Archive for the ‘Institutstag06’ Category

Zweite Ausgabe der OSI-Zeitung jetzt online

Januar 17, 2007

Marcel von der OZ-Redaktion hat mir dankenswerterweise eine pdf-Version der zweiten Ausgabe der OSI-Zeitung zukommen lassen. Mit schlappen 3.9 MB ist sie deutlich größer als die erste Ausgabe und damit auch nicht ins OSI Wiki zu laden (dort beträgt das Upload-Limit für eine Datei 1 MB). Macht aber nichts, denn ihr bekommt sie ja hier (komprimiert auf 2.8 MB, Traffic limit 4 MB/h).

Update 21:25 Uhr

Nachdem es Probleme mit dem Server gab, sind beide OZ Ausgaben jetzt unter sites.google.com/site/osizeitung zu finden.

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Zweite Ausgabe der OSI-Zeitung gelungen

Januar 16, 2007

Nachdem die erste Ausgabe der OSI-Zeitung etwas zahnlos daher kam, bringt die bereits im Dezember erschienene zweite Ausgabe deutlich mehr Biss mit.

Eigentlich sollte hier auch schon früher eine Kritik erscheinen, nur ließ sich einfach nie eine Ausgabe am OSI auftreiben. Und während die erste Ausgabe auf einem informellen Weg immerhin noch als pdf-Datei ins Netz gestellt wurde, gibt es von der zweiten Ausgabe gar keine Online-Version. Was auch der erste Kritikpunkt wäre: Auch mit der zweiten Ausgabe hat es die Redaktion nicht geschafft, eine Online-Präsenz ins Netz zu stellen. Dabei wäre es ungleich bequemer die Artikel online lesen zu können.

Der erste Artikel der einen im Inhaltsverzeichnis anspringt, ist der von Gerrit über die Kritik(un)fähigkeit der Linken. Natürlich bringt die Geschichte über die beiden FSIler „Anna“ und „Arthur“ erstmal keinen neuen Erkenntnisgewinn, das paradoxe Verhaltensmuster der äußersten Linken Herrschaftskritik üben zu wollen und dabei selbst „Herrschaft im Dialog“ auszuüben, ist bekannt. Und ob neben „Arroganz“ auch „Angst“ ein Schlüsselbegriff ist, ist natürlich diskussionswürdig („Arroganz und Wahn“ trifft es vielleicht eher).

Andererseits ist es ja die terrierhafte Bissigkeit wie sie unter anderem der FSI oft zu eigen ist, die man manchmal in den OSI-Zeitungs-Artikeln so schmerzlich vermisst. Und gerade hier liegt die Stärke von Gerrits Artikel, da er eben leistet, was in der ersten OZ Ausgabe noch an vielen Ecken fehlte: Missstände klar benennen und gegen sie anstinken, auch mal riskieren vielleicht polarisierend zu wirken. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass „Anna“, „Arthur“ und Gleichgesinnte noch mal zum Umdenken gelangen (na ja, in 30 Jahren vielleicht), dennoch sollten Aus- und Abgrenzungsmechanismen wie Gerrit sie aufgreift zur Sprache gebracht werden.

Auch im „Für und Wider“, der einen Pro FSR Artikel von Florian (LHG) und einen Contra FSR Artikel von den FSIen bringt, schneiden die FSIen nicht besonders gut ab. Der Einwand, dass der FSR mehr eine Art Alibi-Gremium ist, das de facto keinen Einfluss auf Entscheidungen am Fachbereich hat, ist ja richtig. Nur dann muss eben die Grundlage verändert werden. Überhaupt erst mal einen FSR zu haben, könnte der erste Schritt sein. Die größte Schwäche in der Argumentation der FSIen besteht darin, dass sie offenbar dem Vorwurf nichts entgegenzusetzen haben, sie sein primär nur deswegen gegen den FSR, weil dieser ihren Alleinvertretungsanspruch der Studentenschaft am FB in Frage stellen und damit letztlich zur Schwächung ihrer Position führen würde.

Ihr Demokratieverständnis beschreiben die FSIen wie folgt: „Sie [die FSIen] sind der Auffassung, dass Studierende ihre Interessen am besten selbst vertreten können und sollten. Da dies in den seltensten Fällen inidividuell realisierbar ist, organisieren sich Studierende in basisdemokratischen Initiativen. Als solche verstehen sich die FSIen am Fachbereich“ (S. 15). Und wie das dann bei den „basisdemokratischen Initiativen“ abläuft, kann man ganz gut in Gerrits oben schon erwähnten Artikel nachlesen.

In der Titelgeschichte nehmen sich Gerrit und Marcel der Exzellenzinitiative am OSI an und stellen dem Hype um die „hochfliegenden Forschungspläne“ die nüchterne Realität in der Lehre am OSI entgegen. In einem allgemeineren Artikel zur Exzellenzinitiative betonen Alina und Till wie die Geistes- und Sozialwissenschaften hinter den Naturwissenschaften zurückstecken mussten (was ja angeblich bei der zweiten Runde nicht mehr der Fall gewesen sein soll, auch das müsste man sich mal genauer ansehen). Dem Gewäsch von Bildungsministerin Schavan werden die Statements des Eliteforschers Hartmann entgegengestellt. Beide Artikel bringen das nötige Maß an Kritik mit und sind informativ.

Wie vorgeschlagen gibt es diesmal auch einen Artikel über die „Listenclowns“. Zwar handelt es sich nicht direkt um ein Interview, die Beweggründe der Akteure und der Ablauf ihrer Aktionen werden jedoch solide dokumentiert. Auch die fast schon hysterischen Reaktionen von Prof. Hesse kommen zur Sprache. In einem weiteren, kurzen Artikel zum Thema Anwesenheitslisten steht dagegen Prof. Brühl im Zentrum. Auch sie tat sich offenbar etwas schwer und bedurfte einiger „Hilfestellungen“ durch Studierende. Von solchen Artikeln, die das Auftreten und Verhalten von Dozierenden am Institut kritisch betrachten, wünscht man sich mehr.

Unfassbares offenbart die Newsübersicht hinsichtlich der neu zu besetzenden Professuren. Die Berufungsverfahren für die Professuren „Politische Ideengeschichte“, „Internationale Politische Ökonomie“ und „Unweltpolitik / Vergleichende Politiklehre“ befinden sich immer noch in der Schwebe. Auch die Wiederbesetzung der Professur „Vorderer Orient“ ist immer noch unsicher. Gut, solche Besetzungen müssen wohl überlegt sein und es ist schwierig eineN KandidatIn zu finden, der/die allen Beteiligten zusagt. Dennoch bleibt es ein Unding, dass sich diese Neubesetzungen derart lange hinauszögern. Hier könnte man in der nächsten Ausgabe mit einem etwas ausführlicheren Artikel ansetzen und versuchen detaillierter herauszufinden, was oder wer hier so bremst. Dürfte nicht ganz so einfach sein, weil man Insider-Infos braucht, aber vielleicht hat die Redaktion ja schon die nötigen Connections.

Defizite weist der Artikel über den Institutstag auf. Hier wird zwar in der Überschrift vollmundig von „Selbstkritik“ gesprochen, die dann aber im Artikel m.E. zu kurz kommt. Der Umstand, dass weniger Studierende und Dozierende als erhofft am Institutstag teilgenommen haben, wird damit begründet, dass es ein „offensichtliches Desinteresse vieler an der Institutspolitik“ gibt. Dies mag unzweifelhaft ein zentraler Faktor gewesen sein, Selbstkritik würde aber auch bedeuten, sich zu überlegen, ob es nicht auch andere Gründe gegeben haben kann. Wirkt die Struktur des Institutstags vielleicht einfach abschreckend? Ist der Leidensdruck unter Umständen gar nicht so groß wie oft unterstellt? Was kann getan werden, damit sich am nächsten Institutstag wieder mehr Studierende und Dozierende beteiligen? So etwas kann man doch einfließen lassen. Und wenn die Frage lautet, „Was brachte der Institutstag?“, dann sollte man sich z.B. nicht nur ansehen, dass die AG Lehre ein Handbuch zur Verbesserung der Lehre präsentierte, sondern auch was damit eigentlich gewonnen ist.

Insgesamt erscheint die zweite Ausgabe der OSI-Zeitung jedoch gelungener als die erste. Es finden sich deutlich mehr Artikel, die mit dem (zugegebenermaßen sehr dehnbaren) Attribut „kritisch“ gekennzeichnet werden können. Für meinen persönlichen Geschmack könnte die Schreibe zwar immer noch etwas aggressiver sein (eine Glosse findet sich in der aktuellen Ausgabe gar nicht mehr), aber es ist nachvollziehbar, dass man bei einem solchen Gemeinschaftsprojekt mit Redakteuren die ganz verschiedene politische Positionen vertreten, auf einen polemischen Tonfall in den Artikeln verzichten möchte. Einigen KommilitonInnen sind die Artikel vermutlich immer noch zu oberflächlich, zu wenig analytisch. Allerdings ist das Projekt ja wohl auch so angelegt, dass das Informative im Vordergrund stehen soll.

Das „Handbuch Lehre“ bietet wenig Neues und leistet der Verschulung Vorschub

Dezember 13, 2006

Manchmal, wenn ich in der OSI Zeitung blättere (gemeint ist die 1. Ausgabe, die 2. habe ich noch nicht gesehen) oder wie jetzt das „Handbuch Lehre“ studiere, frage ich mich, wo eigentlich die FSI OSI abgeblieben ist. Ich kann mich natürlich täuschen, aber ich glaube, dass man einigen dieser neuen „AG-Projekte“ dort kritisch oder zumindest distanziert gegenübersteht. Nur ich kann nirgends erkennen, dass die FSIler gegen diesen neuen Trend seichter und nur bedingt kritischer Publikationen am OSI aufbegehren. Aber wie gesagt, vielleicht täusche ich mich ja auch und das „Schweigen“ bedeutet, dass man diesen neuen „Pragmatismus“ auch in der FSI begrüßt. Außerdem gehört Pia von der FSI heute Abend ja auch zu den Diskutanten.

Es war die FSI, die damals an vorderster Front gegen die Einführung von BA und MA am OSI mobil machte. Man denke nur an die aggressiven und harten Harakiri-Kurzmagazine, in denen man sich nicht zuletzt auch vehement gegen die zunehmende Verschulung der Lehre am OSI aussprach. Heute dagegen wird das hochschulpolitische Engagement am OSI im wesentlichen von Arbeitsgruppen getragen, die sich am Institutstag gebildet haben. Und diese produzieren dann z.B. bundespräsidiale Adlon-Leitsätze wie den folgenden:

„Denn grundsätzlich gilt für Referate, wie für vieles andere auch: von nichts kommt nichts. Wenn sich niemand mehr Mühe macht, wird sich am oft erbärmlichen Referats-Alltag nicht ändern.“ (Handbuch Lehre, S. 11)

Von nichts kommt nichts und wer Arbeit will, der findet auch welche, etc. Statt den Leistungsethos als solchen in Frage zu stellen, wird hier fleißig daran gebastelt, wie man ihm am besten entsprechen kann. An anderer Stelle (S. 13) wird zwar auch darauf verwiesen, dass Leistungsanforderungen nicht Selbstzweck sein können, kein Wort aber dazu, wie mit Dozierenden umzugehen ist, die sich dieser Erkenntnis verweigern.

„Die Dozierenden (…) sind häufig in der Vorbereitung zwar bereit zur Betreuung, aber verpflichten nicht dazu.“ (S. 10) (…)

„Nur mit einer zentralen Fragestellung und These gewinnen die in einem Referat vorgetragenen Sachverhalte an Kontur und werden kritisierbar. Deswegen sollte beides von Dozierenden im Vorfeld der Sitzung eingefordert werden.“ (S. 11)

Ja, da ist er wieder der Schrei nach der Autoritätsperson, die festzulegen hat, was sein soll und was nicht. Die Studierenden sollten selber in der Lage sein zu erkennen, dass eine Fragestellung und These essentielle Bestandteile eines Referats sind, sie brauchen dafür nicht eine Forderung vom Dozierenden. Ferner wäre es wirklich zu begrüßen, wenn Dozierende eine Betreuuung im Vorfeld der Referatserstellung anbieten würden, aber sollten sie deswegen die Referentinnen zur Teilnahme an einer solchen Betreuung verpflichten?

Wie war das noch mal vor einem Jahr mit den Forderungen? Ein „freies, selbstbestimmtes, emanzipatorisches Studium“? Daran gemessen ist dieses Papier das de facto auf noch mehr Regularien und Entmündigung der Studierenden hinausläuft ein echter Rückschritt.

Auf der Rückseite des Handbuchs kann man nachlesen, was die Autoren erreichen wollen:

„Unser Anliegen ist es eine Öffentlichkeit zu schaffen und Diskussionen über Lehre am OSI anzustoßen – wir möchten dafür den Ideenpool von Studierenden und Dozierenden zugänglich und so nutzbar machen. Dafür haben wir diese Broschüre geschrieben, die statt immer nur schlechte Lehre anzuprangern, positive Anregungen zu ihrer Verbesserung geben möchte. Durch eine große Verbreitung soll sie zu einer Diskussionsgrundlage werden. Dadurch möchten wir die Frage der guten Lehre als gemeinsame Aufgabe von Studierenden und Dozierenden etablieren.“

Okay, ihr habt also eine Broschüre geschrieben die vorhandene Probleme in der Lehre beschreibt und Ideen zu ihrer Verbesserung bereit hält. Hier wäre meine Frage: Was ist daran neu? Eigentlich sind das alles Binsenweisheiten. Sowohl die Probleme, als auch die Ideen wie man es besser machen könnte, sind ja schon länger bekannt. Ihr habt sie nun in einer Broschüre zusammengefaßt, gut soweit. Aber was jetzt?

Jetzt wird diskutiert. Genau, und was wird am Ende dabei herauskommen? Ich habe da so eine Ahnung. Der Teil der Dozentenschaft, der aufgrund eigener Erfahrungswerte bisher darauf verzichtet hat, eine Literaturliste, einen Seminarplan oder einen Reader bereit zu stellen, wird dies auch in Zukunft nicht tun. Der Teil der Dozentenschaft, der sich nicht übermäßig für einen alternativen Aufbau von Referats-Organisation interessiert hat, wird dies auch weiterhin nicht tun, usw.

Dieser gesamte Ansatz ist doch schon allein deshalb zum Scheitern verurteilt, weil er die Prämisse setzt, dass Studierende und besonders Dozierende, die sich bisher wenig bis gar nicht für „Best Practice“ Vorschläge interessiert haben, dies aufgrund dieses Handbuchs und der dazugehörigen Diskussionsveranstaltung nun auf einmal tun werden.

Meine These wäre also: Das Problem ist nicht eine mangelnde Erkenntnis, dass es in der Lehre Defizite gibt oder wie diese idealtypisch zu beseitigen wären. Das Problem liegt darin, diese Ideale dann im Lehralltag auch überall durchzusetzen. Es gibt Dozierende / Studierende die ohnehin offen für solche Veränderungen sind und sie auch ohne Handbuch ganz allein versuchen umzusetzen. Und es gibt andere Dozierende / Studierende, die sind weniger offen und werden sich auch nicht durch so ein Handbuch umstimmen lassen – teilweise auch aus gutem Grund, wie ich weiter oben versucht habe aufzuzeigen.

Podiumsdiskussion zum Thema „Bessere Lehre am OSI“

Dezember 5, 2006

Der Kommilitone Peter mailte mir (und anderen) mit der Bitte, auf eine Podiumsdiskussion am OSI aufmerksam zu machen. Dem komme ich natürlich gerne nach.

Auf dieser Podiumsveranstaltung soll das „Handbuch zur besseren Lehre“ offiziell vorgestellt werden, das die „AG Lehre“ erarbeitet hat. Nach dem ersten Institutstag begonnen hatte die AG Lehre ihr Papier bereits auf dem zweiten Institutstag im letzten Sommer zur Diskussion gestellt. Inzwischen sind die Ausarbeitungen abgeschlossen und das Buch liegt nun erstmals in gedruckter Version vor. Im Zuge der offiziellen Vorstellung gibt es am OSI nun auch eine Diskussionsveranstaltung. Marcel schreibt auf dem osi-protest-Verteiler:

„Im Rahmen der offiziellen Vorstellung des Handbuchs findet eine Podiumsdiskussion zu Lehre am OSI statt. Diskussionsthemen sollen unter anderem sein: Freiheit der Lehre-Freiheit zur schlechten Lehre? Wie können auch Studierende mithelfen bessere Lehre zu schaffen? Werden durch ein selbstbestimmtes, freies Studium Studierende sozial schwächerer Schichten benachteiligt, da Ihnen z.B. Voraussetzungen der Lernmethodik fehlen?“ (osi-protest Yahoogroup, message 2362, 04.12.)

Diskutanten sind Prof. Peter Massing (Geschäftsführender Direktor des OSI), Dr. Brigitte Berendt (Erziehungswiss.), Pia Garske (FSI OSI). Moderator ist Christian Haberecht. Natürlich wollen diese Diskutanten nicht nur mit sich selbst reden, sondern auch mit möglichst vielen Studierenden, kommt also zahlreich.

Ort und Zeit: Mittwoch, 13.12., 18 Uhr, OSI, Ihnestr. 21, Hörsaal A

McKinsey besucht das OSI

November 15, 2006

Nein, keine Angst, McKinsey kommt nicht um uns die letzten DozentInnen wegzurationalisieren (vorerst jedenfalls nicht…), sondern zum alljährlichen „Berufspraxistag“ mit dem bezeichnenden Untertitel „Zu allem fähig, zu allem zu gebrauchen? AbsolventInnen berichten über ihren Berufsweg“. Hier ein paar Auszüge aus dem Programm:

„Gastrede: Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik (Leiter der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik, Vorstand BMW a.D., Geschäftsführer Boeing Deutschland a.D.) (…) 3. Claudine Hengstenberg, Büroleiterin Dr. Lindner (…) 2. Alexander Thau, Berater, McKinsey (…) Moderation: Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer Dt. Franchise-Verband (…)“

Leider sind ein paar wichtige Unternehmen wie Krauss-Maffei Wegmann oder Heckler & Koch nicht vertreten, dort hätte man für Politologen womöglich auch Verwendung. Ebenfalls leider nicht vertreten sind moderne Thinktanks wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft oder die Bertelsmann Stiftung.

Wer trotzdem erfahren möchte, was z.B. ein Volontär bei der Märkischen Allgemeine Zeitung oder die Büroleiterin von Dr. Lindner über ihren spannenden Arbeitsalltag zu berichten wissen, der sollte sich am kommenden Freitag, 17.11.06 von 10:30 bis 19:00 Uhr in der Ihnestraße 21 einfinden.

P.S.: Wirklich interessant zu erfahren wäre, ob sich mehr OSIaner für den Berufspraxistag begeistern können, als für den Institutstag im letzten Semester.

Excessive access

August 19, 2006

Ich hab das Sommerloch genutzt, um das OSI Wiki mal wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Das Resultat: 36 topic saves und 81 File uploads (darunter allein 64 Fotos von beiden Institutstagen) *rofl*.

Die Sites über die neuen Professuren und den ersten Institutstag habe ich kosmetisch etwas überarbeitet, dann den zweiten Institutstag aus dem Institutstags-Blog transferiert (am meisten Zeit kostet das umformatieren). So dass jetzt also die Resultate von beiden Institutstagen vollständig (soweit sie erstellt wurden) im Wiki sind.

Ich habe dann noch zwei etwas größere Einträge zu den Themen SAP Campus Management und Web 2.0 Offensive angelegt. Hier die „major edits“ als direkte Links:

Dazu kommen kleinere, noch ausbaufähige Einträge zu den neuen Studienordnungen, dem MentorInnen-Porgramm und der OSI-Zeitung.

Wer hier im Blog und anderswo regelmässig vorbeischaut, für den wird da wenig Neues dabei sein (bis auf die ein oder andere kleine Perle vielleicht ;). In erster Linie richtet sich das Angebot des Wikis an Studierende die noch nicht uptodate sind (Erstsemester zum Beispiel).

Ansonsten klappt die Nutzung des Wikis ganz gut, wenn man sich etwas eingefuddelt hat. Nur manchmal zickt es, wenn man allzu arbeitseifrig wird:

„Your IP address is black listed at the TWiki web site due to excessive access or suspicious activities. Please contact site administrator wiki@splineNöHsPeHm.inf.fu-berlin.de if you got on the list by mistake.“

Waren dann wohl doch zu viele Attachments auf einmal *lol*.

Betriebsgeheimnisse von der Institutstags-Orga

August 5, 2006

Franziska said…

„Hallo, am vergangenen Dienstag haben wir gerätselt, woher du wissen konntest, dass Max den Blog führt. Dies ist nämlich auf jenem nicht ersichtlich. Relativ schnell fanden wir aber heraus, dass du dich auf unseren Verteiler ‚geschlichen‘ hattest. Wir würden gerne mal wissen, wer du bist. Wir kennen dich nicht und sind von Haus aus neugierig, vor allem seit du ‚Betriebsgeheimnisse‘ ausplauderst. ;)“

Man muss nicht mal angemeldet sein, um auf eurem Institutstags-Verteiler mitlesen zu können. Wenn ihr das unterbinden wollt, müsstet ihr als erstes die Einstellung so ändern, dass nur Mitglieder des Verteilers das Archiv einsehen können. In einem zweiten Schritt müsstet ihr dann sicherstellen, dass niemand ohne vorherige Genehmigung durch den Moderator auf den Verteiler kommt. Aber ich dachte eigentlich, der Institutstagsverteiler dient dazu, dass jedeR sich dort informieren kann, die Informationen folglich für die Öffentlichkeit gedacht sind.

Dass die Tatsache, dass Max den Institutstags-Blog führt ein „Betriebsgeheimnis“ ist, wusste ich nicht. Er hatte auf dem Verteiler bekannt gegeben, dass er den Blog aktualisiert hat. Da der Verteiler öffentlich zugänglich ist, bin ich davon ausgegangen, dass das jetzt nicht so die Insider-Info ist. Sollte das denn geheim bleiben?

Dass ich auf dem Verteiler bin, ist allein schon deshalb kein Geheimnis, da ich dort bereits mehrmals selber was gepostet habe und das auch schon im Zuge des ersten Institutstags. Ich bin ein „Spezialist“ fürs Campus Management und hatte im Zuge dessen auch einen kurzen Auftritt auf dem ersten Institutstag, doch da war die Idee Campus Management zu diskutieren leider schon wieder gestorben (es gab nicht genug Leute für die Arbeitsgruppe). Für den AStA-Potsdam sollte ich einen Vortrag übers CM halten, musste den Termin wegen Krankheit aber canceln.

Ansonsten habe ich einiges im OSI-Wiki gemacht, so z.B. die Ergebnisse des ersten Institutstags dort reingesetzt (davor war nur die ganze Orga-Sache vom Vorfeld drin), sowie die Seite zu den Berufungskommissionen ins Leben gerufen. Mein „Hauptengagement“ besteht aber sicherlich darin, Informationen rund ums OSI mit diesem Blog unters Volk zu bringen.

Ergebnisse des zweiten Institutstags liegen vor

Juli 26, 2006

Max hat Photos und Ergebnisse des zweiten Institutstags in den Institutstags-Blog gestellt.

Auf den Photos fällt als erstes die relativ schwache Beteiligung auf. Die sonst übervollen Seminarräume erscheinen auf den Photos fast leer, selbst im Hörsaal A blieben vorne viele Stühle frei. Viel fand aber offensichtlich auch draußen statt (nicht nur das Sommerfest). Die ganzen „heißen Bilder“ seien leider der Zensur zum Opfer gefallen, schreibt Max.

Im folgenden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen:

AG 1: Mentorenprog. für Erstsem. und ausländ. Studierende
AG 2: Lehre am OSI
AG 3: Studentische Seminare am OSI
AG 4: Informa. und Kommuni. im Rahmen student. Beteiligung
AG 5: Afrikalehre am OSI
AG 6: MA Politikwissenschaft / Diplom
AG 7: Umstrukturierungen am OSI
Präsentation der Umfrage

Handbuch für eine Gute Lehre am OSI

Juli 13, 2006

Gut 150 Personen haben sich gestern am Institutstag beteiligt, was nur eine kleine Minderheit der OSI-Studierenden ist. Vermutlich gibt es einfach nicht mehr Engagierte / Aktive die sich für die Gestaltung des OSIs interessieren – oder aber sie bezweifeln, dass der Institutstag irgend etwas verändern kann. Dabei hat der 1. Institutstag im letzten Semester deutliche Resultate gebracht: Das Mentorenprogramm für Erstsemester, das jetzt weiter ausgebaut werden soll, eine Kommission zur Ausarbeitung einer neuen Studienordnung unter maßgeblicher Mitwirkung von Studierenden, die erste Ausgabe der neuen OSI-Zeitung (dazu morgen mehr), etc.

Der gestrige 2. Institutstag diente nicht nur aber auch zur Präsentation der Ergebnisse des 1. Institutstags bzw. der Ergebnisse die die damals gegründeten AGs in der Zwischenzeit erzielt haben. Dazu zählt z.B. der Entwurf eines „Handbuchs für eine Gute Lehre“ in welchem die „AG Lehre“ ausgearbeitet hat, wie eine bestmögliche, einheitliche Struktur für die Lehre am OSI aussehen sollte.

Was für eine Lehre wollen wir? Welche Probleme gibt es häufig in Lehrveranstaltungen am OSI? Von der Seminarorganisation über Referate, Leistungsanforderungen, Feedback bis hin zu Methoden wird in diesem Papier der Status quo analysiert und wie er eventuell zu verbessern wäre. In diesem ersten Entwurf fehlen noch das Fazit und die Literaturangaben, ansonsten ist das Papier aber schon recht ausführlich ausgearbeitet und bietet interessante Diskussions-Ansätze.

Institutstag am 12. Juli

Juni 30, 2006

Nachdem der Institutstag im letzten Semester als Erfolg verbucht werden konnte (die wichtigsten „Errungenschaften“ sind sicherlich das neue Mentorenprogramm sowie die Initiative zu einer studentischen Mitarbeit an einer neuen Studienordnung), soll es diesem Semester auch wieder einen geben und zwar am 12.07.06.

Auf dem wiederbelebten Institutstags Blog können Interessierte den jeweils aktuellen Treffpunkt der Vorbereitungsgruppe in Erfahrung bringen. Wer sich engagieren möchte, kann einfach zu einem der Treffen kommen. Alternativ oder ergänzend kann man sich wie im letzten Semester auch über die entsprechende Yahoo Group über den aktuellen Stand der Dinge informieren. Über die Group wird auch regelmässig das vorläufige Programm versendet.

Auf dem Institutstag wird unter anderem die erste Ausgabe der OSI-Zeitung präsentiert, auch die Kommission zur Studienordnungsreform wird ihre ersten Entwürfe vorstellen. Anschließend gibt es wie im letzten Semester Arbeitsgruppen die sich mit Themen wie „Lehrevaluation und Weiterbildung für Dozierende“, „Studentische Seminare“, „MA-/Diplom-Politikwissenschaft“, etc. beschäftigen und abschließend ihre Ergebnisse in einer Präsentation darstellen. Ausklingen soll der Institutstag dann mit einem Sommerfest.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des letzten Institutstages findet sich im OSI Wiki.

Institutstag und neue Profs

Februar 4, 2006

Die Institutags-Nachbereitungsgruppe hat unlängst eine erste offizielle Zusammenfassung der Ergebnisse veröffentlicht. Die Dokumentation ist zwar noch nicht ganz vollständig, macht aber deutlich, um was es am Institutstag ging und welche neuen Projekte dabei angestoßen wurden. Ich habe den Bericht ins OSI Wiki gestellt.

Nicht am Institutstag besprochen, aber trotzdem ein wichtiges Thema sind zwei neu zu besetzende Professuren am OSI. Einmal soll einE NachfolgerIn für Prof. Dr. Elmar Altvater gefunden werden („Internationale Politische Ökonomie“). Bei der zweiten Stelle geht es um eineN NachfolgerIn für Prof. Dr. Martin Jänicke (Forschungsstelle für Umweltpolitik, FFU) und Prof. Dr. Barbara Riedmüller (vergleichende Politiklehre, VPL). Um hier alle Infos über die KandidatInnen und den Stand der Dinge in den beiden Berufungskommissionen sammeln zu können, habe ich zu dem Thema eine Extrarubrik im OSI Wiki eröffnet.

Institutstags-Ergebnisse (Preview)

Januar 27, 2006

Nach wie vor gibt es noch kein offizielles Papier, welches die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen am OSI-Institutstag zusammenfasst, dieses wird vermutlich erst am 01.02.06 vorliegen. Aus dem letzten Sitzungs-Protokoll der Institutstags-Nachbereitungsgruppe (ehem. Vorbereitungsgruppe) vom 19.01. geht allerdings in etwa hervor, was angedacht wurde und in Zukunft umgesetzt werden soll. Hier die wichtigsten Punkte.

Schwarzes Brett

Die Arbeit der einzelnen Gruppen soll auf einem schwarzen Brett im OSI-Foyer vorgestellt werden, so dass jedeR OSIanerIn sich bei Interesse einbringen kann. Die Finanzierung des Bretts wird durch das Dekanat gewährleistet. Für die inhaltliche Gestaltung ist zunächst die AG OSI Zeitung verantwortlich. Auch die OSI Website soll verbessert werden (womit vermutlich nicht das neue Design gemeint ist) und mehr Informationen bereitstellen (?).

Schriftliche Dokumentation der Ergebnisse

Die Ergebnisse des Institutstags sollen auch schriftlich dokumentiert werden und dann im Internet, auf dem schwarzen Brett und in der ersten Ausgabe der OSI-Zeitung veröffentlicht werden. Die Zusammenfassung und Struktur der Dokumentation wird auf der kommenden Sitzung der Nachbereitungsgruppe vorgestellt (Mittwoch, 01.02.06, 16.00 Uhr, Ihne21, HS A).

Überarbeitung der Studienordnung

Zur Überarbeitung der Studienordnung soll eine Kommission eingesetzt werden, die aus vier Dozierenden und vier Studierenden besteht. Der Institutsrat hat dies bereits abgesegnet, die neue Studienordnung wird jedoch selbst wenn sie schnell ausgearbeitet wird frühestens 2008 in Kraft treten können (siehe dazu Florians Eintrag im LHG OSI Blog).

Am Dienstag (24.01.) gab es ein „Nominierungstreffen“ auf welchem die studentischen Vertreter für die Kommission bestimmt werden sollten. Ronny berichtet, dass man zu dem Ergebnis kam, dass die Nominierten das Spektrum der OSI-StudentInnen möglichst gut repräsentieren sollen (Jung-/Alt-StudentInnen, m/w, etc.). Am Ende gab es eine Liste mit acht Namen, von denen dann vier in die Kommission gehen werden.

Die Kommission hat sich gestern Abend (26.01.) zum ersten Mal getroffen, über die Ergebnisse liegen mir noch keine Informationen vor. Diese und alle kommenden Sitzungen sind öffentlich, es ist ausdrücklich erwünscht, dass sich neben den acht offiziellen Mitgliedern auch noch andere Lehrende und Studierende einbringen.

Sollte die neue Studienordnung am Ende tatsächlich die Mitwirkung von Studierenden erkennen lassen, wäre dies ein bedeutender Schritt. Vielleicht würde dann zum ersten Mal eine Studienordnung in Kraft treten, die auch wirklich im Sinne der StudentInnen ist.

Mentorenprogramm für Studienanfänger

Für Studienanfänger soll es zukünftig ein Mentorenprogramm geben. Wie Ronny berichtet, soll einE MentorIn jeweils 3 bis 5 Studierende betreuen (so habe ich es zumindest verstanden, nur 3-5 insgesamt wären etwas wenig). Konkret soll der Mentor seinem Schützling bei der Studienplanung helfen, eine Orientierung im Studienfach geben und bei der wissenschaftlichen Arbeit helfen.

Die MentorInnen treffen sich regelmässig untereinander, mit ihren Schützlingen und mit lehrenden AnsprechpartnerInnen, die für Fragen zur Verfügung stehen. An Freiwilligen die sich als MentorIn zur Verfügung stellen wollen, scheint es keinen Mangel zu geben. Außerdem soll diesen ihr Engagement mit einem Praktikums- oder fachübergreifenden-Schein vergütet werden.

Vertrauensteam

Ein Vertrauensteam, bestehend aus je zwei Studierenden und Dozierenden, soll in Konfliktfällen neutral und aus der Distanz vermitteln und als Ansprechtpartner für Studierende dienen. Auch zu den oben beschriebenen MentorInnen soll das Team Kontakt pflegen. Die studentischen VertreterInnen im Team sollen von allen Studierenden gewählt werden. Bis es soweit ist, soll eine Übergangslösung gefunden werden.

Institutstag – Ein kurzer Rückblick

Januar 17, 2006

[Update siehe unten]

Ergebnislos habe ich heute on- und offline nach Resultaten des Institutstags Ausschau gehalten. Eine Woche danach findet sich bisher nur eine Sammlung von Fotos, die hauptsächlich Studierende in Diskussionsrunden und krakelige Wallpapers zeigen. Offenbar scheint das noch etwas zu dauern, mit der schriftlichen Ausarbeitung (ich würd ja mithelfen, aber solange nicht mal Entwürfe über die Mailing Listen verteilt werden, ist das schwer).

Stattdessen musste ich mich dann mit Hochglanzlektüren wie „High Potential“ durch eine akademische Pause schlagen. Magazine die so schleimig und oberflächlich sind, dass sie einem ständig durch die Finger zu gleiten scheinen. Dass solche Karriere-Planer-Borschüren („Vordiplom mit 18“, „Bewerbungstipps“, „Schöner arbeiten bei der Lufthansa„, „Welches Giro-Konto ist für Studierende das richtige?“ usw.) bei Juristen, Wirtschaftswissenschaftlern und Hertieanern auf Interesse stoßen, kann ich mir noch halbwegs vorstellen – aber bei OSIanern? Vermutlich längst Realität, allerdings beruhigt die Tatsache, dass gerade diese Magazine achtlos liegengelassen werden, interessantere und substanziellere Sachen sind dagegen schnell vergriffen. Jetzt wo es so kalt draußen ist, könnte man doch für die Raucher eine alte Öl-Tonne vor dem OSI aufstellen, bei einem wärmenden Feuer würde man dann all diesen nutzlosen Schund verheizen, an Nachschub scheint ja zumindest kein Mangel zu herrschen.

Zurück zum Institutstag. Es gab sehr viele, interessante, anregende Diskussionen. Trotzdem bleibt das mulmige Gefühl zurück, dass auch hier mal wieder viel geredet wurde, ohne dass es am Ende eine nennenswerte Verbesserung des Status quo geben wird. Sicherlich ist es noch zu früh das zu beurteilen, trotzdem riecht es schon jetzt nach einem Luft-Guitarren-Solo.

Ich war mal wieder zu spät (auch dies eine Erscheinung, die in der komplett durchmodularisierten Folgegeneration zunehmend ausstirbt) und musste feststellen, dass die AG Campus Management wegen mangelndem Interesse überhaupt nicht zu stande gekommen war. Was die durch mich und andere vertretene Position, dass dieses Thema immer noch breite Kreise der FU-Studentenschaft umtreibt, natürlich stark unterminiert.

Also landete ich in der AG Studienordnungen deren TeilnehmerInnen sich in einer „gruppentherapeutischen“ Sitzordnung (sprich: im Kreis) versammelt hatten – der ultimative Abturner für jeden latent Soziophoben, den solche affektierten Versuche eine etwas vertrautere, heimelige, vermeintlich gesprächsoffenere Atmosphäre zu schaffen natürlich gruseln müssen. Sei’s drum, eine etwas nerdfreundlichere Umgebung zu schaffen, kann schwerlich die Intention einer sozialwissenschaftlich geprägten Diskussionsrunde sein.

Inhaltlich war die Diskussion durchaus sehr interessant, es wurden zentrale Probleme der neuen Studienordnungen thematisiert, wobei ich manchmal den Verdacht hatte, die Probleme liegen noch tiefer. Denn die beschriebene Verschärfung der Studiensituation hat auch etwas damit zu tun, dass viele von Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft zerfressende StudentInnen in vorauseilendem Gehorsam versuchen, diesen Studienordnungen mehr als gerecht zu werden.

Prof. Risse sprach von einem Missverständnis, wenn Erstis versuchen, ihre übrigstehenden Soll-SWS mit irgendwelchen Bonus-Veranstaltungen aufzufüllen (anstatt mit der Vor- und Nachbereitung der Soll-Veranstaltungen – die dann natürlich auch noch zusätzlich geleistet wird). Es wurde dann jedoch schnell deutlich, dass viele Erstis sich offenbar von DozentenInnen zappelig quatschen lassen, die die Notwendigkeit von möglichst vielen Praktika, Fremdsprachenkenntnissen, etc. überbetonen („Wenn Sie nicht mindestens drei Sprachen sprechen, haben Sie gar keine Chance“, bla). Das ist nicht neu, neu ist nur, dass Erstis das offenbar zunehmend ernstnehmen und sich dann z.B. mit diversen Zusatzveranstaltungen wie Sprachkursen zuschütten, welche aufaddiert das zu schaffende Pensum schlicht weg sprengen.

Mein Vorschlag wäre den Erstis zukünftig z.B. einfach Lafargues „Das Recht auf Faulheit“ ohne etwas Ähnliches in die Hand zu drücken, einfach um ihren übereifrigen Drang ein wohl funktionierendes Rädchen werden zu wollen zumindest ein wenig bremsen zu können.

Update 19.01.06:

Meine Unkenrufen waren wohl doch etwas verfrüht, offenbar hat der Institutstag tatsächlich ganz konkrete Entwicklungen angestoßen. Florian berichtet im LHG OSI Blog, dass der IR beschlossen hat, dass eine neue Studienordnung ausgearbeitet werden soll und vermutlich im April 2007 in Kraft treten wird. Die beauftragte Kommission zur Ausarbeitung soll paritätisch mit jeweils vier Dozierenden und Studierenden besetzt werden, was ein wirklich nennenswerter Fortschritt wäre – unterstellt, dass die Studienordnung am Ende dann auch tatsächlich eine studentische Mitwirkung erkennen lässt.

Institutstag

Januar 5, 2006

Am kommenden Mittwoch, den 11.01.06, findet am OSI ein Institutstag statt. In Arbeitsgruppen und Workshops wird über die gegenwärtige und zukünftige Struktur des OSIs diskutiert. Was ist die aktuelle Situation? Wo bestehen Probleme? Wie können diese gelöst werden? Was kann man verbessern? Wie stellen sich Studierende und Lehrende die Zukunft des Instituts vor?

Der Institutstag wurde vor dem Hintergrund zahlreicher problematischer Entwicklungen in der jüngsten Vergangenheit angesetzt. Dies betrifft die Einführung der neuen modularisierten Studiengänge mit ihren verschärften Studienordnungen, die drohende Abschaffung des Diploms, die Beschäftigunssituation für Lehrende und studentische Hilfskräfte, das Campus Management, die Ausgestaltung der Lehre usw.

Informationen über Organisation und Inhalt des Institutstages finden sich im OSI-Wiki:
http://wiki.spline.de/twiki/bin/view/OSIWiki/InstitutsTag

Das Programm kann hier eingesehen werden:
http://wiki.spline.de/twiki/bin/view/OSIWiki/Programm

Die Organisation wurde über eine Yahoogroup koordiniert, auf der man auch Nachfragen stellen kann:
http://de.groups.yahoo.com/group/osi-institutstag/

Ferner gibt es noch einen Blog, der aber etwas verwaist erscheint:
http://institutstag.blogspot.com/

Alle OSI-Studierende, die sich für die Zukunft des Instituts interessieren und die mit den aktuellen Entwicklungen unzufrieden sind, sollten versuchen sich in eine der Arbeitsgruppen einzubringen um an konkreten Verbesserungsvorschlägen mitzuarbeiten und an Plänen für die zukünftige Ausgestaltung des Instituts mitzuwirken.