studentischen Gruppierungen. Im Kern geht es darum, dass man das „real existierende Bachelor-Master-System“ und die pauschale Abwicklung der so genannten „alten“ Studiengänge ablehnt und stattdessen ein „integratives Studienreformmodell“ einfordert: „Ein Modell, in dem ein (erster berufsqualifizierender) Zwischen-Abschluss nach 6 (oder je nach dem 7) Semestern möglich, aber nicht zwingend ist. Dies bedeutet, dass der Master- (oder Magister- oder Diplom-) Abschluss der Regelabschluss wäre“.

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Der FB PolSoz hat einen neuen Fachbereichsrat

Februar 13, 2009

Was sich schon länger ankündigte ist vorgestern nur endlich eingetreten: Am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften (FB PolSoz) hielt der nach den Januar-Wahlen neu besetzte Fachbereichsrat (FBR) seine konstituierende Sitzung ab bei der ein neues Dekanat gewählt wurde.

Wie Michael Koch im LHG-Blog schreibt, mussten erst 11 Mitglieder des neuen FBR schriftlich die Abhaltung der besagten Sitzung inklusive Dekanats-Wahl einfordern, da die bisherige Dekanin Prof. Dr. Barbara Riedmüller zunächst plante die Konstituierung zu verschieben.

Zum neuen Dekan wurde Prof. Dr. Klaus Beck mit 17:1 Stimmen gewählt. Erste Prodekanin wurde Prof. Dr. Miranda Schreurs mit 16:3 Stimmen. Zur zweiten Prodekanin wurde mit 11:8 wurde Prof. Dr. Cilja Harders gewählt.

Die letztgenannte Entscheidung kam etwas überraschend, da Prof. Harders sich gegen die zuvor hochgelobte Dr. Sabine von Oppeln durchsetzen konnte. Von Frau von Oppeln abgesehen wurde allerdings kaum ein gutes Haar am alten Dekanat gelassen. Eine ausführlichere Zusammenfassung der Aussprache findet sich im oben schon erwähnten LHG Beitrag. Besonders der bisherige „OSI-Zentrismus“ und die Intransparenz wurden Gegenstand scharfer Kritik.

Die genaue Arbeitsteilung im neuen Dekanat wird noch intern geklärt, jedoch steht anscheinend schon fest, dass Prof. Schreurs die neue Forschungs- und Prof. Harders die neue Studiendekanin wird.

Zu hoffen bleibt, dass sich das neue Dekanat an sein Versprechen einen „kooperativen und vertrauensfördernden Arbeitsstil“ zu pflegen halten wird.

Druckerpressen zu Kindergärten

Februar 3, 2009

Seit die Druckerei des AStA TU während der kurzweiligen „Regierungszeit“ eines vom RCDS dominierten AStA im Jahr 2007 trotz diverser Gegenwehrversuche verkauft wurde (siehe „AStA-TU-Druckerei nun doch abtransportiert – und verschwunden“), ist die Druckerei des AStA FU die letzte in studentischer Hand verbliebene in Berlin. Der Wegfall dieser Druckerei wäre aber sicherlich insbesondere für den AStA FU ein harter Schlag.

Da mutet es dann natürlich schon verdächtig an, dass die FU-Leitung just in jenem Gebäude in dem sich die besagte Druckerei befindet einen Kindergarten einrichten möchte, was zur Folge hätte, dass die Druckerei aus dem Gebäude ausziehen müsste. Hintergrund ist laut FSI Wiwiss, dass der FU Fördermittel für eine solche Einrichtung zur Verfügung stehen, die man verständlicherweise auch nutzen möchte („Kostenpflichtige Kita statt AStA-Druckerei?“, FSI Wiwiss Blog, 21.01.09).

In dem geplanten „Kinderparadies Dahlem“ sollen StudentInnen ihre Kinder stundenweise abgeben können, was prinzipiell natürlich eine gute Sache wäre. Nur ist erstens bis heute nicht geklärt, ob dieses Angebot für die Studierenden kostenlos ist oder ob sie für diese Dienstleistung etwas zahlen müssten. Zweitens wird nicht ganz deutlich, warum es nun ausgerechnet dieses Gebäude sein muss. Die FU begründet dies laut FSI Wiwiss mit der guten Lage des Gebäude, hätte wohl aber auch noch andere leerstehende Objekte zur Verfügung.

Wie die FSI Wiwiss ausführt, gibt es zudem an der FU ja bereits eine Kita, die vom Studentenwerk betrieben wird. Denkbar wäre also vielleicht ein Ausbau dieser Einrichtung bzw. ihre Übernahme durch die FU mit den besagten Fördermitteln. Das Druckerei-Gebäude ist für eine Nutzung als Kinderbetreuungseinrichtung dagegen zur Zeit nicht geeignet, es müsste komplett und damit kostenintensiv saniert werden. Auch der AStA müsste tief in die Tasche greifen, wenn er mit seiner Druckerei umziehen wollte. 10.000 bis 15.000 Euro werden veranschlagt, die der AStA (und damit letztlich die Studierendenschaft) dafür aufbringen müsste – falls denn überhaupt ein Ersatzgebäude in Aussicht gestellt wird. Wahrscheinlicher ist, dass mit dem Auszug auch das Ende der Druckerei eingeläutet würde.

Bedenkt man, dass der AStA in der Regel eine sehr kritische Haltung zur FU-Administration einnimmt und diese Haltung über seine Publikationen auch fortlaufend verbreitet, käme es der FU-Führung sicherlich nicht ungelegen, wenn die Druckerpresse des AStA für immer zum Stillstand kommen würde. Und immerhin geht es hier ja auch um eine bessere Betreuung von Kindern, welcher hochschulpolitisch engagierte Studierende wollte sich dagegen schon verwehren? Eine schöne PR-Strategie, die aber am Ende eben doch recht durchsichtig wirkt.

Der AStA und ihm nahestehende Studierende sagen natürlich nicht kategorisch „Nein“ zu der Kita-Idee, haben aber jedoch auch nicht vor, dafür ihre Druckerei widerstandslos aufzugeben (denn die Kita könnte sicherlich woanders ihren Platz finden). Am Donnerstag (05.02.) treffen sich Interessierte um 18 Uhr im Roten Café hinter dem OSI, um Strategien zu diskutieren, wie die AStA-Druckerei erhalten werden kann.

Nachnutzung des Mensa-I-Gebäudes noch nicht entschieden

Januar 31, 2009

Wie die LHG berichtet hat ein Kommilitone über ein Telefonat mit der zuständigen Senatsverwaltung herausbekommen, dass die Schließung der Mensa I zum Wintersemester aufgrund von baulichen Mängeln erfolgt, die auch gutachterlich bestätigt sind. Laut FSI Wiwiss gab das Studentenwerk an, die Schließung der beiden oberen Etagen des Gebäudes der Mensa I erfolge noch in diesem Semester (WS 08/09) im WS 09/10.

Die Schließung muss aber durch den Verwaltungsrat des Studentenwerks gehen, was nach dem gegenwärtigen Informationsstand der FSI Wiwiss bis jetzt noch nicht geschehen ist (FSI Wiwiss). Selbst wenn die Schließung dann aber wirklich endgültig beschlossen ist, bleibt unklar wann die Sanierungsarbeiten angesichts der derzeitige Finanzlage der FU beginnen können. Daraus folgt, dass der Schließungszeitraum womöglich deutlich länger dauert, als die zunächst in die Diskussion eingebrachten zwei Jahre (LHG).

Ferner stellte sich heraus, dass über die Nachnutzung des Mensagebäudes tatsächlich noch gar nicht entschieden ist. Spekulationen die FU trage die eigentliche Schuld (oder zumindest eine Mitschuld), da sie andere Pläne mit dem Gebäude habe, betrachten LHG und FSI Wiwiss damit als unhaltbar.

Als Schritt in die richtige Richtung kann sicherlich gelten, dass zumindest das Erdgeschoss nach derzeitigen Plänen eine Mensa bleiben soll (und nicht zu einer Cafeteria „herabgestuft“ wird), was längere Öffnungszeiten und auch Preise auf studentischem Niveau bedeuten würde. An dem Grundproblem, dass die Mensa dann jedoch räumlich stark zusammengeschrumpft wäre und weniger Studierenden als bisher die Nahrungsaufnahme ermöglichen würde, ändert dies aber leider auch nichts.

Ferner bleibt auch diese Erdgeschoss-Mensa erst einmal nicht zugänglich, wenn das Gebäude komplett geschlossen wird. Selbst wenn die Sanierung dann irgendwann in Angriff genommen wird, dauert es vermutlich noch einmal eine längere Zeit, bis zumindest das Erdgeschoss wieder nutzbar ist.

Unterschriftenkampagne gegen Mensa-Schließung

Januar 24, 2009

GegnerInnen der geplanten Mensa-I-Schließung haben eine Unterschriftenliste erstellt, auf der die UnterzeichnerInnen fordern, dass die Mensa I dauerhaft erhalten bleibt, die Studierenden umfassend informiert werden, das Essen weiterhin zu studentischen Preisen vertrieben wird und die Sanierungszeit auf ein für die Studierenden erträgliches Maß begrenzt bleibt.

Die Unterschriftenlisten liegen im AStA und in den studentischen Cafés (Café Tatort bei den JuristInnen und Rotes Café am OSI) aus. Die Liste kann jedoch alternativ auch heruntergeladen und dann ausgefüllt entweder im AStA oder dem Café Tatort abgegeben werden.

Wie die FSI OSI berichtet, plant das Baumamt der FU eine Stellungnahme abzugeben, die dann klarstellen soll, was nun eigentlich wirklich unter „einer anderen Nutzung“ zu verstehen ist, der das Gebäude nach der Sanierung zugeführt werden soll. Diese Stellungnahme lässt allerdings noch auf sich warten.

Die LHG hat inzwischen beim Bauordnungsamt Steglitz-Zehlendorf nachgefragt, doch dort wusste man noch nichts von irgendwelchen geplanten Veränderungen an dem Gebäude. Das Baumamt muss allerdings auch nicht informiert werden, solange die Umbauten genehmigungsfrei sind. Selbst in letzterem Fall muss jedoch noch eine Anfrage an die Untere Denkmalbehörde gestellt werden wie die LHG weiter berichtet, da das besagte Mensa-Gebäude unter Denkmalschutz steht. Doch bei den Denkmalschützern wusste man auch noch nichts von irgendwelchen Umbauten.

Neben der Unterschriftenliste wird es auch eine Plakat-Aktion an der FU geben, damit mehr KommilitonInnen von der geplanten Schließung erfahren. Darüber hinaus soll auch noch eine Resolution gegen die Schließung im StuPa eingebracht werden.

Das nächste gruppen- und fachbereichsübergreifende Treffen der Schließungs-GegnerInnen findet am Montag den 09.02. im Raum 1122 des alten Juragebäudes statt. Die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben.

Wenn das gute Geschirr nach Oberschöneweide verkauft wird

Januar 22, 2009

Wie berichtet steht die Mensa I in der Van’t-Hoff-Straße offenbar kurz vor ihrer Schließung. Nach einer Komplettsanierung des Gebäudes soll nach gegenwärtigem Informationsstand nur in der untersten Etage eine Cafeteria verbleiben, die dann aber sicherlich weder quantitativ (Anzahl der Sitzplätze für hungrige Studierende) noch qualitativ (Auswahl der Gerichte) an die alte Mensa I heranreichen wird.

Was nach gegenwärtiger Planung dann in den oberen Teil des Gebäudes kommen soll, ist weiterhin unbekannt. Die FU wird das Gebäude anderweitig verwenden, mehr Details gibt es (noch) nicht.

Wie im LHG Blog berichtet wird, hat sich der Verwaltungsrat des Studentenwerks (welches die Mensa bisher betrieben hat) noch nicht mit dem Sachverhalt befasst und wusste auch noch nichts von der geplanten Schließung (Stand: 08.01.09).

Bekannt ist hingegen, dass das nicht mehr benötige Inventar der Mensa an den Standort der FHTW Berlin in Oberschöneweide (nicht „Oberschönhausen“ ;-) verkauft werden soll (LHG, 08.01.09).

Unterdessen hat sich der Fachbereichsrat (FBR) Wiwiss deutlich gegen eine Schließung der Mensa I ausgesprochen. Dekan Sydow möchte zusammen mit anderen Dekanen beim FU-Präsidium vorstellig werden, um die Schließung doch noch abwenden zu können. Bei der LHG sieht man dafür jedoch wenig Chancen, da die Schließung ja offenbar nicht vom Präsidium sondern vom Studentenwerk ausgeht (LHG, 15.01.09).

Hier wäre noch zu klären, ob das wirklich so stimmt. Noch im Dezember wurde im DEFO-Blog festgehalten:

„Die Mensa soll nach den Sanierungsarbeiten nicht weiterbetrieben werden. Ob allerdings das Präsidium, welches schon anderweitige Nutzungspläne für das Gebäude hat, oder ob das Studentenwerk den Betrieb wegen mangelnder Rentabilität schließen will, ist noch unklar.“ („Mensa I soll geschlossen werden!“, DEFO Blog, 16.12.08)

Sind die „anderweitigen Nutzungspläne“ der FU für das Gebäude also wirklich eine Reaktion auf die Erkenntnis des Studentenwerks die Mensa I aufgeben zu müssen oder stand der neue Nutzungsplan in Wahrheit nicht vielleicht schon viel länger fest und wäre dann der eigentliche Grund für die Schließung? Diese Frage ist immer noch nicht ganz geklärt. Interessant wäre es in diesem Kontext zumindest zunächst zu erfahren, wer oder was nach der Sanierung in den oberen Teil einziehen soll.

In einem weiteren Beitrag im LHG-Blog zum Thema wird beklagt, dass die Organisation von studentischem Widerstand gegen die Schließung bisher recht schleppend verlief. Kamen Mitte Dezember noch 30 Studierende zu einem Treffen, waren es einen Monat später nur noch vier.

Bundesweiter Bildungsstreik im Juni

Januar 20, 2009

Im FSI Blog wurde ein Aufruf des Arbeitskreises Hochschulpolitik der FU (AK HoPo) veröffentlicht, in dem dazu aufgerufen wird sich an den Vorbereitungen für einen Bildungsstreik zu beteiligen, der vermutlich im Juni stattfinden wird.

„[Der Bildunsstreik] soll als bundesweite Aktionswoche mit einheitlichem Demo-Termin und Formen des zivilen Ungehorsams voraussichtlich Mitte Juni stattfinden. Wir möchten Euch herzlich zu einer FU-weiten Koordinierung einladen, um über den Stand der bundesweiten Arbeit zu informieren und Möglichkeiten zu diskutieren, wie wir uns an der FU in den Streik mit einbringen wollen.“ („Bildungsstreik 2009, FSI Blog, 20.01.09)

Damit wird die derzeitige „Mode“ in Sachen Protestformen fortgesetzt: Anstelle eines konkreten Anlasses der das Fass zum Überlaufen bringt und dann eine eher spontane Protestbewegung in Gang setzt, veranstaltet man „Aktionswochen“ mit einem relativ langen organisatorischen Vorlauf und einem relativ weit gefassten Sammelsurium von Problemen gegen die sich die Kritik dann richtet.

Ungeachtet des eher schwachen Feedbacks das die FU-Aktionswoche im letzten Jahr erzeugt hat (siehe „Rückblick auf die Aktionswoche“), will man offenbar an dieser Form der Protestartikulation festhalten – nur diesmal eben gleich bundesweit.

Als positives Beispiel wird der Schülerstreik vom letzten November angeführt, doch auch hier muss man nüchtern bilanzieren, dass sich nicht erkennen lässt, was dieser eigentlich gebracht hat (außer einer Negativpresse wegen einer zerlegten jüdischen Ausstellung). Die SchülerInnen die damals durch die HU tobten saßen einen Tag später schon wieder brav in ihrem Unterricht. Auch in anderen Städten wie Hannover oder Dresden gab es offenbar keine nachhaltigen Ergebnisse dieser bundesweiten Demo.

An der FU scheinen Protestwillige jedoch nach wie vor überzeugt auf diesem Weg Aufmerksamkeit und auch ein Bewusstsein für die Misere in den Bildungs- und Sozialsysteme schaffen zu können. Auf einem ersten Treffen will man daher nun zunächst einmal Grundsätzliches klären:

„Nach einem kurzen Input über den Stand der bundesweiten Planungen wollen wir uns über die Perspektiven und Aktionsmöglichkeiten an der FU austauschen. Mit welchen Problemen an Fachbereichen und Instituten sind wir konfrontiert? Welche Forderungen stellen wir auf? Mit welchen Protest- und Aktionsformen können wir für diese Forderungen politischen Druck entwickeln?“ („Bildungsstreik 2009, FSI Blog, 20.01.09)

Das Treffen findet am kommenden Donnerstag (22.01.) um 14 Uhr im Raum L 113 (Seminnarzentrum) in der Silberlaube statt.

FU Wahlen 2009

Januar 11, 2009

In der kommenden Woche finden wie jedes Jahr im Januar Wahlen an der FU statt. Doch dieses Mal kommt eine Menge zusammen: Neben den Gremien der studentischen Selbstverwaltung, also dem Studierendenparlament (StuPa) und den Fachschaftsräten (FSR), werden auch noch die akademischen Gremien gewählt, also Kuratorium, Akademischer Senat (AS) und Fachbereichsräte (FBR).

Zur Wahl der studentischen Gremien hat die Initiative „Alte Studiengänge“ in ihrem Blog die offizielle Wahlzeitung 2009 als pdf veröffentlicht. Hier kann man nachlesen, welche Liste antreten und welche KommilitonInnen auf diesen Listen zur Wahl stehen.

Doch auch die Wahl der akademischen Gremien ist für die Studierenden von Relevanz, sie können hier bestimmen, wer ihre „Interessen gegenüber Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, Sonstigen MitarbeiterInnen und vor allem der professoralen Mehrheit vertreten soll“ (FSI Geschichte). Die zugelassenen Wahlvorschläge kann man hier einsehen, eine Liste der Wahllokale gibt es hier.

Während die studentischen Gremien drei Tage lang, vom 13.01. (Dienstag) bis zum 15.01. (Donnerstag), gewählt werden können, kann man die akademischen Gremien nur am 13.01. (Dienstag) und 14.01. (Mittwoch) wählen. Die Wahl der studentischen Gremien finden getrennt von jener der akademischen Gremien statt, d.h., es gibt an den Wahlorten zwei Wahlvorstände mit ihren jeweiligen Wahlkabinen (FSI Geschichte).

Weitere Berufungskommission benötigt studentische VertreterInnen

Januar 10, 2009

Neben der Berufungskommission für die Juniorprofessur Ideengeschichte wird zur Zeit noch eine weitere Kommission für die Juniorprofessur Europäische Integration zusammengestellt.

Während sich für erstere Kommission schon Studierende organisieren, um potentielle VertreterInnen aus ihren Reihen auszuwählen (siehe „Zwei Veranstaltungen im Roten Café“), fand letztere bisher offenbar zu wenig Beachtung.

In einem über Mailinglisten verteilten studentischen Aufruf heißt es, Prof. Tanja Börzel suche noch „händeringend“ nach zwei studentischen VertreterInnen für die Kommission zur Berufung der Juniorprofessur Europäische Integration. Bisher habe sich anscheinend noch überhaupt keinE studentischeR KandidatIn gefunden.

Die Zusammensetzung der Kommission für die Juniorprofessur Europäische Integration ist sicherlich nicht weniger wichtig, als jene für die Juniorprofessur Ideengeschichte. Interessierte Studierende können sich bei Prof. Börzel melden, wie es in der Rundmail heißt.

Keine externen Zweitgutachter mehr bei Diplomarbeiten am OSI

Januar 9, 2009

Die Kommilitonin Inga Nüthen (FSI OSI) hat in ihrer Eigenschaft als studentische Studienberaterin einen offenen Brief verfasst, in dem sie sich kritisch mit einer Änderung der Regelungen für Zweitgutachten in Diplomarbeitsverfahren am OSI (DPO 2003/06; Änderungsordnung 2007/08) auseinandersetzt.

Die Änderung sieht vor, dass keine externen ZweitgutachterInnen mehr für Diplomarbeiten zugelassen werden. Dies wurde erst beim Anmeldeverfahren für die Diplomprüfung am 5.01. / 06.01.09 bekannt und geht zurück auf ein Schreiben des Rechtsamtes der FU vom 19.12.08. Die Begründung lautet wie folgt:

„Nach Informationen des Prüfungsbüros begründet sich diese Neuerung mit der Tatsache, dass es keine entsprechende Regelung in den Studien- und Prüfungsordnungen für den modularisierten Diplomstudiengang (DPO 2003/2006; Änderungsordnung 2007/08) gäbe und daher die Regelungen der Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) gelten würden, welche die Prüfungsberechtigten auf Institutsangehörige beschränke.“ (Offener Brief, 07.01.09)

Inga verweist in ihrem Brief zunächst darauf, dass diese Neuerung viel zu kurzfristig eingeführt wurde und sich die KommilitonInnen darauf nicht vorbereiten konnten (es bestand kein Universitätsbetrieb zwischen dem 19.12. und 05.01), dass es ferner immer Usus war Diplomanden zu einem externen Gutachter zu raten wenn sich dies inhaltlich anbietet und dass es drittens äußerst befremdlich ist, dass solch eine Änderung gerade „in Zeiten zunehmend verkündeter Interdisziplinarität, Internationalität und Flexibilität“ beschlossen wird.

Ferner weist Inga zurecht daraufhin, dass es wegen der „allgemeinen zeitlichen Überlastung“ schwierig ist eineN BetreuerIn zu finden. Dieses Problem dürfte sich jetzt verschärfen, wenn Diplomanden ihren Zweitgutachter nicht mehr extern wählen dürfen. Weiter führt Inga aus:

„Schließlich widerspricht eine solche Regelung dem Anspruch an die Diplomarbeit als einer wissenschaftlich eigenständigen Arbeit. Das selbständige Suchen einer wissenschaftlichen Betreuung wird damit unterbunden und somit ein weiterer Schritt in Richtung einseitigem Schmalspurstudium getan.“ (Offener Brief, 07.01.09)

Auch auf formalrechtlicher Ebene kann Inga die Argumentation des FU-Rechtsamtes nicht ganz nachvollziehen:

„In den Studien- und Prüfungsordnungen von 2003, 2006 und der Änderungsordnung von 2007/08 werden tatsächlich keine genauen Bestimmungen zur den Prüfungsberechtigten bei einer Diplomprüfung aufgeführt. Sollte nun damit der Fall eintreten, dass die Bestimmungen des BerlHG gelten, dann stützt dies nicht die These der notwendigen Beschränkung auf interne Prüfer_innen.“ (Offener Brief, 07.01.09)

Inga fordert die zuständigen Gremien dazu auf, eine Klärung des Sachverhaltes zu veranlassen und dafür Sorge zu tragen, dass „diese unzumutbare und wissenschaftsfeindliche Neuerung rückgängig“ gemacht wird. Sie schlägt vor, einen Passus in die DPO einzufügen, der die Wahl eines externen Zweitgutachters explizit erlaubt. Für die sich momentan im Diplomprüfungsverfahren befindlichen KommilitonInnen müsse zudem eine Übergangsregelung gefunden werden.

Es bleibt zu hoffen, dass dem Anliegen des offenen Briefes Folge geleistet wird. Tatsächlich ist diese Änderung ein Unding, allgemein aufgrund der aufgezeigten Fragwürdigkeit einer Ausschließung externer Zweitgutachter und im Besonderen durch die Kurzfristigkeit der Einführung der neuen Regelung.

Zwei Veranstaltungen im Roten Café

Januar 6, 2009

Für die Berufungskommission zur Besetzung der Juniorprofessur für Ideengeschichte werden auch die studentischen VertreterInnen in den Gremien bis zum 10.01. ein studentisches Mitglied nominieren. Wer in der OSI-Studierendenschaft darüber mitbestimmen will, wer diese Aufgabe wahrnehmen soll oder sich auch gleich selbst bewerben möchte, sollte sich am morgigen Mittwoch (07.01.) um 18 Uhr im Roten Café einfinden. Die Aufgabe ist sicherlich wichtig, die entsprechende Person sollte gut ausgewählt werden, weshalb Interessierte zahlreich im Roten Café erscheinen sollten.

Am darauffolgenden Donnerstag (08.01.) gibt es dann eine weitere Veranstaltung im Roten Café diesmal um 14 Uhr, bei der sich die Anwesenheit ebenfalls lohnt. Der Einladung ist zu entnehmen, dass hier noch einmal die „Skandale und Skandälchen“ in diesem Wintersemester thematisiert werden sollen.

Konkret geht es um den „Berufungsskandal“, den Kampf um den Erhalt des Diploms, die zunehmende giftige Atmosphäre am OSI in Gremien, die Einschränkung der Meinungsfreiheit wie zuletzt im Vorfeld der Hartmann-Veranstaltung und die fragwürdige Schwerpunktsetzung bestimmter Bereiche der Politikwissenschaft auf Kosten anderer am Institut. Interessierte Studierende sollten ins Rote Café kommen, um dort zu diskutieren was man gegen diese Fehlentwicklungen tun kann.

Update 07.01.09

Wie Dennis bereits in den Kommentaren anmerkte wurde das erstgenannte Treffen zur Findung eines studentischen Mitglieds für die Berufungskommission auf Freitag (09.01.) um 16 Uhr verlegt. Ein Raum soll noch organisiert werden, Treffpunkt ist zunächst das Foyer der Ihne 21.

Update 08.01.09

Das besagte Treffen zur Findung eines studentischen Mitglieds für die Berufungskommission findet jetzt im Hörsaal B der Ihne21 statt (09.01., 16 Uhr).

Mensa I offenbar kurz vor der Schließung

Dezember 20, 2008

Wie LHG, DEFO und die FSI Wiwiss berichten, soll die Mensa I in der Van’t-Hoff-Straße im Juli 2009 geschlossen werden, so dass sie den Studierenden dann ab dem WS 09/10 nicht mehr zur Verfügung stände. Nur der Betrieb der unteren Etage soll dann zunächst (sic!) noch weiterlaufen.

Geplant ist eine Sanierung des Gebäudes für angeblich 3 bis 4 Millionen Euro. Die Angaben des dafür vorgesehenen Zeitraums variieren zwischen einem (DEFO) und zwei (LHG) Jahren. Nach der Sanierung soll das Gebäude durch die FU anderweitig verwendet werden. Es ist also nicht vorgesehen, dass dort dann wieder eine Mensa ihren Platz findet.

Nur in der unteren Etage soll auch nach der Sanierung eine Cafeteria ihren Raum finden (auch diese Angabe ist aber noch nicht sicher). Diese wird aber von den unmittelbar betroffenen Studierenden – hauptsächlich nutzen Rechts- und WirtschaftswissenschaftlerInnen die Mensa I – nicht als adäquater Ersatz angesehen. Genauso wenig wie andere Cafeterien oder Imbissbuden im Umkreis.

Es kursieren mehrere Gründe für die Schließung. So sagte ein Herr Gabriel vom Studentenwerk Berlin (welches die Mensa betreibt) gegenüber der LHG „die Auflagen der Aufsichtsbehörde für Gesundheit sein für das Studentenwerk Berlin immer schwieriger zu erfüllen“ (LHG, 17.12.08). Als weiterer Grund wird angeführt, dass die Ausnutzung der Mensa angeblich zu gering sei. Sie sei für deutlich mehr Studierende ausgelegt worden, als heute dort noch erscheinen.

Doch selbst bei vermeintlich zu geringer Auslastung ist die Mensa schon heute häufig überfüllt. Und auch das Argument, die Gesundheitsauflagen sein nur noch schwer zu erfüllen, klingt etwas vorgeschoben. Man würde sich hier zumindest etwas detailliertere Informationen wünschen: Was genau sind das für Auflagen, die angeblich kaum noch zu erfüllen sind?

Es dürfte in jedem Fall interessant sein zu sehen, was die FU zukünftig in dem Gebäude anstelle der Mensa unterbringen möchte. Vielleicht wird dann deutlicher, worum es hier wirklich geht. Doch dazu ist bisher noch nichts bekannt.

Nicht nur ist der Weg zur Hauptmensa in der Silberlaube für die betroffenen Studierenden weiter, jene die den Weg trotzdem antreten verursachen dann dort natürlich auch einen vermutlich nicht unbeträchtlichen Mehrbetrieb. Es würde dann also deutlich voller in der Hauptmensa, die bereits schon jetzt einen hohen Publikumsverkehr hat.

Zu hoffen bleibt daher, dass sich die Studierenden noch rechtzeitig gegen die Schließung wehren, also Protest organisieren können. Skandalös ist in jedem Fall einmal mehr, wie hier eine die Studentenschaft direkt betreffende Entscheidung an ihr vorbei gefällt wurde, also ohne sie zu informieren geschweige denn um ihre Meinung zu fragen.

Notstand in der Linguistik

Dezember 12, 2008

Die FSI Anglistik berichtet im FSI Blog von einem „Notstand in der Linguistik“. Ein Professor (Ekkehard König) geht nach diesem Semester in den Ruhestand, seine Stelle wurde aber erst jetzt neu ausgeschrieben und wie üblich dürfte sich das Berufungsverfahren in die Länge ziehen. Mit König gehen auch die meisten seiner MitarbeiterInnen, was zu einem „absoluten Notstand an Lehrenden und Prüfungsberechtigten für die Linguistik“ führen wird:

„Die Folge: das Lehrangebot für die Linguistik wird deutlich unter dem in der Studienordnung festgelegten Soll liegen und zusätzlich kaum von prüfungsberechtigten Dozierenden angeboten werden. Damit wird es fast unmöglich werden, eine BA-Arbeit in der Linguistik zu schreiben bzw. eine/n Prüfer/in für das Fachgebiet Linguistik zu finden.

Dies ist ein Anliegen, das alle Studierenden betrifft – BA, MA, aber besonders Magister und altes Lehramt, da sich zur Zeit eine besonders große Menge an Studierenden prüfen lassen möchte/gezwungen ist, die Prüfung so schnell wie möglich abzulegen; die Frist für Magister- und Lehramtstudierende ist Ende 2010.“ („FSI Anglistik: Notstand in der Linguistik“, FSI Blog, 09.12.08)

Gerade vor dem Hintergrund, dass die noch in den alten Studiengängen studierenden KommilitonInnen bis 2010 fertig sein müssen, ist diese Situation natürlich absolut fatal. Die FSI weist auch darauhin, dass so die Regelstudienzeit nicht mehr einzuhalten sein wird, was inbesondere für Studierende die Bafög erhalten zu einem Problem wird. Die FSI sieht sogar die „Linguistik als integralen Bestandteil des Studiengangs Englische Philologie in ihrer Gesamtheit am Institut gefährdet“.

Gefordert wird daher eine beschleunigte Neubesetzung der dringend benötigten Professur, sowie die Einstellung von zusätzlichen, prüfungsberechtigten Dozierenden. Ist dies nicht möglich sollte die Prüfungsordnung dahingehend geändert werden, dass auch nicht habilitierte DozentInnen eine Prüfungsberechtigung erhalten. In Zukunft sollten Stellen früher ausgeschrieben werden.

Um diese Forderungen durchzusetzen hat die FSI eine Unterschriftenliste initiiert. Die Listen liegen im Café (JK 29/231) und im Büro der studentischen Studienberatung (JK 29/202) aus. Zu hoffen bleibt, dass die Listen dann auch tatsächlich etwas bringen.

Obwohl der Stellenabbau natürlich auch große Institute hart trifft, fällt er für kleinere oft noch deutlich fataler aus, weil diese dann kaum noch den Lehrbetrieb aufrecht erhalten können. Zuletzt waren es Studierende der Romanistik, die gegen einen Stellenabbau protestierten („RomanistInnen wehren sich mit offenem Brief gegen Stellenkürzung“).

Der hier vorliegende Fall ist natürlich insofern anders, als dass ja keine Stelle gestrichen werden soll, ihre Neubesetzung nur vermutlich zu lange dauern wird und viel früher hätte eingeleitet werden müssen.

Diskussionsveranstaltung zum SFB 700

Dezember 4, 2008

Wie der FSI Blog berichtet (und wie es auf zahlreichen Flyern am OSI nachzulesen ist) findet am Freitag, den 12.12. um 16 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit dem Publizisten Detlef Hartmann im Hörsaal B der Ihne21 zum Thema „Who the fuck is SFB 700?“ statt. Über den SFB heißt es auf dem Flyer:

„Vier Unis, zwei weitere Forschungseinrichtungen und fünf FU-Institite sind beteiligt / Über die Hälfte aller OSI-Professuren ist involviert / Neue Profs werden auf Kompatibilität mit IHM geprüft / ER hat ein MILLION€NBUDGET von der Deutschen Forschungsgesellschaft / 30 Promovierende werden auf IHN konzentriert / Die Vollprofessur Politische Ideengeschichte wurde IHM geopfert / Die Ihnestr. 26 wurde für IHN geräumt / Räume der OSI-Bibliothek will er AUCH haben…“ (Einladungs-Flyer)

Hauptsächlich wird es auf der Veranstaltung dann aber vermutlich um das Thema „Governance-Forschung weltweit – Auftragsforschung in Afghanistan?“ gehen, wie der Untertitel auf der Ankündigung verspricht. Der Sonderforschungsbereich Governance (SFB 700) sah sich in jüngster Vergangenheit einer verstärkten Kritik wegen seiner „Kriegsforschung“ ausgesetzt (siehe „Kritik am SFB 700 nimmt zu“ und „Anti-SFB-Protest am OSI“).

Der Gastredner, Detlef Hartmann, gehört dem Redaktionskollektiv „Materialien für einen neuen Antiimperialismus“ an und hat mit „‚Die Knarre in der einen Hand, den Bleistift in der anderen.‘ – Forschen für die neuen Kriege im SFB 700 der FU Berlin“ eines der bisher zentralen Papiere zur SFB-Kritik verfasst.

Noch interessanter wäre die Veranstaltung natürlich, wenn man Hartmann auf dem Podium einen namenhaften Repräsentanten des SFB gegenüberstellt. Davon ist jedoch auf dem Flyer keine Rede, woraus sich schließen lässt, dass die InitiatorInnen entweder keine entsprechenden Anfragen gemacht haben oder aber, dass es solche Anfragen gab, niemand aus dem SFB jedoch willens war, sich der Kritik zu stellen.

Einen Besuch Wert ist die Veranstaltung aber sicherlich auch so und vielleicht erscheinen ja doch noch ein paar SFB-Verteidiger.

Erstes Treffen des Arbeitskreis Datenschutz

November 19, 2008

Am morgigen Donnerstag (20.11.) findet um 14 Uhr im AStA-Haus das erste Treffen des Arbeitskreis Datenschutz statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Hintergrund ist die zunehmende Überwachung, die auch an der Uni immer deutlicher zu spüren ist. Immer mehr Räumlichkeiten werden videoüberwacht, personenbezogenen Daten gespeichert und verkettet, der verstärkte Einsatz von Chipkarten immer wieder diskutiert, usw.

Zuletzt bestätigte sich dieser Trend an der FU durch die Datenerfassung im Vorfeld der früher mal wirklich öffentlichen Immatrikulationsfeier sowie durch Werbe-Emails an ausgewählte Studierende durch die FU im Auftrag von Unternehmen. In der Einladung des AStAs heißt es:

„Vielfältige Bestimmungen des Datenschutzrechts und in der technischen Umsetzung sind dabei im Interesse der Betroffenen zu beachten. Datenschutz ist deshalb ein wichtiges Thema an Hochschulen und somit natürlich auch für Studierende. Darum wollen wir uns (…) treffen um mit euch über Datenschutz in den verschiedenen Bereichen zu sprechen und diskutieren. Zudem wollen wir uns über das weitere Vorgehen und mögliche Aktionen unterhalten.“ („Einladung zum ersten Treffen des AK(ArbeitsKreis) Datenschutz“, AStA FU Blog, 15.11.08)

Tatsächlich lässt sich das in vielen Bereichen der Gesellschaft zunehmend auftretende „Phänomen“ der Überwachung und der entweder missbräuchlichen oder zumindest doch fragwürdigen Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten auch immer öfter an der Uni erkennen. Die Gründung eines solchen Arbeistkreises erscheint daher sinnvoll.

Faire Computerbeschaffung jetzt mit Affengriff und Filmabend

November 17, 2008

Engagierte KommilitonInnen sind nach wie vor bemüht an den Berliner Universitäten das WEED-Projekt „PC global“ hochzuziehen, welches sich für eine faire Computerbeschaffung an den Unis einsetzt (siehe „Kampagne für faire Computerbeschaffung läuft an“).

Als Logo hat man sich jetzt für den so genannten „Affengriff“ entschieden, also für die Tastenkombination „Strg+Alt+Entf“, die bei der Kampagne symbolisch für einen Neustart stehen soll. Wobei in der Ankündigung von „Alt Gr“ statt von „Alt“ die Rede ist, was auf neueren Tastaturen zwar auch geht, aber eben nicht die klassische Variante wäre.

Am 15.12. kommt eine Speakers‘ Tour nach Berlin bei der zwei chinesische ArbeitsrechtsaktivistInnen über die Zustände in chinesischen Hardware-Herstellungs-Sweatshops berichten. Die Veranstaltung findet Mittags an der TU Berlin und Abends voraussichtlich im IG Metall-Haus statt. Die genaue Uhrzeit ist noch nicht bekannt, Interessierte sollten den Termin aber schon mal vormerken. Die Beteiligten der Kampagne für faire Computerbeschaffung wollen sich hier einbringen und diese Veranstaltung bewerben. Sie hoffen hier auch neue MitstreiterInnen zu finden.

Auch ein Filmabend ist in Planung, auf dem Dokumentationen wie „Digitale Handarbeit“ und „China Blue“ gezeigt werden sollen. Dieser soll entweder im „Aufsturz“ oder an der Uni (HU oder TU) stattfinden. Die Terminfindung läuft über Doodle. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen.

Doch die AktivistInnen wollen nicht nur Filme sehen, sondern in naher Zukunft auch selber einen produzieren. Zumindest ein kurzes, 3 bis 4 minütiges „Aufklärungsvideo“, welches im Stil von „The Story of Stuff“ die sozialen und ökologischen Probleme der Computerproduktion und die Möglichkeiten der fairen öffentlichen Beschaffung dokumentieren soll. Dieses Video wäre dann auch frei übers Web erhältlich.

Da es der Kampagne immer noch an weiteren UnterstützerInnen fehlt, planen die schon Beteiligten ihr Projekt stärker als bisher an den Unis zu bewerben.

Update 21.11.08

Der oben erwähnte Filmabend mit anschließender Diskussion zum Thema Anti-Sweatshop-Strategien findet am 01.12. (ein Montag) um 18:30 Uhr im „Aufsturz“ statt.

Marx-Offensive des SDS

November 3, 2008

Der „neue“ SDS („Die Linke.SDS“) hat in diesem Wintersemester Marx-Lesekreise an 31 Hochschule ins Leben gerufen und es mit dieser Aktion – nicht zuletzt Dank der Finanzkrise – immerhin auch bis zu einem Artikel auf Spiegel Online geschafft („Die kleine Oktoberrevolution“, SPON, 31.10.08).

In der Eigendarstellung des SDS heißt es: „Die Linke.SDS möchte mit dem Projekt ‚Das Kapital lesen!‘ Marx zurück an die Uni und an die Fachhochschule bringen, um kritische Wissenschaften und gesellschaftskritisches Denken zu revitalisieren“ („Kapital-Lesekreis an der FU“, SDS/Die Linke.FU, 30.10.08).

Unter den besagten Hochschulen ist natürlich auch die FU und ähnlich wie an anderen Unis soll das erste Feedback auch hier durchaus sehenswert gewesen sein. So waren nach Angaben des SDS.FU immerhin 110 Personen (hauptsächlich vermutlich Studierende) bei der Auftaktveranstaltung in der Silberlaube zugegen („110 Personen bei der Auftaktveranstaltung“, SDS/Die Linke.FU, 30.10.08). Der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Peter Kisker samt der anschließenden Diskussion kann als mp3 heruntergeladen werden und beim Tagesspiegel gibt es sogar ein kurzes Video von der Veranstaltung.

Ob die Lesekreise wirklich Erfolg haben werden, die Interessierten also dauerhaft bei der Stange bleiben und Marx am Ende wirklich „revitalisiert“ werden kann, wird sich natürlich erst noch herausstellen. Jeder Lesekreis hat laut SPON „Kapital-Teamer“, die vorher extra für ihre Aufgaben „gecoacht“ wurden. Wie allerdings das Niveau in diesen Lesekreisen ist, ob die „Kapital-Teamer“ wirklich Ahnung von der Materie haben oder nur glauben sie zu haben, lässt sich jetzt sicherlich noch nicht sagen. Zumindest an der FU gab es auch in jüngerer Vergangenheit schon vor dieser SDS-Kampagne verschiedene Kapital-Lesekreise. Es wäre interessant zu sehen, wie diese die aktuelle Kampagne einschätzen.

Im nächsten Sommer, also zur Wahlkampfzeit wie SPON dezent anmerkt, plant Die Linke.SDS im Anschluss an die Kampagne eine internationale Auswertungskonferenz „zum Bündeln der Ideen“. Geht es also wirklich um eine „Revitalisierung“ von Marx oder nicht vielleicht doch eher um eine getarnte, langfristig angelegte Wahlkampf-Veranstaltung der Linken? Mündet hier die Analyse von Marx‘ Werk früher oder später in der vermeintlich zentralen Erkenntnis, dass die Linke als Partei am ehesten die in den Lesekreisen zusammengetragenen „Ideen“ umsetzen kann?

Um darauf eine Antwort zu erhalten, sollte sich Interessierte selbst ein Bild machen. Der Kapital-Lesekreis trifft sich das erste Mal am kommenden Freitag (07.11.) um 16 Uhr im Raum L113 im Seminarzentrum der Silberlaube. Auf dieser Sitzung wollen sich die TeilnehmerInnen dann auch über einen wöchentlichen, festen Termin und über den zukünftigen Treffpunkt einigen.

Studierende antworten auf Immafeier-Sicherheitswahn mit Alternativveranstaltung

Oktober 30, 2008

Es gibt – mal wieder – Zoff um die Immatrikulationsfeier. Anlass sind diesmal die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die damit begründet werden, dass der Gastredner kein geringerer als Bundespräsident Horst Köhler ist.

Obwohl sich die Immatrikulationsfeier natürlich schon immer primär an die Erstsemester gerichtet hat, schafften es bisher auch immer noch Studierende die bereits länger dabei sind in die Veranstaltung. Dies soll in diesem Semester jedoch ausgeschlossen werden.

Wesentlich schwerwiegender ist allerdings eine weitere Einschränkung: Teilnahmewillige Erstis müssen ihre Personalien im Vorfeld vom Bundespräsidialamt überprüfen lassen. Zu diesen persönlichen Angaben gehören auch die Emailadressen und die privaten Telefonnummern der Geladenen. Wozu diese das Bundespräsidialamt braucht ist ebenso unklar, wie die Antwort auf die Frage, was mit den eingesammelten Daten nach der Veranstaltung passiert. Wo und wie lange werden sie gespeichert?

Nicht nur viele Studierende finden diesen Sicherheitswahn übertrieben, auch die Datenschutzbeauftragte der FU, Frau Pahlen-Brandt, sieht laut AStA in diesem Vorgehen „mehrere rechtlich bedenkliche Fehler, die noch geprüft werden müssen“ („Vielfältige Proteste und Horst Köhler werden erwartet“, AStA FU, 15.10.08). Der AStA fasst zusammen:

„Die Immatrikulationsfeier war seit Jahrzehnten eine öffentliche Veranstaltung an der alle Studierenden teilnehmen konnten. Ab diesem Jahr wird sie zu einer geschlossenen Feier, an der nur geladene Gäste nach eingehender Überprüfung teilnehmen dürfen. Somit wird hier ein öffentlicher Raum durch einen autoritären Akt der Zensur vernichtet.“ („Vielfältige Proteste und Horst Köhler werden erwartet“, AStA FU, 15.10.08)

Dem AStA (und nicht nur dem) drängt sich der Verdacht auf, diese neuen Maßnahmen könnten auch damit etwas zu tun haben, dass die Immafeiern in der Vergangenheit immer wieder durch einige Studierende „gestört“ wurden, die der aalglatten Selbstbeweihräucherung der FU etwas entgegensetzen wollten. So war es im letzten Jahr der inzwischen legendäre „Dieter Lenzen Fanclub“ (DLFC) der die Feier sprengte und dafür sorgte, dass Lenzen entnervt den Henry Ford Bau verließ (siehe „Lenzen Fans sprengen Immatrikulationsfeier“).

Dass diese massiven Sicherheitsmaßnahmen ihren Ursprung in Wahrheit im FU-Präsidium hatten, scheint indes etwas weit hergeholt. Vermutlich hat die FU durch das Bundespräsidialamt Sicherheits-Auflagen erhalten, die als Bedingung für einen Auftritt Köhlers gelten. Um das zu verifizieren müsste man sich ansehen, ob es ein solches Trara wirklich überall gibt, wo Köhler einen Auftritt vor einem etwas größeren Publikum hat.

Die ausdrückliche Beschränkung auf Erstsemester kann dagegen wirklich nur so erklärt werden, dass man von Studierenden höheren Semesters eher – ungefährliche aber als despektierlich betrachtete – „Störaktionen“ erwartet. Die Vorstellung, dass selbst der Bundespräsident an der FU nicht zu Wort kommen könnte, da es zu viele Zwischenrufe oder andere Aktionen gibt, hat den Verantwortlichen in der FU-Administration vermutlich den Angstsschweiß aus den Poren getrieben.

Ob nun die Initiative für diese neuen, restriktiven Zugangsbeschränkungen von der FU selbst ausging oder sie sich einfach nur dem Diktat des Bundespräsidialamtes beugen musste (um Köhler als Redner zu gewinnen) – ungelegen kam das Ganze dem auf Schöner-Schein bedachten FU Präsidium jedenfalls wohl kaum.

Einige KommilitonInnen wollen sich das nicht gefallen lassen. Während der AStA rechtliche Schritte gegen das Sicherheits- und Datenerhebungs-Prozedere prüft, rufen sie schon mal zu einer Alternativveranstaltung auf:

„Wozu es Informationen gibt, sind Protestaktionen: Studierende höherer Semester und ‚Erstis‘, die keine Lust auf bespitzelt-werden hatten, haben eine Alternativveranstaltung angemeldet. Die Polizei verlegte die Kundgebung zwar vom gewünschten Platz vor dem Denkmal an die Ecke Garystraße/Boltzmannstraße; doch auch hier können wir zeigen, dass wir lieber unsere eigene Imma-Feier veranstalten, als Lenzens Selbstbeweihräucherung zuzuhören und uns vom BKA ausspähen zu lassen.“ („Ein wenig Werbung…“, FSI OSI Blog, 29.10.08)

Diese „alternative Immafeier“ soll parallel zu der „echten“ stattfinden. Interessierte sollten sich daher am nächsten Mittwoch (05.11.) ab 9 Uhr an der Kreuzung Garystraße / Boltzmannstraße (zwischen Henry-Ford-Bau und wirtschaftswissenschaftlicher Fakultät) einfinden. Mit Musik, Redebeiträgen, Getränken und vielleicht auch VoKü soll dort ein Zeichen gesetzt werden, „dass dies auch unsere Uni ist“ (ebd.).

Peter-André Alt bald Kalif anstelle des Kalifen?

Oktober 29, 2008

Prof. Dr. Peter-André Alt, Literaturwissenschaftler an der FU, wurde eine ganz besondere Ehre zuteil. Er wird der neue Direktor der Dahlem Research School:

„Der Präsident der Freien Universität, Prof. Dr. Dieter Lenzen, erklärte, mit der Berufung von Peter-André Alt sei eine Persönlichkeit gefunden worden, die der Dahlem Research School und mit ihr dem in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Zukunftskonzept International Network University der Freien Universität Berlin eine überzeugende Zukunftsperspektive eröffnet. Alt werde dazu beitragen, den Dialog zwischen Wissenschaftlern aller Fächer an der Freien Universität zu fördern.“ (FU Pressemitteilung Nr. 324/2008, 24.10.08)

Alt leitet bereits die frisch ins Leben gerufene Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies, ein literaturwissenschaftliches Projekt, das im Zuge der Exzellenzinitiative bewilligt wurde.

Alts mustergültige Arbeit im Sinne des Präsidiums soll ihn gerüchteweise nun auch zu einem der potentiellen Nachfolger von Dieter „Eames Chair“ Lenzen gemacht haben. Allein schon aus Altersgründen wird Dieter Lenzen vermutlich keine dritte Amtszeit als FU-Präsident absolvieren. Und auch wenn seine zweite Amtszeit erst 2011 beendet sein wird, denkt man offenbar schon jetzt über mögliche Nachfolger nach.

Eindeutige Belege dafür, dass Alt als Favorit gehandelt wird, gibt es freilich noch nicht, doch die Gerüchteküche an der FU kocht.

Kritik am SFB 700 nimmt zu

Oktober 23, 2008

Am kommenden Sonntag (26.10.) findet im Mehringhof (Gneisenaustr. 2a) der unter anderem von Libertad! und der ALB organsierte lange Tag des Antimilitarismus statt. Um 18:30 Uhr ist dabei auch eine Diskussionsrunde zum Sonderforschungsbereich Governance (SFB 700) vorgesehen. Im Programm heißt es:

„Gespräch: ‚Neue Formen des Regierens‘. Was macht der Sonderforschungsbereich 700 (SFB 700), oder: die Strategie bewaffneter Sozialarbeit.

Nur die Armeen in ‚zerfallende Staaten‘ zu schicken, nur ‚Shock-and-Awe‘-Kriegsführung, reicht nicht. Neue Strategien, um nachhaltig in die Gesellschaften der ‚Räume begrenzter Staatlichkeit‘ einzudringen, sie zu kontrollieren sie zu beherrschen, müssen her. Nach den ‚eingebetteten Journalisten‘, kommen nun die ‚embedded scientists‘, die ins Militär eingebetteten Anthropologen.

Das ist der wesentliche Grund für die Einrichtung des SFB 700, der Anfang 2007 in einer feierlichen Konferenz als auf 12 Jahre angelegtes und finanziertes Vorhaben aus der Taufe gehoben wurde. Beteiligt sind das BMZ, die FU-Berlin, die Uni Potsdam, das Wissenschaftszentrum Berlin, die Hertie-School of Gouvernance, die Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) sowie das Europäische Hochschulinstitut Florenz.

Wir erzählen, was wir bislang herausgefunden haben, und diskutieren mit euch darüber.“ (Programm des Antimilitarismus-Tages)

Leider macht das Programm des Antimilitarismus-Tages nicht den Eindruck, dass bei dieser Diskussiosnrunde auch einE VertreterIn des SFB anwesend sein wird.

Bereits zum Weltfriedenstag / Antikriegstag am 01.09.08 hatten AntimilitaristInnen unter dem Motto „Keine Diskussion mit Kriegerintellektuellen und Kriegstreibern – Governance ist Krieg“ den Eingang des DGB-Gebäudes in Berlin blockiert, weil dort der „Afghanistan-Referatsleiter“ vom Auswärtigen Amt und Jan Koehler vom SFB 700 einen Vortrag halten wollten („Berlin: Kriegerintellektuelle ausgesperrt“, Indymedia, 01.09.08).

Gerade eine Erwiderung von SFB-BefürworterInnen auf die Kritik wäre jedoch vielleicht mal ganz interessant zu hören. Für eine Diskussion wie jetzt beim Antimilitarismus-Tag hätte man dann echte Gegenpole. Wenn die AntimilitaristInnen wie zu vermuten steht dagegen lieber weitgehend unter sich bleiben, fehlt vermutlich eine deutliche Gegenposition zu dem Vorgebrachten, was die Möglichkeiten einer wirklich kontroversen Debatte dann doch recht weit einschränkt.

Dennoch bietet diese Gesprächsrunde durch die vorgebrachten Informationen vielleicht zumindest eine Grundlage, die Kritik auch an die FU selbst zu tragen. Denn hier findet eine kritische Auseinandersetzung mit dem SFB bisher so gut wie gar nicht statt.

Am Donnerstag den 13.11.08 gibt es dann ebenfalls um 18:30 Uhr eine weitere themennahe Veranstaltung im Universitätsgebäude am Hegelplatz der HU (Dorotheenstr. 24), Raum 1.201.

In dieser gemeinsamen Veranstaltung vom Referat für Internationalismus des
RefRats der HU und der Hellen Panke geht es um das Thema „Imperialismus in der Wissenschaft – Die Theorie der ’neuen Kriege‘ als intellektuelle Brandstiftung?“.

Einer der Vortragenden ist Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) der „über die Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeiten des Sonderforschungsbereichs 700 an der FU Berlin und der Theorie Herfried Münklers als ‚intellektuelle Brandstiftung‘ für globale Kriege“ referieren wird.

Auch diese Veranstaltung bietet möglicherweise neue Erkenntnisse die dazu beitragen könnten, eine kritische Auseinandersetzung mit dem SFB an der FU selbst voranzutreiben.

Ansonsten wurden in jüngster Vergangenheit auch einige Artikel veröffentlicht, die deutlich machen, dass der SFB 700 und sein Vorgehen von etlichen Beobachtern zunehmend kritisch gesehen wird (siehe auch „SFB Governance in der Kritik“). Zuletzt erschien ein längerer Artikel von Peer Heinelt in der jungen Welt zum Thema („Herrschaftswissen“, junge Welt, 15.09.08).

Etwas mehr in die Tiefe geht z.B. Detlef Hartmann vom Redaktionskollektiv „Materialien für einen neuen Antiimperialismus“ in seinem Beitrag „‚Die Knarre in der einen Hand, den Bleistift in der anderen.‘ – Forschen für die neuen Kriege im SFB 700 der FU Berlin“.