Archive for the ‘CeDiS’ Category

Blackboard-Zugang ab Dezember nur noch über ZEDAT-Account

November 10, 2007

Wie das LMS Support-Team des CeDiS in einer Mail an alle Blackboard-NutzerInnen mitteilt, werden die Blackboard-Accounts in diesem Semester wie geplant auf die ZEDAT-Accounts umgestellt (siehe „Blackboard-Zugriff ab jetzt über ZEDAT-Accounts“). Der Login erfolgt dann also auch bei Blackboard nur noch mit den ZEDAT-Zugangsdaten. Anfang Dezember soll es soweit sein:

„Sie koennen diese Umstellung auch von uns, dem Center für Digitale Systeme (CeDiS), automatisiert vornehmen lassen. Dies wird voraussichtlich in vier Wochen geschehen.“ („Umstellung Ihres Blackboard-Accounts“, CeDiS Infomail, 08.11.07)

Probleme könnte es nach Angaben des Support-Teams nur bei Personen geben, die zur Zeit mehr als einen Account im Blackboard haben. Denn es kann jeweils nur ein Blackboard-Account auf einen ZEDAT-Account umgelegt werden. Um sicherzugehen, dass in diesem Fall nicht aus Versehen der falsche Blackboard-Account übernommen wird, sollten Betroffene ihren Account lieber bereits jetzt manuell umstellen (sofern sie es nicht schon getan haben). Dies lässt sich nach einem Blackboard-Login relativ leicht bewerkstelligen:

„Auf der Eingangsseite haben Sie auf dem Reiter ‚Mein Campus/My Institution‘ in dem Kaestchen mit der Ueberschrift ‚Umstellung der Zugangsdaten auf den ZEDAT Account‘ die Moeglichkeit, dies einfach und zuverlaessig zu tun.“ („Umstellung Ihres Blackboard-Accounts“, CeDiS Infomail, 08.11.07)

Die Ankündigung dieser Fusion (der weitere im Kontext der Schaffung eines zentralen Studierendenportals folgen werden) hatte im WS 06/07 zu einer Kontroverse geführt. Seitens ZEDAT wurde damals jedoch betont, dass es hier nicht um eine Zusammenlegung von Datenbanken geht (siehe „ZEDAT-Blackboard-Fusion führt nicht zu Datenbank-Fusion“).

Blackboard-Daten und Campus-Management-Daten landen also z.B. nicht zusammen in einer Datenbank. Die Authentifizierung erfolgt jedoch einheitlich über den ZEDAT-Account. Einerseits sind die Datenbanken also unabhängig voneinander, andererseits erfolgt der Zugang zu den Daten mit einem zentralen Authentisierungsverfahren. Was einigen KritikerInnen sicherlich immer noch datenschutztechnische Bauchschmerzen bereiten drüfte.

Demgegenüber steht die Bequemlichkeit, nicht mehr mit zig verschiedenen Benutzernamen und Passwörtern operieren zu müssen, sondern am Ende des Tages alle IT-Dienste der FU mit einem zentralen Account nutzen zu können.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

E-Learning kostet an der FU jährlich 400.000 Euro

Juli 6, 2007

Der Kommilitone Fabian Reinbold hat nachgelegt und seine Berichterstattung über die Web-2.0-Ambitionen der FU (siehe „Re: Hier bloggt die Uni“) ausgebaut. Im gestrigen Tagesspiegel erschien ein ausführlicher Artikel von ihm zum „E-Learning 2.0“-Projekt an der FU:

„Dahinter verbirgt sich der Einsatz von Kommunikationsmitteln wie Blogs, Wikis oder Podcasts in der Lehre. Diese haben das Internet in den letzten Jahren zum Web 2.0 weiterentwickelt, in dem ehemals passive Nutzer nun eigene Inhalte erstellen (wie im Online-Lexikon Wikipedia) und sich in Netzwerken wie der Videoplattform YouTube austauschen. Genau das soll nun im E-Learning passieren: Studierende erarbeiten gemeinsam Wissen und tauschen sich darüber aus. Nicht länger soll der Professor allein das Material bereitstellen.“ (tagesspiegel, 05.07.07)

Fabian verweist zurecht darauf, dass das zur Zeit noch lange nicht die Realität ist. Dass die Verwendung von virtuellen Lernplattformen (bei uns das Blackboard) nur eine Komponente von vielen ist, um E-Learning zu praktizieren. Andererseits bietet Blackboard ja durchaus bereits jetzt diverse Funktionen, die über das einfache bereitstellen von Material hinausgehen. Studis können sich im jeweiligen Kurs mit ihren KommilitonInnen und dem/der Dozierenden austauschen, etwa in einem Chat oder in einem Forum. Der entscheidende Punkt ist nur: Sie tun es nicht.

Wenn man bedenkt, wie lange das Blackboard jetzt schon in Betrieb ist und wie wenig seiner Funktionalität ausgeschöpft wird, lässt dies für die Zukunft nichts Gutes erahnen. CeDiS macht hier nur quantitative, nicht qualitative Fortschritte. D.h., Blackboard wird zwar in immer mehr Lehrveranstaltungen benutzt, doch i.d.R. nur mit seinen Grundfunktionen (dem Austausch von Lehrmaterial und für organisatorische Ankündigungen).

„Grune [vom MLZ der HU; Anm. FUwatch] sieht den Pluspunkt darin, ‚dass die Dozenten nicht länger Alleinunterhalter sind‘. Doch es bleibt ein didaktischer Schritt, die Studierenden zu aktiver Teilnahme und Austausch zu motivieren.“ Sehr richtig, nur waren die Dozierenden ja nie „Alleinunterhalter“, im Gegenteil wird ja ein Großteil der Lehrveranstaltungen (in Seminaren natürlich mehr als in Vorlesungen) seit jeher durch Studierende gestaltet. Trotzdem scheinen diese nicht übermäßig motiviert, z.B. eine im Seminar wegen Zeitmangels abgebrochene Diskussion in der virtuellen Sphäre fortzusetzen.

Und auch wie das mit dem begleitenden Einsatz von Blogs bei Lehrveranstaltung ablaufen soll, bleibt noch dunkel. Fabian stellt heraus:

„E-Learning 2.0 als Wundermittel gegen die Anonymität der Berliner Massenuniversitäten? So einfach ist es wohl nicht. Ein typisches Lernszenario aus der 2.0-Welt – Studierende dokumentieren ihren Lernfortschritt in einem Blog und bekommen regelmäßig Feedback vom Dozenten – lässt sich schwer auf die Berliner Unirealität übertragen. In den Geisteswissenschaften etwa muss ein Professor nicht selten 100 Teilnehmer im Seminar betreuen. Er käme mit dem Bloggen wohl nicht mehr hinterher.“ (tagesspiegel, 05.07.07)

Zudem weniger web-affine Zeitgenossen sicherlich argumentieren würden, dass es die Anonymität eher noch verstärkt, wenn Studierende untereinander oder mit Dozierenden abstrakt im virtuellen Raum kommunizieren. Der Erfolg von Blogs im Lehreinsatz bleibt jedenfalls zweifelhaft.

Betont wird im Artikel auch die Notwendigkeit eines Mischsystems aus Präsenzveranstaltungen und virtuellen Möglichkeiten. Auch das ist ein inzwischen alter Hut, der unter dem Begriff „Blended Learning“ subsumiert wird.

Die interessanteste Information die man aus dem Artikel ziehen kann ist sicherlich die, dass der ganze Spaß die FU jährlich 400.000 Euro kostet. Eine Summe die in keinerlei Verhältnis zudem steht, was die FU tatsächlich in Sachen E-Learning auf die Reihe kriegt. Was für ein Irrsinn, besonders wenn man sich überlegt, was die Summe an anderer Stelle in der Uni vielleicht positiv bewirken könnte.

Die Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass die E-Learning-Angebote an der FU nur so schleppend angenommen werden ist natürlich nicht, dass der Bedarf an E-Learning vielleicht einfach nicht so groß ist oder dass die CeDiS nicht besonders erfolgreich ist beim Versuch ihre Dienstleistungen und Produkte den Studierenden und Dozierenden näherzubringen. Nein, die Schlussfolgerung ist, dass man einfach so weiter macht wie bisher, seine Bemühungen vielleicht sogar intensiviert (= noch mehr Geld verheizt), aber eben keinesfalls, dass man ernsthaft darüber reflektieren sollte, warum es so offenbar einfach nicht funktioniert.

Zumindest FU-Präsident Lenzen scheint dieses fortlaufende Pushen von Bloatware die eigentlich keiner braucht positiv zu finden: Nach Informationen von FUwatch möchte er den CeDiS-Leiter Dr. Nicolas Apostolopoulos angeblich zum Ehrenprofessor ernennen – und zwar im Bereich Erziehungswissenschaft. Natürlich, was liegt auch näher, wo Apostolopoulos doch so bahnbrechende Erfolge im Bereich E-Learning gefeiert hat…

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

CeDiS streicht Zensurpassus aus den Nutzungsbedingungen

Juni 25, 2007

Andrew Welsh-Huggins und Jochen Leffers schreiben in einem Spiegel-Online Artikel über Blog-Systeme an us-amerikanischen Universitäten und dass dort StudentInnen teilweise sogar fürs bloggen bezahlt werden – selbst dann wenn sie sich negativ über die eigene Uni äußern und Missstände anprangern.

Die Uni-Administration betrachtet dies laut den Autoren als Werbung für die „MySpace-Generation“, die bevor sie sich an der Universität bewirbt schon mal einen ungefilterten Blick auf den Campus-Alltag werfen kann. Anders als konventionelle Werbe-Broschüren wirken die Blogs authentischer, weil hier eben nicht nur „Heile-Welt-Darstellungen“ zu lesen sind. Würde man dagegen versuchen, die Blog-Postings in eine rein positive Richtung zu drücken, würde dies spätestens auffliegen, wenn die Differenzen zu Äußerungen auf externen Portalen (MySpace, Facebook, etc.) deutlich werden.

Ob das wirklich so abläuft wie geschildert, sei mal dahin gestellt (die Aufmachung der Blogs wirkt jedenfalls auffällig glatt). Die Artikel-Autoren verweisen aber auch auf den Umstand, dass die deutschen Universitäten noch weit davon entfernt sind, den Web-2.0-Technologien einen ähnlichen Stellenwert einzuräumen. Und wie könnte es anders sein, fällt der Blick hier natürlich auf das neue Weblog-System der FU.

„Noch ist das Web-2.0-Projekt der FU eher öde Begleitmusik zur Lehre und Forschung und ganz weit weg von der stark studentischen Bloggerszene. Es müsste kräftig wachsen und neue, weniger staubige Wege einschlagen, damit sich Studenten dort tatsächlich beteiligen und vernetzen. Dann erst würde sich auch entscheiden, was die Meinungsfreiheit, auf die Blogger große Stücke halten, an der Freien Universität wirklich wert ist.

So hieß es zunächst in den Nutzungsbedingungen: „Eine missbräuchliche Nutzung liegt insbesondere vor, wenn über das Blog (…) das Ansehen der Freien Universität Berlin geschädigt wird oder die Nutzung ihren Interessen entgegensteht.“ Das kann vieles bedeuten – in seinem Blog „FUwatch“ kommentierte Niklas Fichtenberg diesen Passus als ‚Steilvorlage für Zensur‘. Prompt wurden die Nutzungsbedingungen renoviert; nun geht es bei der „missbräuchlichen Nutzung“ nur noch um mögliche Rechtsverstöße wie Pornographie, verfassungswidrige Propaganda, Beleidigung oder Verleumdung.“ („Bloggen für eine Handvoll Dollar“, Spiegel Online, 24.06.07)

Und tatsächlich, ein Blick in die Nutzungsbedingungen (wahlweise hier oder hier) zeigt, dass CeDiS den besagten Zensurpassus still und heimlich entfernt hat (auf dem Admin/Support-Blog ist die Änderung jedenfalls nicht angekündigt, obwohl dies laut §9 Absatz 3 ja eigentlich passieren sollte). Offenbar hat man also doch ein Einsehen gehabt, dass eine solch restriktive Formulierung in den Nutzungsbedingungen der Idee hinter dem Blogging zuwider läuft.

Was Leffers in seinem Artikel vernachlässigt ist sicherlich der Umstand, dass Deutschland blog- bzw. Web-2.0-technisch den USA generell hinterhinkt. Exemplarisch kann man dies am Blog-Einsatz im Wahlkampf verdeutlichen. Der deutschen Blogosphäre kommt hier immer noch nicht der gleiche Stellenwert im deutschen Wahlkampf zu, wie der us-amerikanischen Blogosphäre im US-Wahlkampf. Zwar gibt es auch hier in Deutschland zunehmend den Versuch Blogs, Wikis, etc. in Kampagnen mit einzubeziehen (vgl. z.B. Falk Lüke), doch reicht der mediale Einfluss deutscher Blogger bei weitem noch nicht an den medialen Einfluss us-amerikanischer Blogger heran.

Dies lässt sich nun auf andere Bereiche übertragen, die die Blogosphäre tangiert, so eben auch der Einsatz im Kontext von Lehre und Forschung. Selbst wenn die FU nun also in Sachen Blogs „weniger staubige Wege einschlagen“ würde (wie es etwas nebulös im Artikel heißt), wird sie damit nicht weit kommen, wenn die Studierendenschaft selbst noch etwas „staubig“ ist. Der grundsätzliche Irrtum liegt in der Annahme, die „jungen Leute von heute“ sein per se alle neuen Medien, Techniken und Kommunikationsformen aufgeschlossen (was ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung in Abrede stelle). Die viel beschworene „MySpace-Generation“ ist eben im deutschen Sprachraum noch nicht ähnlich dominant wie im angelsächsischen Raum.

Die Entschärfung der Nutzungsbedingungen seitens der FU war sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die grundsätzliche Problematik, dass Blogs in der Lehre nicht so viel Sinn machen bzw. von der Studierendenschaft nur schleppend angenommen werden, löst das noch nicht. Allerdings erhöht eine Betonung / Sicherstellung von Meinungsfreiheit zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass einige ohnehin blog-affine Studierende auch an der Uni einen persönlichen Blog starten.

Die zentrale Frage ist dann, ob man darauf setzt, dass Blogs auch unter deutschen Studierenden zunehmend auf Interesse stoßen werden, die Investition in ein uni-eigenes Blog-System sich also lohnt, oder ob die Anzahl tatsächlich regelmässig bloggender Studierender konstant niedrig bleibt. Im letzteren Fall stellt sich dann die Frage, ob die Mittel nicht anderswo besser eingesetzt wären. Selbst am MIT erfreuen sich die hauseigenen Blogs laut Artikel einerseits zwar großer Beliebtheit, andererseits bloggen aber insgesamt nur 15 Studierende.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Fortschritte im Konjunktiv – Die Ergebnisse der neusten CeDiS-Umfrage

Juni 6, 2007

Nachdem CeDiS bereits im Sommersemester 2006 eine Online-Umfrage zum Thema e-Learning unter Studierenden durchgeführt hatte (Ergebnisse hier, ab Seite 18), wurde im Wintersemester 06/07 eine zweite Umfrage gestartet, die sich erstmals auch an die Dozierenden richtete (siehe „CeDiS startet neue Umfrage zum Thema e-Learning an der FU“). Inzwischen liegen die Ergebnisse vor.

An der Studierenden-Umfrage vom 05.02.07 bis zum 23.02.07 haben sich fast 1100 KommilitonInnen beteiligt. Weiter heißt es:

„Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer gab an, dass der Einsatz von e-Learning ihnen Wege und Zeit erspart hat und eine Arbeitserleichterung darstellt. Der e-Learning Einsatz ist für die Studierenden also mit einem echten Mehrwert verbunden. Für die Einsatzbereiche Kommunikation und Kooperation, deren Nützlichkeit in der ersten Umfrage des Sommersemesters 2006 eher kritisch bewertet wurde, konnten wertvolle Hinweise für Verbesserungsmöglichkeiten gewonnen werden. Die allermeisten Studierenden sind davon überzeugt, dass der Einsatz von Online-Kommunikation das Potenzial besitzt, die Betreuung durch die Lehrenden und die Zusammenarbeit mit den Kommilitonen/innen zu verbessern.“ (CeDiS-Zusammenfassung)

Besonders diese Geschichte mit den Defiziten in Sachen „Kommunikation“ und „Kooperation“ scheint CeDiS umzutreiben. Die Antwort ist eine Umfrage, in der zum einen deutlich wird, dass eine Mehrheit der Studierenden es sehr wohl für möglich hält, dass der Einsatz von Online-Technologien zur Unterstützung von Kommunikations- und Kooperationsprozessen die Lehre verbessern könnte (Online-Kommunikation und Kooperation), zum anderen aber auch klar wird, dass das an der FU durch den Einsatz von Blackboard nicht wirklich passiert (Mehrwerte des Einsatzes der zentralen Lernplattform Blackboard, Gesamtbewertung des e-Learning Einsatzes).

Man stellt also fest, dass es theoretisch durchaus möglich ist die Kommunikation und Kooperation durch den Einsatz von „Online-Technologien“ zu verbessern und hofft dass es dann weniger auffällt, dass gerade die Bereiche zur Kommunikation (Chat, Forum, Email, etc.) gegenüber der Basisfunktion (dem Bereitstellen von Downloadmaterial) zurückstehen. Gerade im interessanten Bereich der Kommunikation und Kooperation war die Frage eben nicht „Hat die Online-Kommunikation über Blackboard die Zusammenarbeit verbessert?“, sondern „Kann die Online-Kommunikation die Zusammenarbeit verbessern?“. Erst bei der Frage nach den „Mehrwerten des Einsatzes der zentralen Lernplattform Blackboard“ werden die Defizite im Bereich Kommunikation dann indirekt deutlich. Hier zeigt sich beim Punkt „Verbesserung der Zusammenarbeit mit den KommilitonInnen“ die geringste Zustimmung, was nichts anderes meint, als dass die Kommunikation und Kooperation nicht funktioniert.

Die Dozierenden-Umfrage wurde vom 21.02.07 bis zum 30.03.07 durchgeführt, es beteiligten sich über 300 Lehrende aus allen Fachbereichen und Zentralinstituten. CeDiS fasst zusammen:

„Von den Lehrenden, die im Wintersemester 2006/2007 die Lernplattform Blackboard aktiv genutzt haben, hat sich mehr als jeder fünfte an der Umfrage beteiligt. Erfreulicherweise haben sich auch zahlreiche Professoren/innen die Zeit genommen, den Online-Fragebogen auszufüllen (N=57). Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass die allermeisten Umfrageteilnehmer positive Erfahrungen mit dem Einsatz von e-Learning gemacht haben: e-Learning war nützlich für die Vermittlung der Lehrinhalte, hat die zeitliche Flexibilität erhöht und die mehrfache Nutzung des erstellen Lehrmaterials unterstützt. Insgesamt ist eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer der Meinung, das e-Learning große Potenziale für den gesamten Lehr-Lern-Prozess birgt.“ (CeDiS-Zusammenfassung)

Jaja, natürlich birgt „e-Learning große Potenziale für den gesamten Lehr-Lern-Prozess“, die viel interessante Frage ist jedoch, inwiefern diese Potenziale an der FU auch genutzt werden bzw. die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Und hier lesen wir:

„Am häufigsten werden konventionelle Lehrmaterialien wie Texte und Präsentationsfolien sowie Ankündigungen über organisatorische Aspekte und aktuelle Ankündigungen zur Lehrveranstaltung online verfügbar gemacht. Aber auch die Beratung und/oder Anleitung von Studierenden und die Bereitstellung multimedialer Lehrmaterialien wurde von rund der Hälfte der Umfrageteilnehmer bereits online umgesetzt. Das technisch sehr anspruchsvolle Distance Teaching wird bisher nur von sehr wenigen Lehrenden genutzt.“ (Formen des e-Learning-Einsatzes)

97% der Befragten nutzen Blackboard zur Bereitstellung von konventionellen Lehrmaterialien, gut 90% zur Verteilung von Informationen, 55% zur Beratung, 28% zur Durchführung von Umfragen, 17% für Tests und Prüfungen und nur 2% für Distance Teaching. Konkret sieht „E-Learning“ an der FU also wie folgt aus: Dozierende und Studierende laden Lernmaterialien in das System, wenn es hoch kommt gibt es mal einen kurzen Wortwechsel im Forum (und „kurz“ meint, es kommt nicht wirklich eine Diskussion zustande) und der/die Dozierende postet hin und wieder ein Annoucement. That’s it.

„Die allermeisten Umfrageteilnehmer stimmen darin überein, dass e-Learning für die Vermittlung von Lehrinhalten sehr nützlich ist, die mehrfache Nutzung des erstellen Lehrmaterials unterstützt und eine größere zeitliche Flexibilität mit sich bringt. Fehlende Computerkenntnisse und Zeitmangel scheinen für viele Lehrende keine entscheidenden Hemmnisse für den e-Learning Einsatz zu sein, allerdings würden die meisten e-Learning stärker einsetzen, wenn sie mehr Unterstützung – personell, technisch oder finanziell – erhalten würden.(Bewertung der bisherigen Erfahrungen)

Okay, das mit den „fehlenden Computerkenntnisse“ ist so eine Sache. Wenn es darum geht, den Blackboard-Course nach seiner Einrichtung vernünftig zu konfigurieren, weisen nach meiner persönlichen Erfahrung die meisten Dozierenden Defizite auf. Funktionen liegen brach, weil sie nicht freigeschaltet werden (etwa das Forum). Es mangelt entweder an der Fähigkeit oder an der Bereitschaft zur Autodidaktik. Selbst wenn das aber nun durch die gewünschte Intenvisierung einer personellen, technischen oder finanziellen Unterstützung kompensiert werden könnte, stellte sich immer noch das Problem, dass es von den Studierenden wenig angenommen wird.

Man sollte in diesen Umfragen einfach mal fragen:

  1. Basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen mit Blackboard in der Lehre: Denken Sie, dass eine einfache Plattform zum Bereitstellen von Dateien durch Studierende / Dozierende, die zusätzlich einen integrierten Email-Verteiler besitzt, anstelle des Blackboards ausreichen würde? Ja, Nein, Weiß nicht.
  2. Entspricht die Art und Weise wie Sie zur Zeit Blackboard in der Lehre nutzen ihrer persönlichen Vorstellung dessen was „e-Learning“ ausmachen sollte? Ja, Nein, Weiß nicht.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Re: Hier bloggt die Uni

Juni 2, 2007

Als der Kommilitone Fabian Reinbold Anfang Mai anfragte, ob ich mich nicht wegen eines Artikels den er für den Tagesspiegel schreiben wolle mit ihm treffen könnte, ahnte ich schon nichts Gutes, denn er räumte gleichzeitig freimütig ein, „kein Blog/Web-Experte“ zu sein. Da ich zudem ein angespanntes Verhältnis zum Tagesspiegel wegen seiner „präsidiums-affinen“ Berichterstattung habe, sparte ich mir das Treffen (siehe „Raumplan für G8-Themenwoche veröffentlicht / Tagesspiegel sucht FU-Blogger“).

Traditionell sind Blogger und Journalisten meist nicht allzu gut aufeinander zu sprechen, wofür es diverse Gründe gibt (vgl. z.B. Mario Sixtus: „Die ungleichen Brüder“, heute.de, 25.01.05; okay, vielleicht etwas überholt, aber es reicht, um die Spannungslinien nachzuvollziehen). Wenn man nun aber schon einen Nicht-Blogger über Blogs schreiben lässt, sollte dieser Nicht-Blogger sich vielleicht wenigstens etwas in die Materie eingearbeitet haben. Ansonsten kommen dann zwangsläufig Zeilen wie folgende zu stande:

„Tagebücher sind Privatsache? Das war einmal. Heute leben wir im Zeitalter der Blogs. Solche Online-Tagebücher sind für jedermann einzusehen.“ (Tagesspiegel, 31.05.07)

Über die Phase Blogs als „Online-Tagebücher“ zu definieren ist man eigentlich schon lange hinaus, das ist inzwischen selbst bei den meisten nicht-bloggenden Journalisten die sich mit der Blog-Materie auseinandersetzen Common sense. Treffender ist da schon der Nachsatz in dem Fabian von „Kommunikationsmitteln“ schreibt.

„Vor kurzem hat die Freie Universität ein zentrales Blogsystem eingerichtet. Lehrende, Studierende und Mitarbeiter sollen dort ihren persönlichen Blog führen und sich untereinander austauschen. Das ist die Vision. Die Realität sieht momentan noch anders aus. Die Plattform läuft im Probebetrieb und gerade einmal zehn aktive Weblogs sind registriert.“ (Tagesspiegel, 31.05.07)

Gut, hier wäre zunächst die Frage wie man „aktiv“ definiert, „registriert“ sind inzwischen jedenfalls 75 Blogs (und nicht 10), wie ein Blick auf blogs-fu-berlin.de verrät (Mitte April waren es roundabout 12, Mitte Mai schon 69). Wirklich „aktiv“ ist allerdings kein einziges – ausgenommen von denen die von CeDiS-MitarbeiterInnen selbst betrieben werden vielleicht.

Viel interessanter erscheint jedoch die Frage nach dem „Warum“. Warum wird das Blog-System nur so schleppend angenommen? Liegt das wirklich nur daran, dass das System sich noch in einer Testphase befindet? Hier hätte sich der Kommilitone Fabian auf FUwatch schlau machen und wenigstens einen Satz dazu verlieren können, dass es offensichtlich weder in der Dozierenden- noch in der Studierenschaft einen größeren Bedarf nach einem FU-eigenen Blog-System gibt – was sich auch in Zukunft nicht großartig ändern wird. Die geringe Anzahl der bisher registrierten und tatsächlich geführten Blogs scheint dies bereits zu implizieren, allerdings zaubert das CeDiS hier natürlich sofort seine Lieblingsargumente aus der Tasche: 1) Es braucht Zeit bis sich das Blog-System etabliert hat, 2) Es ist momentan nur in einer Testphase, 3) Wir führen bereits Dozierenden ins Bloggen ein.

Interessant wäre gewesen zu erfahren, was genau die FU sich den Spaß eines eigenen Blog-Systems eigentlich kosten lässt. Stattdessen liest man:

„Können FU-Angehörige auch im zentralen Blogsystem die eigene Uni nach Lust und Laune kritisieren? Was erlaubt sein soll, ‚wird momentan zwischen der Unileitung und Cedis diskutiert‘, sagt Apostolopoulos. Die Nutzungsbedingungen enthalten bereits einen Passus, der es als ‚missbräuchliche Nutzung‘ definiert, wenn im Blog ‚das Ansehen der Freien Universität Berlin geschädigt wird oder die Nutzung ihren Interessen entgegensteht‘. Die Blogs auf der offiziellen Plattform sollen auch in der Lehre genutzt werden. Cedis führt bereits Dozenten in das Bloggen ein.“ (Tagesspiegel, 31.05.07)

Der Hinweis auf den Zensur-Passus in den Nutzungsbedingungen ist ja richtig und lobenswert, nur wird nicht wirklich deutlich, was für Konsequenzen das hat und dass es sich für die studentische FU-Hochschul-Blogger-Szene allein wegen eines solchen Passus‘ von selbst verbietet, die Blog-Aktivitäten auf das FU-eigene System zu verlagern. Auch hätte man an dieser Stelle einen kurzen Absatz über die Entwicklung von Blogs aus der Idee einer Gegenöffentlichkeit heraus einschieben können, und wie stark der Ansatz von FU/CeDiS dem offensichtlich widerspricht.

Sicher, das Vorhaben die studentischen Hochschulpolitik-Blogs vorzustellen, ist Fabian gelungen. Nur wenn er auf der einen Seite die lebendige studentische Blogger-Szene beschreibt und dann auf der anderen Seite das eher von sich hin dümpelnde FU-eigene Blog-System, drängt sich doch die Frage auf, woher diese Unterschiede kommen. Warum das eine funktioniert und das andere nicht.

Hier kommen dann die unterschiedlichen „Philosophien“ ins Spiel, während für die FU das eigene Blog-System in der Lehre eingesetzt werden soll und eine kritische Betrachtung des FU-Alltages nicht willkommen ist, stehen die studentische Blogs außerhalb des FU-eigenen Systems eher in der Tradition einer kritischen Auseinandersetzung mit der Art und Weise wie an der FU Hochschulpolitik betrieben wird.

Diese unterschiedliche Ansätze für was man Blogs eigentlich braucht (Gegenöffentlichkeit / kritische Information und Kommunikation vs. plätschernde Begleitung für LVs / private Banalitäten), sollten klar herausgearbeitet werden, um anschließend den Bogen zu der Tatsache zu spannen, dass der eine Ansatz funktioniert und der andere nicht (natürlich kommen andere Faktoren hinzu, wie etwa das Grundsatzproblem, dass kaum jemand Blogs im Kontext einer LV braucht). Was ja im Artikel in Ansätzen durchaus erkennbar ist, dann aber schwammig bleibt.

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CeDiS will in den RCDS eintreten

Mai 17, 2007

Neues vom Weblog Publishing System der FU, CeDiS hat das giftgrüne Theme versenkt und dafür etwas in dunkelblau hervorgezaubert („Falls es Nutzer gibt, die sich das alte Theme zurückwünschen, mögen Sie sich bei uns melden“ *rofl*). Damit kommt CeDiS endlich einer alten FUwatch-Empfehlung nach (siehe „Das neue Weblog Publishing System der FU“).

Das blaue Theme wirkt deutlich angenehmer und ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich durch ein zentrales Fotomotiv im Header unterscheiden. So kann man auch ein Theme für den Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften wählen auf dem dann eine Tafel-Ausriss zu erkennen ist, auf dem folgende Sprüche stehen:

  • „Wieso – es gibt doch Runge!“
  • „Der Weghorn ist unser Lebensborn“
  • „Gerd ist lieb“
  • „RCDS umfunktionieren – alle sofort eintreten.“
  • „Schlagt die Faschisten wo ihr sie trefft“
  • „Im Rektorat ist heute eine ganze Weinladung angekommen“
  • „Haut dem Ludz aufn Putz“
  • „Wann geht der nächste Schwan“

Huu-Wiiiii, sind wir heute aber frech; und der RCDS wird sich bestimmt auch freuen. Der neue Blog-System-Pusher bei der CeDiS, Wolfgang Neuhaus, preist weiterhin die neue Möglichkeit Blogs auch „nicht-öffentlich“ einzusetzen (z.B. wenn ein lehrveranstaltungsbezogener Blog nur für die LV-TeilnehmerInnen lesbar sein soll). Auch sonst gibt man sich redlich Mühe, die Vorzüge einer Blogbegleitung für LVs dem Zielpublikum schmackhaft zu machen (etwa hier und hier).

Doch es nutzt alles nichts, es gibt in diesem Semester nicht eine einzige Lehrveranstaltung, die die FU Blogs ausprobiert. Zwar befindet sich das Blogsystem noch in einer Testphase, aber wenn man auch für das kommende Wintersemester nicht wenigstens ein oder zwei Dozierende bequatschen kann, wird das echt bitter. Immerhin heißt es auf der Startseite „Suche in allen 69 Blogs“, es wurden demnach also schon 69 eingerichtet (Huu-Wiiiii). Darunter z.B. „Nadia’s schöner blog“, „Mongolei“ oder Infos über den FC Bayern und die Snooker-WM, blühende Landschaften in der Blogosphäre made by CeDiS.

Kein Wunder also, dass auch der offizielle Admin-Blog nicht gerade durch eine hohe Posting-Frequenz auffällt und CeDiS-Chef-Blogger Stefan Cordes lieber seinen externen, privaten Blog vorantreibt. Dort äußert er unter anderem auch seine Empörung („ein unglaublicher Vorfall“) über die Hamburger „Maulkorb-Affäre“ (auch FUwatch berichtete über den Fall). Dass die Nutzungsbedingungen des FU-Blog-Systems ebenfalls einen Maulkorb-Passus enthalten, der es untersagt, über etwas zu bloggen, dass „das Ansehen der FU schädigt oder den Interessen der FU entgegensteht“ (siehe dazu ausführlich „Wie CeDiS den neuen Blog von FU-Präsident Dieter Lenzen löschte“), thematisiert er dagegen lieber nicht.

Und so ist denn sicherlich auch die wichtigste Neuerung im Weblog Publishing System der FU eine Import/Export-Funktion, die es unter anderem auch erlaubt Backups zu machen.

P.S.: Auch an der Blackboard-Front gibt es Neues, CeDiS konnte im letzten Semester wieder eine Zunahme der Benutzung verzeichnen. Wie das real aussieht, darf ich dieses Semester wieder miterleben. Ich bin in zwei Kursen, in denen die Dozierenden Blackboard ausschließlich zur Dateiablage nutzen. Wobei die Studierenden ihre Handouts nicht selbst reinstellen können, nein, viel mehr mailen sie ihr Material zunächst dem/der Dozierenden und die/der lädt es dann ins Blackboard hoch. Echtes E-Learning eben, Huu-Wiiiii.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Das neue Weblog Publishing System der FU

April 18, 2007

Wie gestern schon angeschnitten, hat CeDiS Anfang März das FU-eigene „Weblog Publishing System“ in Betrieb genommen, welches sich allerdings noch in der Betaphase befindet, also noch getestet wird. Jeder der über einen ZEDAT-Account verfügt, kann sich allerdings an dem Test beteiligen und sein eigenes Blog anlegen. Man bekommt einen Bestätigungs-Link an seine ZEDAT-Mailbox gesendet und erhält dann nach erfolgter Registrierung eine weitere Email mit einem Default-Passwort.

WordPress MU hat das Rennen gemacht

Neben der generellen Diskussion im letzten Semester, ob es überhaupt notwendig und sinnvoll ist, dass die FU ein eigenes Blog-System anbietet (Übersicht siehe hier), hatte es bereits im Sommersemester 2006 eine erste Diskussion in mehreren FU Blogs gegeben, welches Blog-System denn verwendet werden soll (siehe hier).

Durchgesetzt hat sich am Ende offenbar WordPress MU (WPMU), eine spezielle „Multi-User“ Variante der bekannten Blog-Software WordPress. Die MU Version bietet der FU die Möglichkeit selber Blog-Anbieter zu werden, jeder Studierende / Dozierende kann sich sein Blog schnell und bequem einrichten.

Der bekannteste Blog-Anbieter der WPMU im Einsatz hat ist zur Zeit WordPress.com (wo offensichtlich u.a. auch FUwatch seine Heimat hat). Das bietet eine gute Vergleichsmöglichkeit, weil WordPress.com zeigt, was man im Idealfall alles aus WPMU herausholen kann. Die Auswahl an Widgets und Features ist recht vielseitig, der Service läuft in der Regel stabil, das System insgesamt erscheint robust und unverwüstlich.

Bisher nur ein Theme

Natürlich hat CeDiS zunächst nur eine Basisvariante von WPMU im Einsatz. Es gibt nur ein Theme im Stil des FU Corporate Designs. Wobei man hier das Giftgrün aus dem schmalen Balken gleich als Hintergrund für den ganzen Header gewählt hat, was wenig geglückt wirkt, da das Grün dafür einfach zu grell ist. Besser wäre hier vielleicht ein Spiel mit Blautönen gewesen, das Corporate Design bietet Hell- und Dunkelblau als zentrale Elemente an. Auf Dauer dürfte dieser Einheits-Look etwas nerven (nicht nur wegen dem Grünton), es bleibt daher zu hoffen, dass es demnächst weitere Themes zur Auswahl gibt, um den optischen Auftritt wenigstens etwas individualisieren zu können.

Bereits eingerichtete Blogs auf blogs.fu-berlin.de

Ein kurzer Google-Abgleich findet bereits 12 FU Blogs:

Ein Blick in diese Liste zeigt, dass es bisher noch keine nennenswerten Blogs gibt, was aber aber auch einfach darauf zurückgeführt werden kann, dass es das Angebot erst seit März gibt, man wird sehen, wie sich die Sache jetzt zu Beginn der Vorlesungszeit des neuen Semesters entwickelt. Obgleich das System noch in der Betaphase steckt, kann sich ja schon jedeR DozentIn und jedeR StudentIn einen Blog einrichten.

Spam-Filter wurde nachgerüstet

Von den diversen Widgets die es für WordPress bereits gibt, fehlte zu Beginn sicherlich am meisten ein effektiver Spam-Filter. Zwar ermöglichen es die Einstellungen den Blog so zu konfigurieren, dass nur registrierte Nutzer (also solche mit ZEDAT-Account) kommentieren können oder jeder Kommentar vom Blog-Inhaber vor seinem Erscheinen abgesegnet werden muss, die Default-Einstellung sieht jedoch vor, dass jeder Blog-Besucher Blogeinträge kommentieren kann, solange er einen Namen und seine Emailadresse angibt. Diese Standard-Einstellung führt in der Regel schnell zu Kommentar-Spam, wenn es keinen entsprechenden Filter gibt.

Konsequenterweise hat CeDiS das Blog System inzwischen mit einem solchen Spam-Filter nachgerüstet, wer einen Blog-Eintrag kommentieren möchte, muss neben einem Namen und der Emailadresse auch die Summe aus zwei zufällig generierten Zahlen angeben, um zu beweisen, dass er kein Bot ist (die Spamverteilung erfolgt ja i.d.R. maschinell). Das reicht im Normalfall, um Spam zu unterbinden.

Die Alternative, die Kommunikation zwischen den Blogs (Kommentare, Trackback) auf ZEDAT-Nutzer zu reduzieren, erscheint wenig reizvoll. Zumindest würde man damit die Chance zunichte machen, die Kommunikation über den universitären Tellerrand hinaus auszudehnen.

Impressumspflicht und fragwürdige Nutzungsbedingungen

Kontrovers diskutiert wird in der Blogosphäre zur Zeit die denkbare Einführung eines allgemeinen Verhaltenskodex für Blogs / Blogger (vgl. z.B. SPON, 10.04.07 und Heise, 12.04.07). Gegenstand dieser Selbstkontrolle-Diskussion ist unter anderem auch die Frage, ob es so etwas wie eine Selbstkennzeichnung für Blogs geben soll bzw. ob anonyme Blog-Einträge und Blog-Kommentare nicht geächtet werden sollten.

Die FU hat diese Frage für sich schon beantwortet, auf jedem Blog steht ganz unten der unscheinbare aber eben doch lesbare Hinweis auf den Inhaber des Blogs mit Vor- und Nachname. Der Name wird aus den ZEDAT-Daten hergeleitet und kann nicht geändert werden. Theoretisch ist es denkbar, das Pseudonym das über jedem einzelnen Eintrag steht zu ändern (was bei mir nicht funktioniert, bei anderen aber offenbar schon), der Impressums-Hinweis mit dem vollen Namen des Bloggers am Ende der Seite bleibt aber in jedem Fall bestehen. Auch die Nutzungsbedingungen des Blog System schreiben explizit vor, dass der echte Vor- und Nachname anzugeben sind.

Ob das unbedingt notwendig ist, darüber kann man geteilter Ansicht sein. Faktisch würde es auch reichen, wenn die FU intern verifizieren kann, wer für welchen Blog verantwortlich ist. Wollte man der Impressumspflicht gemäß TMG (ehem. TDG) ernsthaft nachkommen wollen, würde der Name allein ohnehin nicht reichen. Mal abgesehen davon, dass § 5 TMG nur „für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien“ gilt. Aber der Sachverhalt ist etwas komplizierter (vgl. Telepolis, 26.02.07).

In jedem Fall dürfte es viele potentielle Blogger abschrecken, die keine Lust darauf haben, dass ihr volle Name breit auf ihrem Blog nachzulesen ist. Ebenfalls abschreckend ist der Passus innerhalb der Nutzungsbedingungen, der es den Blog-Nutzern untersagt, über Dinge zu bloggen, die das Ansehen der FU schädigen oder den Interessen der FU entgegenstehen (FUwatch berichtete). Eine kritische Bestandsaufnahme der FU-Hochschulpolitik ist damit z.B. nicht möglich bzw. kann von der FU ggf. leicht mit einem Verweis auf einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen unterbunden werden.

Fazit

Die Nutzungsbedingungen müssten also entschärft und die Meinungsfreiheit gestärkt werden. Die öffentliche Zwangsbekanntgabe von Vor- und Nachname auf dem Blog sollte abgeschafft werden, es reicht wenn die FU weiß, wer für den jeweiligen Blog verantwortlich ist.

Technisch lassen sich keine größeren Defizite ausmachen, sicherlich fehlt noch das ein oder andere Widget, die Basisfunktionen (Kommentarmöglichkeit, Linkliste (Blogroll), Tags (Kategorien), Trackback, RSS, Spamschutz, SSL-Login, etc.) sind jedoch alle vorhanden. Auch die offizielle FAQ-Liste ist, wenn auch nur „geborgt“, ausführlich und informativ.

Was man zur Zeit am meisten vermisst, ist eine Statistik-Option. Diese muss ja nicht gleich so ausführlich wie bei WordPress.com ausfallen, aber zu wissen, wie viele Besucher der Blog täglich hat und wie diese Besucher auf den Blog gekommen sind (Links, Google, etc.), wäre sicherlich ganz nützlich. Falls das nicht zu bewerkstelligen ist, sollte man alternativ die Möglichkeit haben, den Code von externen Counter-Anbietern in den Blog einzubinden.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Wie CeDiS den neuen Blog von FU-Präsident Dieter Lenzen löschte

April 17, 2007

Wie bereits im letzten Semester angekündigt, hat CeDiS inzwischen den Probebetrieb eines eigenen Blog-Systems für die FU aufgenommen. Jeder Studierende / Dozierende der über einen ZEDAT-Account verfügt, kann sich anmelden und einen eigenen Blog einrichten, der dann unter http://blogs.fu-berlin.de/Mustermann zu finden ist.

Am 1. April habe ich das neue System gleich mal ausgetestet und aus Spaß dem Datum entsprechend einen Blog auf „Dieter Lenzen“ registriert (blogs.fu-berlin.de/dieter-lenzen), immerhin hat unser Präsident noch keinen Blog, da könnte ich ja ein wenig für ihn bloggen.

Ich konnte allerdings meinen Nickname (in diesem Fall meinen Realnamen) nicht ändern, der über jedem Eintrag steht. Zwar steht am Ende der Blog-Site ganz unten in jedem Fall der volle Name des ZEDAT-Account-Inhabers, aber dieser Vermerk ist optisch relativ unscheinbar (und lässt sich auch nicht ändern). Der Name der klar über jedem einzelnen Eintrag steht ist allerdings nur ein Nickname und sollte sich ändern lassen, was aber nicht funktionierte. Mein geplanter Aprilscherz ein paar fiktive Einträge als Dieter Lenzen zu veröffentlichen fiel somit ins Wasser, nur den Blog als solchen ließ ich erst mal bestehen.

Drei Tage (sic!) später erhielt ich dann eine Email von Stefan Cordes, dem für das Blog-System verantwortlichen CeDiS-Mitarbeiter, der mich darüber aufklärte, dass mein Blog gelöscht wurde, da er gegen die Nutzungsbedingungen verstoße:

„Sie haben sich am 1. April 2007 auf dem Blogsystem der Freien Universität Berlin ein personalisiertes Weblog eingerichtet.

Dabei verstoßen sowohl die von Ihnen gewählte Url (blogs.fu-berlin.de/dieter-lenzen) als auch der verwendete Titel des Blogs (‚Hier bloggt der Präsident‘) gegen die Nutzungsbestimmungen des Blogsystems der Freien Universität.

Wir haben daher Ihren Blogaccount vorübergehend deaktiviert und bitten Sie um eine Stellungnahme bzw. die Gewähr, dass Sie das Blogsystem zukünftig im Sinne der Nutzungsbedingungen nutzen werden. Anderenfalls sehen wir uns gezwungen, Ihren Account dauerhaft zu sperren.“

Natürlich versicherte ich Herrn Cordes in einer „Stellungnahme“ zukünftig nicht mehr gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen und klärte ihn darüber auf, dass es sich nur um einen Aprilscherz gehandelt hat. Tatsächlich hatte ich die Nutzungsbedingungen vorher gar nicht gelesen, was ich nun aber nachholte. Die interessantesten Passagen:

„… §3 (2) Die bei der Registrierung angegebenen Daten müssen korrekt und vollständig sein. Insbesondere darf die verwendete BlogURL nicht gegen übergeordnete Interessen der Freien Universität Berlin verstoßen (Beispiele: blogs.fu-berlin.de/praesident; blogs.fu-berlin.de/kanzler etc.)…

§4 (1) Jede/r Nutzer/in ist verpflichtet, den Namensbereich ihres/seines persönlichen Profils zu vervollständigen. Insbesondere sind die Angaben zu Vor- und Nachname wahrheitsgemäß zu machen.

§6 (1) Der/die Nutzer/in hat jede Art der missbräuchlichen Nutzung, nach § 6 Abs. 2 dieser Nutzungsbedingungen, des Weblog Publishing Systems zu unterlassen… (2) Eine missbräuchliche Nutzung liegt insbesondere vor, wenn über das Blog, … e) das Ansehen der Freien Universität Berlin geschädigt wird oder die Nutzung ihren Interessen entgegensteht. (3) Die Freie Universität behält sich vor, den öffentlichen Inhalt von Blogs stichprobenartig zu überprüfen.“

aus: Allgemeine Nutzungsbedingungen für das Weblog Publishing System der Freien Universität Berlin, Abgerufen: 17.04.07

Interessant sind die Beispiele in §3 (2) für URLs die „gegen übergeordnete Interessen der Freien Universität Berlin verstoßen“, als hätte man bei der CeDiS schon geahnt, dass Studierende versucht sein könnten, URLs wie blogs.fu-berlin.de/dieter-lenzen zu registrieren. Da ich die Nutzungsbedingungen vorher nicht gelesen hatte, kann ich nicht sagen, ob diese Beispiele erst nach meinem Aprilscherz aufgenommen wurden oder schon immer da standen (formal müssten alle Änderungen der Nutzungsbedingungen laut §9 (3) im Admin-Blog bekannt gegeben werden). Wie auch immer, der Passus mit den „übergeordnete Interessen“ der FU ist ja noch nachvollziehbar, um Fake-Blogs die angeblich von FU-Angehörigen geschrieben werden zu verhindern.

Wesentlich fragwürdiger ist da schon §6 (2) e), wo davon die Rede ist, das nichts gebloggt werden darf, dass das Ansehen der FU schädigt oder den Interessen der FU entgegensteht. De facto erlaubt es dieser Passus der FU solche Blogs zu löschen, die sich kritisch mit der FU bzw. Geschehnissen an der FU auseinandersetzen. Man sagt dann eben ggf. einfach, dass die unbequeme Darstellung eines Sachverhalts den Interessen der FU entgegensteht und schon ist der Blog gelöscht.

Der Passus bietet eine Steilvorlage für Zensur und widerspricht auch stark dem „Gegenöffentlichkeits“-Gedanken, den man gemeinhin mit Weblogs / der Blogosphäre assoziiert: „Manche sehen im Aufkommen von Weblogs und deren starker Verbreitung insbesondere in den USA eine neue Form von Graswurzel-Journalismus, die in Europa leicht in die Tradition des Herstellens von Gegenöffentlichkeit gestellt werden kann“ (Wikipedia).

Diese essentielle Idee hinter dem Bloggen kippt die FU kurzerhand über Bord, das Blog-System dient als plätschernde Begleitung von Lehrveranstaltungen oder als persönliches Tagebuch. Kritik sollte wenn, dann bitte schön nicht über die FU geäußert werden.

Es bleibt dann die rein pragmatische Frage, wer überhaupt das FU Blog-System nutzen soll. Die wirklich aktiven Blogger im Umkreis der FU sind alles Personen, die sich aktiv mit (hochschul)politischen Fragen auseinandersetzen. Diese werden mit restriktiven Nutzungsbedingungen vergrätzt und bleiben vermutlich eher bei anderen Blog-Hostern.

Was bleibt ist die Zuversicht der Verantwortlichen, dass das FU-Blog-System zunehmend im Kontext von LVs genutzt wird bzw. Studierende und Dozierende anminiert, auch einen persönlichen Blog zu führen. Wie an anderer Stelle ausgeführt, stehen die Chancen dafür aber nicht allzu gut.

Morgen gibt es bei FUwatch einen ersten Testbericht über die technische Funktionalität des „Weblog Publishing Systems“ der FU.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Workshop zu Urheberrecht und e-Learning

Februar 23, 2007

Heute (23.02.) findet im CeDiS-Schulungsraum von 10 bis 13 Uhr ein Workshop zum Thema „Urheberrecht im Kontext von e-Learning“ statt. Die Veranstaltung wird von der Rechtsanwältin Claudia Mühlenbernd (Hogan & Hartson) durchgeführt, die sich auf das Thema spezialisiert hat. Zum Thema der Veranstaltung:

„Der Workshop gibt eine Einführung in das Urheberrecht. Urheberrechtlich geschützte Werke werden näher untersucht und den nicht geschützten, freien Werken gegenüber gestellt. Es wird geklärt, wer Inhaber von Urheberrechten ist und wie die Verwertungsrechte aussehen. (…) Darüber hinaus werden die Urheberrechtsschranken kurz beleuchtet; dies ist insbesondere für den e-Learning Bereich an den Hochschulen von großer Bedeutung. (…) Neben den rechtlichen Erläuterungen sollen die Teilnehmer im Rahmen der Schulung kurze Fälle lösen, um die Inhalte besser verstehen zu können.“ (CeDiS Info)

Als Zielgruppe sind Lehrende angegeben, da aber laut Website immer noch Plätze frei sind, kommt man bestimmt auch als Studierender rein. Da unter anderem auch auf die GNU Free Documentation License und Creative Commons eingegangen wird, könnte das interessant werden. Hinsichtlich Blackboard ist natürlich besonders interessant, inwiefern überhaupt digitalisierte Bücher oder Auszüge aus Büchern durch Dozierende bereitgestellt werden dürfen.

Allerdings wird eine „Kostenbeteiligung“ von 30 Euro erhoben, Lehrende anderer Hochschulen zahlen 60 Euro und „externe Teilnehmer“ sogar 120 Euro. Dies wird von CeDiS damit begründet, dass der Workshop von einer „externen Expertin“ durchgeführt wird. Interessanterweise steht auf der Website von Hogan & Hartson allerdings, dass die Expertin auch „Lehrbeauftragte der Freien Universität Berlin“ ist.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

CeDiS startet neue Umfrage zum Thema e-Learning an der FU

Februar 7, 2007

Nachdem es von CeDiS im Juli 2006 bereits eine Umfrage zum Thema e-Learning mit dem Schwerpunkt Blackboard gab, dann zum Jahreswechsel evaluiert werden sollte welche „Web 2.0“ Features die Studierenden im Alltag bereits nutzen, gibt es nun eine dritte Erhebung mit der Frage, „Was bringt e-Learning für Studierende?“.

Alle Studierenden sollten inzwischen die Aufforderung zur Teilnahme in ihrer ZEDAT-Mailbox gefunden haben und auch über Blackboard wird in einem Announcement wieder für die Umfrage geworben.

In jüngster Zeit hatte es eine Kontroverse darüber gegeben, was das e-Learning-Angebot von CeDiS überhaupt bringt, bzw. im welchen Umfang die bereitgestellten Dienste (wie Blackboard) eigentlich nachgefragt werden, was eventuell verbessert werden müsste. Nun versucht auch CeDiS dieser zentralen Frage auf den Grund zu gehen und befragt die Studierende nach ihren Erfahrungen und Verbesserungsvorschlägen.

P.S.: Interessanterweise beträgt die Anzahl der Fragen ausgerechnet 42 ;-).

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Wozu ein FU-eigenes Blogging-System?

Februar 5, 2007

In der Diskussionsrunde mit Dr. Apostolopoulos ging es am vergangenen Donnerstag auch um die Frage, ob die FU wirklich ein eigenes Blogging System braucht. Der CeDiS-Mitarbeiter Bruce Spear beantwortete die Frage warum die FU überhaupt Blogging Services anbieten sollte im letzten Sommer in seinem Blog wie folgt:

„The idea for implementing blogging came first in the context of discussions over the limits of Blackboard’s communications features: that integrating blogging in Bb would give students more communications opportunities than they currently have. Shortly thereafter, blogging appeared to make sense for integration in the student portal, too, as we are developing a multi-levelled approach, which may well appear in the manner of tabs, from top-down, including, a centralized calendar, announcements and information from the FB and programs, Bb integration, and on down to student groups: for students, we need a way to make it VERY EASY to write comments, collect them, and create channels for them, and blogging is one of the fastest and most popular ways people are posting things to the web: anyone can set up a blog in minutes, creating an rss feed is simple, and with that feed a connection can be made on the portal.“ (Bruce Spear: „Why should the FU offer bloging services?“, 10.08.06)

Unbestritten wird ein Blogging-Service innerhalb von Blackboard die Kommunikationsmöglichkeiten für Studierende erweitern. Die interessantere Frage ist jedoch, ob die Studierenden diese Möglichkeiten dann auch nutzen werden.

Meine persönlichen (und nicht nur meine), langjährigen Semestererfahrungen haben mir immer vor Augen geführt, dass nur ein kleiner Bruchteil meiner KommilitonInnen bereit ist sich im Kontext einer Lehrveranstaltung intensiver mit der Nutzung von virtuellen Möglichkeiten (Wikis, Blogs, Forensysteme, Chatrooms etc.) auseinanderzusetzen. Und CeDiS hat in der Vergangenheit mit dem Blackboard ja ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, denn nur ein Bruchteil der bereitgestellten Funktionen des System wird von Studierenden und Dozierenden tatsächlich genutzt. Ob das nun wirklich automatisch dadurch besser wird, dass man die Kommunikationsmöglichkeiten durch ein integriertes Blogging-Service noch mal erweitert?

Ronnys Argument (und sicherlich nicht nur seines) ist, man müsse das System ja erstmal einführen, um es den Studierenden überhaupt „schmackhaft“ machen zu können. Mein Gegenargument ist, dass die Praxis in der Vergangenheit gezeigt hat, dass das so offenbar nicht funktioniert. Daher mein Gegenvorschlag, zunächst gründlich zu evaluieren, inwiefern in der Studentenschaft wirklich ein Bedarf nach einem Blogging-Service besteht. Diesen Schritt spart sich CeDiS freilich, Blogging ist neben anderen Web 2.0 Feataures das „In“-Ding schlecht hin, also wird es einfach eingeführt.

Innerhalb der Diskussionsrunde am letzten Donnerstag kam dann auch das Argument auf, Dozierende die für ihre Lehrveranstaltungen unbedingt Features wie einen Blogging-Service anbieten wollen, könnten sich dazu genauso gut einen externen, kostenlosen Anbieter wie z.B. wordpress.com oder blogger.com suchen. Was braucht es da einen Blogging Service von der FU?

Das zentrale Stichtwort von Dr. Apostolopoulos war daraufhin zunächst Integrität. Diese sei viel höher, wenn das mit der Veranstaltung verbundene Blog-Angebot ebenfalls von der Universität kommen würde. In der Erwiderung wurde dann jedoch darauf hingewiesen, dass das nicht zwangsläufig so sein müsse. Auch kommerzielle Anbieter erlauben es heutzutage ihre Angebote optisch anzupassen, so kann man in ein Blog-Template problemlos das FU-Logo einfügen und wenn der Blog dann zum offiziellen Blog der Lehrveranstaltung erklärt wird, welcher Studierende hätte dann noch ein Problem mit der „Integrität“ des Angebots?

In diesem Punkt tendiere ich allerdings eher zur Position der CeDiS. Eine Universität sollte grundsätzlich sicherstellen können, dass die Studierenden für ihre Lehrveranstaltung nicht auf externe, kommerzielle Web-Angbeote zurückgreifen müssen. Nicht immer, aber oft, sind diese kostenlosen kommerziellen Angebote durch Werbung finanziert und Werbung hat grundsätzlich nichts auf dem Campus verloren, weder real noch virtuell (obwohl wir natürlich wissen, dass das an der FU ohnehin längst nicht mehr die Realität ist, Rost- und Silberlaube sind zugepflastert mit Werbeplakaten). Hinzu kommen andere zentrale Punkte wie die Kontrolle über das System, Datensicherheit und -schutz. Das bei einem externen, kommerziellen Anbieter in jedem Fall sicherzustellen, dürfte schwierig sein.

Dennoch bleibt es aber eine Abwägungsfrage: Ist der Bedarf nach einem Blogging-Service wirklich so groß, dass die FU einen eigenen anbieten sollte? Sind kommerzielle Angebote trotz aller oben aufgelisteten Nachteile nicht vielleicht sogar benutzerfreundlicher? Wenn sich nur eine „Handvoll“ von Studierenden und Dozierenden wirklich für Web 2.0 Features wie Blogs interessiert, ist das dann schon Legitimation genug die finanziellen Mittel in ein FU-eigenes System zu investieren?

Das zweite Stichtwort von Dr. Apostolopoulos lautete Corporate Identity. Die „moderne Universität“ legt wert darauf, dass sich die Studierende mit ihr identifizieren können (bzw. dass die Uni auch nach außen als einheitlicher Akteur wahrgenommen wird). Und das bedeutet eben nicht nur, dass die Studis mit FU-Sweatshirts rumlaufen oder das alle FU-Websites im Zuge eines Corporate Designs optisch gleich aussehen, sondern auch, dass die Kommunikation zwischen den Studierenden über universitäts-eigene Systeme abläuft. Als Beispiele nannte Dr. Apostolopoulos hier US-Universiäten wie Yale oder Stanford, bei denen ein eigener Blogging-Service eben auch als Bestandteil der eigenen Corporate Identity gesehen wird.

An dieser Stelle kommt das Haben-wollen-was-alle-anderen-auch-haben- Syndrom zum tragen. Was die elitäre Ivy League vorführt, muss man natürlich sofort übernehmen. In diesem Kontext ist die Einführung des Blog-Service dann endgültig nur noch Teil eines Hypes, eines Internet-Trends.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den “CeDiS-Blackboard-Komplex” betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Wie die Entscheidung pro Blackboard zu stande kam

Februar 3, 2007

Wie berichtet, war der Leiter des CeDiS, Dr. Apostolopoulos, am Donnerstag zu Gast am IfS, um sich den Fragen der Studierenden bezüglich des E-Learning-Angebots von CeDiS zu stellen. In einer ersten Zusammenfassung wurde anhand der zentralen Aussagen zunächst das „CeDiS-Prinzip“ skizziert. Im folgenden soll noch einmal etwas detaillierter auf Fragen hinsichtlich der Einführung von Blackboard im September 2004 eingegangen werden, die in der Zusammenfassung zunächst außen vor geblieben waren.

Mangelnde Transparenz bei der Entscheidung für das Blackboard System

Bevor CeDiS im September 2004 Blackboard als offizielles LMS der FU einführte, testete man auch alternative Learning Management Systeme. Die CeDiS-Studie die letztlich zur Entscheidung für das proprietäre Blackboard und gegen OpenSource-Alternativen wie Moodle führte, wurde bis heute nicht auf der CeDiS-Website veröffentlicht. Warum eigentlich nicht?

Grundlage der Entscheidung war ein sehr umfassender Fragenkatalog mit gut 140 Fragen. Nach der Auswertung entschied sich ein eingesetztes Lenkungsgremium für Blackboard. Prinzipiell steht einer Veröffentlichung des Fragekatalogs und des Abschlussberichts auf der CeDiS-Website nichts im Wege. Allerdings sieht Dr. Apostolopoulos hier die Gefahr, das Papier könnte „missverstanden werden“. Seine Sorge ist, dass Kritiker das Papier bis ins Detail auseinandernehmen und sich dann an irgend einer Kleinigkeit hochziehen. Besser finde er es daher, wie jetzt den Vorgang einem Auditorium mündlich zu erläutern (dazu weiter unten mehr).

Ingesamt also ein ziemliches Herumgeeiere: Prinzipiell könne man die für den Entscheidungsprozess relevanten Dokumente natürlich online stellen, aber wohl sei einem dabei nicht, da das Material so umfassend sei und eventuell fehlinterpretiert werden könne.

Entweder der Entscheidungsprozess für das Blackboard System und gegen seine Konkurrenten verlief sauber, dann sollte er für Dritte anhand der Dokumente auch problemlos nachvollziehbar sein, oder aber, er verlief nicht ganz so sauber. Nur im letzten Fall hätte man eigentlich einen plausiblen Grund, die Dokumente zurückzuhalten.

Blackboard und seine Alternativen

Wäre es wegen der anfallenden Lizenzkosten langfristig nicht besser gewesen auf ein OpenSource LMS zu setzen? Immerhin fährt die HU Berlin mit Moodle als offiziellem LMS offenbar auch ganz gut.

Nach Angaben von Dr. Apostolopoulos gab es damals (im Mai 2004) keine wirklichen Alternativen zu Blackboard. Das ebenfalls proprietäre (und später von Blackboard geschluckte) WebCT sei noch ein „Baby System“ gewesen (ausgenommen die von Dr. Gralki präferierte „Spezialvariante“, die damals schon irgendwo in der Schweiz eingesetzt wurde). Auch Moodle als OpenSource-Alternative sei bei weitem noch nicht soweit gewesen, in einer Produktivumgebung eingesetzt werden zu können. Über das von der Uni Köln entwickelte ebenfalls offene System ILIAS sagte Dr. Apostolopoulos sinngemäß, man höre nicht mehr viel von ihm und es sei heute hinsichtlich seiner Verbreitung offenbar in der Defensive.

Keineswegs sei man bei CeDiS per se gegen OpenSource-Software. Es sei jedoch nicht bewiesen, dass OpenSource wirklich günstiger sei. Seine These sei viel mehr, dass bei einem OpenSource-System mehr Personal benötigt würde. Und dennoch: Würde man dieselbe Entscheidung heute noch mal fällen, wäre es durchaus denkbar, dass man zu einem anderen Ergebnis kommt. Nur damals, 2004, hätte sich keine wirkliche Alternative zu Blackboard aufgetan. Der „historische Kontext“ in dem die Entscheidung gefallen ist, wurde von Dr. Apostolopoulos also stark betont.

Grundsätzliches Ziel war es ein einheitliches LMS für die gesamte FU zu schaffen. Blackboard hätte sich hier nicht zuletzt wegen seiner leichten Zugänglichkeit angeboten. Innerhalb von 2 Stunden sei es möglich gewesen Dozierende zu überzeugen, das System auszuprobieren. Was insbesondere in der Testphase von entscheidener Bedeutung war.

Ob Blackboard 2004 wirklich so alternativlos war, lässt sich nicht so leicht beurteilen. Man müsste sich sicherlich ansehen, welche anderen Learning Management Systeme 2004 schon irgendwo unter vergleichbaren Bedingungen (sic!) im Produktiveinsatz waren, und wie sie sich da „machten“.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Das CeDiS-Prinzip

Februar 2, 2007

Bei der gestrigen Fragerunde mit dem CeDiS-Leiter Dr. Apostolopoulos verteidigte dieser nachdrücklich die Angebote von CeDiS. Die Veranstaltung war informativ wenngleich an einigen Stellen vielleicht auch etwas bizarr („Hühner mit Kontaktlinsen…“).

Nicht zuletzt der mit aufgeblasenen Backen gemachten Ansage von FUwatch es würde zu einem „High Noon“ kommen war es zu verdanken, dass sich neben Dr. Apostolopoulos mit Kathlen Raith und Stefan Cordes noch zwei CeDiS-MitarbeiterInnen im Seminar einfanden (auch wenn sie nicht viel sagten). Als weiterer Gast wohnte der Veranstaltung auch noch der Leiter des „Compute & Medien Service (CMS)“, Jörg Bechlars von der ZEDAT, bei, um speziell die neue „Account-Poliik“ zu verteidigen (wozu wir aus Zeitgründen aber nicht mehr kamen). Auf studentischer Seite hatte das Säbelrasseln von FUwatch wenig gebracht, die eigentlichen SeminarteilnehmerInnen blieben im wesentlichen unter sich.

Im folgenden die zentralen Positionen und Argumente von Dr. Apostolopoulos.

1) 20-Jahres-Pläne

Der Kritik, dass die von Studierenden und Dozierenden tatsächlich genutzten Blackboard-Funktionen nicht viel mit „E-Learning“ zu tun hätten, entgegnete Dr. Apostolopoulos zweierlei. Erstens reiche die Bereitstellung eines Learning-Management-Systems wie Blackboard natürlich nicht aus, um E-Learning praktizieren können. Zu E-Learning gehöre nun mal mehr. Zweitens würde es einfach noch dauern, bis E-Learning wirklich so praktiziert würde, wie man es sich heute idealtypisch vorstellt. Wie lange genau, kann keiner sagen. Vielleicht 10, 15 oder 20 Jahre.

Eine geschickte Argumentation: Man stellt einen Service bereit und wenn dieser Service nicht oder nur sehr wenig in seiner kompletten Funktionalität genutzt wird, sagt man einfach, es brauche eben noch Zeit, bis sich das ändert. Mit dieser „futuristischen Argumentation“ kann man natürlich so ziemlich alles rechtfertigen.

Das ist ungefähr so, als wenn die Bundesregierung auf die Kritik Hartz-IV würde nicht funktionieren entgegnet, es sei noch viel zu früh das abschließend beurteilen zu können. Selbst unter der Voraussetzung sie hat damit recht (wovon nicht auszugehen ist), kann man keinem Spitzenpolitiker eine solche Argumentation durchgehen lassen. Denn in dem Moment, in dem man den messbaren Erfolg einer Maßnahme an einem nicht näher konkretisierten Zeitpunkt in der Zukunft veranschlagt, entfällt jegliche Möglichkeit über den tatsächlichen Nutzen der Maßnahme eine Aussage treffen zu können.

2) Wir handeln nur, wenn wir dazu aufgefordert werden

Dr. Apostolopoulos betonte, dass CeDiS nicht einfach von sich heraus irgendwelche Neuerungen beschließt. Es würden zunächst Personen an CeDiS herantreten (dezentral, also unabhängig voneinander aus verschiedenen Fachbereichen) und Anforderungen stellen. Namentlich genannt wurde z.B. „die Publizisten“ (konkret einige ProfessorInnen), die dann eben einen FU-eigenen Blogservice fordern. Also macht sich CeDiS daran, einen solchen Blog-Service ins Studierendenportal (bzw. Blackboard) zu integrieren.

Nur auf der empirischen Grundlage von was eigentlich? Es reicht also, wenn einige Dozierende aus einigen Fachbereichen auf CeDiS zukommen? Keine Erhebungen, inwiefern deren Forderungen repräsentativ für den Rest der Uni sind? Und selbst wenn, wer sagt, dass das was die Dozierenden wollen auch von den Studierenden angenommen wird? Aber dazu kommen wir noch.

Um sicherzustellen, die Web 2.0 Features nicht am Bedarf vorbei zu planen, gab es wie berichtet eine Umfrage, bei der Studierende Auskunft geben sollten, was für Features sie sich für das Studierendenportal wünschen (bzw. was für Webangebote sie in ihrem Alltag bereits nutzen). Doch noch bevor das Ergebnis dieser Umfrage feststeht (in ungefähr einer Woche soll es soweit sein), sind einige Features längst beschlossene Sache. Der Blog-Testbetrieb startet am 1. März, das Wiki-System kommt voraussichtlich im Sommersemester und CeDiS-Mitarbeiter Thomas Hüsing steht vor der Vollendung der Blackbird-Implementierung (das ist das RSS-Feature).

Hier kann also keine Rede davon sein, dass sich die Features daran orientieren, was die Studierenden in der Umfrage für Wünsche geäußert haben (was repräsentativ gefordert wird). Begründet wurde dies damit, dass das Wiki- und Blog-System als Zitat „unbedingt nötig“ erachtet wurde und daher auf jeden Fall eingeführt wird. Trotzdem bleibt hier natürlich der fahle Geschmack zurück, diese Studierenden-Umfrage hatte eine reine Alibi-Funktion, um nach außen besser suggerieren zu können, man lege wert darauf, was die Studierenden wollen.

3) Wir stellen die Technik, für die Didaktik sind wir nicht zuständig

Dr. Apostolopoulos führte weiter an, CeDiS verstehe sich als ein Dienstleister, der die technische Infrastruktur bereitstellt, die dann ein E-Learning an der FU ermöglicht. Für die Integrierung der Angebote in die Lehre sei man aber nicht verantwortlich. Schließlich sei es jedem Dozierenden selbst überlassen, ob er die Serviceleistung von CeDiS nutzen möchte oder nicht.

Wenn also ein Angebot von CeDiS nicht angenommen wird, weil Studierende und/oder Lehrende einfach zu unflexibel im Umgang mit den neuen Techniken und Medien sind, ist das nicht das Problem von CeDiS. So nach dem Motto: Ich stelle dir einen schönen Sportwagen vor die Tür und wenn du nicht mit ihm fahren willst, ändert das auch nichts daran, das er schön ist. Herrlich.

4) Zusammenfassung des CeDiS-Prinzips

Riskieren wir anhand des einzuführenden Blog-Systems abschließend noch mal einen Blick in die Zukunft, um exemplarisch zu verdeutlichen wie die hier dargelegte CeDiS-eigene Logik funktioniert:

  1. Es treten einige ProfessorInnen aus verschiedenen Fachbereichen an CeDiS heran und betonen die Notwendigkeit eines FU-eigenen Blog-Systems.
  2. CeDiS handelt und beschließt die Implementierung eines Blog-Systems ins neue Studierendenportal.
  3. Man inszeniert eine Placebo-Umfrage, um zu klären, welche Nebenfeatures außer den bereits beschlossenen Hauptfeatures (darunter auch das Blog-System) ins Studierendenportal kommen sollen.
  4. Die Blog-Funktion wird den Studierenden präsentiert, die FU-Pressestelle gibt eine Pressemitteilung heraus die das neue Blog-System als kolossale Errungenschaft preist.
  5. Die Blog-Funktion wird nur zaghaft angenommen, nur ein Bruchteil der Studierenden findet Zeit und Nerv regelmässigen zu bloggen. Einige Dozierende versuchen begeistert die Blogs für ihre Lehrveranstaltung zu nutzen, doch die Studierende halten sich was die virtuelle Kommunikation angeht zurück.
  6. CeDiS erklärt, dass 1) es noch ungefähr vielleicht eventuell fünf Jahre dauern wird, bis das Blog-System wirklich von einer relevanten Anzahl an Studierenden genutzt wird und dass man 2) ja auch nichts dafür könne, dass die Studierenden (und auch viele Dozierende) so unflexibel auf die Neuerungen reagieren; dafür sei man nicht verantwortlich.
  7. Das nächste CeDiS-Projekt wird in Angriff genommen.

Hach, CeDiS-Mitarbeiter müsste man sein…

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

High Noon mit Dr. Apostolopoulos

Januar 31, 2007

Im Rahmen des Seminars „E-Learning – aktuelle Konzepte, Modelle und Evaluationen“ beantwortet der Leiter des CeDiS, Dr. Nicolas Apostolopoulos, morgen (01.02.) Fragen zum Thema „E-Learning an der FU“. Voraussichtlich wird es drei Schwerpunkte geben:

  1. Grundsätzliches zu CeDiS: Welche Aufgaben nimmt CeDiS an der FU wahr? Was für E-Learning-Angebote gibt es? Könnte das die ZEDAT nicht genauso gut erledigen?
  2. Blackboard: Braucht die FU wirklich ein einheitliches Learning Management System wie Blackboard? Was haben die Features die von Studierenden und Dozierenden zur Zeit hauptsächlich genutzt werden (Informations- und Dateienaustausch) überhaupt mit E-Learning zu tun? Warum hat man sich für das proprietäre Blackboard und gegen OpenSource-Alternativen wie ILIAS oder Moodle entschieden?
  3. Studierendenportal: Ist es datenschutztechnisch nicht bedenklich bisher autonome Systeme (OPAC, Blackboard, etc.) jetzt alle unter dem Hut von ZEDAT-Accounts vereinen zu wollen? Inwiefern existiert bei der Mehrheit der FU-Studierenden wirklich ein Bedarf nach so genannten Web-2.0-Features wie Blogs, Wikis oder einem „Campus Location Finder“? Werden hier die Ergebnisse der Umfrage tatsächlich maßgeblichen Einfluss haben, was am Ende ins Studierendenportal implementiert wird?

Die Veranstaltung findet im OEI, Raum 302b von 12-14 Uhr statt. Eine ausführlichere Version der Fragevorschläge findet sich im Seminar-Wiki. JedeR ist eingeladen, weitere Vorschläge zu ergänzen.

Update 03.02.07

Die finale Version des Fragenkatalogs kann hier heruntergeladen werden, ein Protokoll der Diskussionsrunde gibt es hier.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Blackboard-Zugriff ab jetzt über ZEDAT-Accounts

Januar 29, 2007

Andreas machte mich darauf aufmerksam, dass die Fusionierung von Blackboard-Accounts mit ZEDAT-Accounts bereits läuft. Wie berichtet, sollen im Zuge der Schaffung eines Studierendenportals verschiedene Systeme zusammengelegt werden. So soll man sich neben Blackboard zukünftig auch in den OPAC mit seinem ZEDAT-Account einloggen können. Doch im Moment geht es erst mal nur um Blackboard. In einem Announcement an die Blackboard-Nutzer heißt es:

„Sehr geehrte Benutzer der Lernplattform Blackboard, im Rahmen der weiteren Integration der Lernplattform in die IT Landschaft der Freien Universität Berlin haben Sie nun die Möglichkeit, Ihre ZEDAT-Zugangsdaten für Ihren Blackboard Account zu übernehmen. Damit vereinheitlicht sich für Sie der Zugang zu den IT-Diensten der Freien Universität Berlin. Änderungen des Passwortes können Sie dann direkt im Portal der ZEDAT für alle Anwendungen einheitlich vornehmen. Für Sie ergeben sich in keinem Fall Einschränkungen Ihrer Arbeit in der Lernplattform. Alle Ihre Daten in der Lernplattform (Kursanmeldungen, Forenbeiträge, Testergebnisse etc.) bleiben erhalten und Ihnen zugeordnet. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit umgehend Gebrauch. Dies ermöglicht es der Freien Universität Berlin, Ihnen in Zukunft weitere Dienste anzubieten.“

Noch geht es also nicht um eine „Zwangsfusion“, der Nutzer kann noch wählen, ob er sich zukünftig mit seinen ZEDAT-Daten auch bei Blackboard einloggen will oder nicht. Ab dem Wintersemester 07/08 hat man dann jedoch grundsätzlich nur noch mit der ZEDAT-Kennung Zugriff auf Blackboard (CeDiS-Ankündigung, 24.01.07).

Diese Zusammenlegung hat sowohl Vor- und Nachteile. Der zentrale Vorteil eines Studierendenportals ist natürlich, dass man zukünftig nur ein Benutzerkonto hat, nämlich das der ZEDAT. Bequem hat man nun Zugriff auf OPAC, Blackboard, Campus Management, Mailbox, etc.

Nicht wenige Studierende haben hier jedoch auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Immerhin bedeutet eine solche Fusion auch, dass bisher autonome Subsysteme mit eigenen Datenbanken zusammengelegt werden. Das Missbrauchspotential steigt also. Denn wenn es nur noch „eine große Datenbank“ gibt (die der ZEDAT), dann hat jemand der Zugriff auf diese Datenbank hat jetzt auch Zugriff auf Informationen, die bisher in anderen Datenbanken unabhängig voneinander hinterlegt waren. Entscheident sind hier zwei Faktoren:

  • Das interne Rechtemanagement: Um „internen Datenschutz“ sicherzustellen, Bedarf es eines ausgeklügelten Rechtemanagements. Die Gefahr besteht hier, dass Person A allein deshalb auf Information B Zugriff erhält, weil dies jetzt mit nur einer gemeinsamen Datenbank technisch wesentlich leichter zu bewerkstelligen ist. Die FU Leitung verwahrt sich dagegen natürlich und nimmt für sich in Anspruch, dass eben genau das nicht eintreten wird. Inwiefern man der FU-Leitung hier trauen kann, ist in der Studentenschaft umstritten (vgl. z.B. Gutzmann, David: „Stop_Control“ in: Out of Dahlem, Nr. 6, Winter 06/07, S. 25).
  • Der Schutz nach außen: Datenschutz muss es natürlich auch nach „außen“ geben, d.h., es muss sichergestellt werden, dass Dritte, nicht FU-Angehörige, keinen Zugriff auf das System erlangen können. Nur falls es ihnen eben dennoch gelingen sollte, haben sie bei nur einem gemeinsamen System natürlich einen weitergehenden Zugriff auf Informationen, als bei mehreren kleinen voneinander unabhängigen Systemen.

Weitere offizielle Informationen von CeDiS zur Accountumstellung findet man hier, eine Beispiel-Anleitung mit Screenshots hier.

Update 03.02.07

An der Uni Potsdam ist man was die Zusammenlegung von Accounts angeht etwas schneller, dort kann man sich bereits seit diesem Semester nur noch mit dem zentralen Universitäts-Account (PULS) im Blackboard-System anmelden.

Update 04.02.07

Von Seiten der ZEDAT betont man, dass es nicht zu einer Zusammenlegung der Datenbanken kommen wird. Jedes System behält seine eigene Datenbank. Doch natürlich ist das dann nur eine „Teilautonomie“ weil der Zugang zu allen Datenbanken über denselben Zentralaccount (ZEDAT-Account) erfolgt. Mehr dazu hier.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

„e-Learning Time“ an der FU

Januar 14, 2007

Die CeDiS lädt am Donnerstag den 25.01. zur Verleihung des zweiten FU e-Learning Preises in die Silberlaube ein (Raum L 113):

„Mit diesem Preis will das Lenkungsgremium besonders erfolgreiche e-Learning Aktivitäten auszeichnen und das Engagement der Lehrenden würdigen. Wie im Jahr 2005 wird der Förderpreis in den Kategorien ‚Didaktik‘, ‚Einsatz in der Lehre‘ und ‚Multimedia/Technik‘ verliehen und ist in jeder Kategorie mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro dotiert.“ (CeDiS)

Interessanter als die Preisverleihung selbst ist am Programm sicherlich ein Rückblick und eine Betrachtung der aktuellen Entwicklung des FUeL-Projekts an der FU (14:25 – 14:45 Uhr) sowie der Gastvortrag zum Thema „E-Learning goes social – policy becomes e-inclusive“ von Prof. Tapio Varis („Universität Tampere, Finnland, Fakultät Medienerziehung; UNESCO-Lehrstuhl für globales e-Learning“) von 16:15 bis 17:00 Uhr.

Ob man allerdings wirklich nur für eine Dreiviertelstunde bzw. zwanzig Minuten dorthin pilgern möchte, ist natürlich fraglich. Es lohnt sich sicherlich nur, wenn man ohnehin gerade in der Nähe ist.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Features für das Studierendenportal

Dezember 29, 2006

Wie berichtet, macht die CeDiS zur Zeit gerade eine Online-Umfrage zur Ausgestaltung des zukünftigen Studierendenportals. Ein guter Zeitpunkt, die potentiellen Features näher zu beleuchten und ihre idealtypische Ausrichtung zu skizzieren.

1) Webspace mit Datei-Austausch
2) Webfrontend für die Verwaltung des eigenen Webspace
3) WYIWYG-Editor
4) Poll-Service zur Terminabstimmung
5) Blogs
6) Wikis
7) Foren
8) Mailing Listen
9) Campus Messaging
10) Campus Location Finder
11) Campus Veranstaltungskalender
12) Blackboard RSS Announcements
Fazit

1) Webspace mit Datei-Austausch

Eines der denkbaren Features beim neuen Studierendenportal lautet „Material-Austausch“. Kommilitonin A schreibt also z.B. etwas in einer Vorlesung mit und stellt ihre Notizen als Word-Datei über einen persönlichen Webspace der abwesenden Kommilitonin B zur Verfügung oder am besten gleich allen KommilitonInnen die ebenfalls diese Vorlesung besuchen.

Die Mehrheit der KommilitonInnen schreibt allerdings immer noch handschriftlich in Vorlesungen mit und diese Notizen werden in der Regel nicht noch mal in den Computer eingegeben, wenn man nicht ohnehin ein Protokoll erstellen muss, das allen zugänglich gemacht wird. Dies kann dann genauso gut über Blackboard oder per Mailing Liste geschehen.

Nur im Blackboard sind jeweils immer nur die TeilnehmerInnen einer Lehrveranstaltung zusammengefasst und nicht in jeder Lehrveranstaltung wird Blackboard genutzt. Sinnvoll wäre so ein „globales“ Datei-Austausch-Feature also durchaus. Nicht nur für selber verfasste Notizen, sondern auch für Dokumente die Dritte bei ihrer Recherche im Internet und anderen Quellen ausfindig machen konnten und bei sich gespeichert haben.

Von essentieller Bedeutung wäre hier also eine Suchfunktion. Beispiel: Ich will eine Arbeit über die Punischen Kriege verfassen, allerdings ist das Thema nicht mein Schwerpunkt, meine Materiallage daher mässig. Dann recherchiere ich für diese Arbeit nicht nur im Internet und in Bibliotheken, sondern auch im Datei-Austausch-System der FU, wo der Kommilitone Mustermann, ein Spezialist für die Punischen Kriege, eine umfangreich „Privat Bibliothek“ mit Material (pdf-Dokumente, Links, inzwischen verschwundene HTML-Sites, etc.) zum Thema angelegt hat und diese dankenswerter Weise zur Verfügung stellt.

Dies setzt voraus, dass der Kommilitone seine Dokumente vorher mit Tags gekennzeichnet hat. Suche ich nun nach dem Tag „Punische Kriege“ im FU-internen Datei-Austausch-System, finde ich sein Material. Besser wäre natürlich eine Suchmaschine, die jedes Dokument auch komplett nach Schlagwörtern durchsucht, aber die Tag-Lösung wäre ergänzend durchaus praktisch.

Finde ich das Material des Kommilitonen Mustermann über die Punischen Kriege hilfreich, dann „ranke“ ich es positiv, was dann weiteren Kommilitonen als Hinweis dienen kann. Das Feature eines „Datei-Austauschs“ wird so mit den Vorzügen des Social Bookmarkings verknüpft.

Vorstellbar wäre auch der Datei-Austausch über ein P2P-Netzwerk, mit einer eigens von ZEDAT/CeDiS bereitgestellten P2P-Software. Der Zugang zu diesem P2P-Netzwerk würde dann über die ZEDAT-Kennung erfolgen. Stichwort wäre hier z.B. „i2hub“ (nur halt ohne Abilene Network). Das Missbrauchspotential (Musik- und Filmtausch) ist offensichtlich, sollte aber durch Filter in den Griff zu kriegen sein (bzw. durch die eindeutige Zuordnung mittels ZEDAT-Kennung).

2) Webfrontend für die Verwaltung des eigenen Webspace

Die ZEDAT bietet bereits jetzt jedem ihrer Nutzer auch die Möglichkeit seine eigene Website aufzubauen, die dann unter http://userpage.fu-berlin.de/~mustermann zu finden ist (Beispiele hier). Das Problem ist nur, dass die Einrichung der Website für nicht technikaffine Studierende (und Dozierende) schwierig ist. Man muss sich über Telnet/SSH auf dem Komma-Server einloggen und dort erst mal die Website freischalten. Anschließend muss man sich einen FTP-Client installieren, um seine Dateien hochzuladen.

Für die Klickibunti-Generation ist dieses Konzept nicht mehr tragbar, es schreckt sie ab. Sie ist es gewohnt, alle nötigen Schritte bequem über eine Weboberfläche managen zu können. Hier könnte man ansetzen und bei dem Aufbau des Studierendenportals auch die Verwaltung des von der ZEDAT bereitgestellten Webspace integrieren.

Trotz aller Web 2.0 Neuerungen wie Wikis oder Blogs, wollen viele Studierende und Dozierende oft auch einfach ganz klassisch eine einfache Webseite mit ein paar über einen WYSIWYG-Editor erstellten HTML-Dateien ins Netz stellen.

3) WYIWYG-Editor

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Das Studierendenportal sollte auch über einen WYSIWYG-Editor verfügen. Natürlich wird die Frage nach „Writely“ (Google Docs & Spreadsheets) im Poll zu tage fördern, dass das bisher nur wenige Studierende kennen. Nur würden sie es kennen, würden sie es m.E. auch stärker nutzen. Die Grundidee eine Datei nicht mehr lokal mit einer entsprechenden Applikation erstellen und editieren zu müssen, sondern das direkt im Netz über einen passablen WYSIWYG-Editor erledigen zu können, ist sicherlich ein deutlicher Fortschritt.

Statt meine Notizen erst mit Word lokal zu erstellen und dann Dritten per Upload im Internet zur Verfügung zu stellen, kann man sie auch gleich online eingeben und auf einem Server abspeichern. Was voraussetzt, dass die Person die die Notizen macht zu dem Zeitpunkt online ist. Also z.B. mit einem Laptop via FUnkLAN im Netz ist. Was trotz zunehmender Verbreitung von Notebooks immer noch nur auf eine Minderheit zutrifft. Selbst zu hause mit Standard-Internetverbindung (meint hier ohne Laptop und WLAN) kann ich mir dann aber die Installation eines Textverarbeitungsprogramm sparen, wenn ich einen Service wie „Google Docs & Spreadsheets“ nutze.

Wichtig ist, dass der WYSIWYG-Editor passabel ist (ansonsten wäre mein Ratschlag es zu lassen). Und „passabel“ meint hier wirklich einen Editor, der nicht bei jedem zweiten Klick verreckt (und dabei vielleicht noch gleich den Browser mitabschießt) oder der eine kleine Ewigkeit braucht, bis er geladen ist. Google Docs läuft hier erstaunlich stabil und schnell, ist aber leider keinesfalls die Regel was WYSIWYG-Editoren angeht.

4) Poll-Service zur Terminabstimmung

Wer kennt das Problem nicht, man muss mit gleich mehreren KommilitonInnen ein Referat vorbereiten oder will sich mit seiner Lerngruppe oder AG treffen, aber es fällt unglaublich schwer einen Termin zu finden, bei dem alle Betroffenen Zeit haben. Insbesondere bei größeren Gruppen ist es in der Regel unmöglich einen Termin zu finden, an dem wirklich alle können. Also wählt man den Termin, an dem die meisten Zeit haben. Nur, wie ermittelt man diesen Termin möglichst schnell bei 12 oder mehr Personen?

Die MentorInnen des MentorInnenprogramms am OSI verwenden dazu Doodle, einen Umfrage-Service. Man legt eine Anzahl von möglichen Terminen fest und anschließend trägt jedeR MentorIn sich namentlich auf einer Website ein, zu welchen der genannten Zeitpunkte er kann und zu welchen nicht. Anschließend wird automatisch ausgerechnet, welcher der Termin ist, an dem die meisten MentorInnen Zeit haben (exemplarisch hier).

Natürlich ist das nur eine Variante, wie man einen solchen Umfrage-Erstellungs-Service nutzen kann, aber eine ungemein praktische. Anstatt dass auf einer Mailing Liste ewig hin und her gemailt wird, kann so übersichtlich ermittelt werden, welcher der beste Termin wäre. So trivial die Funktion ist, so hilfreich wäre sie doch im Unialltag zur Terminabstimmung.

5) Blogs

Ja, natürlich sollte zu dem Studierendenportal auch ein Blog-System gehören. Für mich, als Blogger, liegt das auf der Hand. Aber ob das auch für die vielen Studierenden gilt, die den Begriff „Blog“ (oder Weblog) bis heute noch nicht mal gehört haben (passiert immer wieder)? Oder jene, die zwar wissen, was Blogs sind, ihnen aber nicht so eine große Bedeutung beimessen bzw. sich nicht vorstellen können, selber einen Blog zu führen.

Wichtig wäre hier sicherlich ein Blog-System zu wählen (wir hatten die Diskussion ja in den letzten Semesterferien), das auch Gemeinschaftsblogs ermöglicht. Meine Prognose lautet, dass nur ein Minderheit der Studierenden die Zeit, die Nerven und die Ausdauer haben wird, einen privaten Blog dauerhaft zu führen. Wenn Blogs überhaupt angenommen werden, dann wohl eher in ihrer Funktion als Gemeinschaftsblogs: Im Zuge einer Lehrveranstaltung wird ein Blog eingerichtet, indem DozentIn und Studierende themenbezogen regelmässig Einträge schreiben und kommentieren. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass selbst solche Seminar-Blogs (wo sie schon eingesetzt wurden) nur auf wenig Teilnahmebereitschaft seitens der Studierenden stießen (zumindest was die sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen angeht).

Trotzdem kann man ja mal versuchen, ein FU-eigenes Blog-System im Zuge der Einrichtung des neuen Studierendenportals bereitzustellen. Oft reicht der eigentlich triviale Vorgang sich irgendwo bei einem externen Anbieter einen Account einrichten zu müssen schon, dass die Studierenden abgeschreckt werden. Ihren ZEDAT-Account haben sie wegen des Campus Managements aber inzwischen so oder so, wenn man dann nur noch einen Klick von der Blog-Erstellung entfernt ist, kann das vielleicht auch manch einen Zögerer überzeugen.

6) Wikis

Noch besser als Blogs sind für das gemeinschaftliche Arbeiten im Zuge einer Lehrveranstaltung oder einer AG sicherlich Wikis. Wie ein Wiki funktioniert ist aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der Wikipedia inzwischen so gut wie jedem Studierenden bekannt.

Größtes Hindernis sind hier sicherlich die für die Formatierungen beim Editieren nötigen Kenntnisse der entsprechenden Kommandos. Hier sollte bei der Wahl der Wiki-Software darauf geachtet werden, dass sie über einen integrierten WYSIWYG-Editor verfügt. Ebenfalls wichtig ist die Funktion einer Diskussions-Seite zu jedem Eintrag, wie es sie z.B. bei MediaWiki gibt.

7) Foren

Eher „Web 1.0“ als „Web 2.0“ sind Internet-Foren-Systeme wie z.B. phpBB, YaBB oder vBulletin. Obwohl vielleicht „old school“ sind solche Systeme immer noch sehr gefragt, da die Möglichkeiten hier Diskussionen zu führen komfortabler sind als etwa in Blogs.

Auch hier hat der Einsatz des in Blackboard integrierten Forums zwar gezeigt, dass das Interesse an einer verstärkten Kommunikation eher gering ist (ich habe jedenfalls noch kein Seminar gesehen, wo sich im Blackboard richtige Threads mit 10 oder mehr Postings entwickelt hätten), dennoch könnte ein Forumsystem losgelöst von Blackboard hier ein richtiger Schritt in Richtung mehr Akzeptanz sein. Wenn Diskussions-Boards allgemein und zu jedem Thema eingerichtet werden können (und nicht zwangsläufig im Kontext eines bestimmten Blackboards-Course; zudem nun mal nicht alle Lehrveranstaltungen auf Blackboard zurückgreifen), würden sie vielleicht mehr genutzt.

8) Mailing Listen

Ebenfalls etwas „antik“, aber immer noch schwer im Gebrauch: Mailing Listen. Hier werden am OSI in der Regel die Yahoo! Groups eingesetzt. Alternativ bieten die ZEDAT mit Majordomo und die FU-spline-Informatiker mit Mailman ebenfalls jeweils einen Mailing Listen Service an. Nur bei der ZEDAT muss man die Einrichtung einer Liste erst schriftlich beantragen, bei spline ist für die Anmeldung Voraussetzung, dass man eine FU-eigene-IP hat (also via ZEDAT-Dialin/(W)LAN im Netz ist bzw. an einem Pool-Rechner in der FU sitzt) oder die Liste via ZEDAT-Email-Account beantragt.

Einfacher wäre es, wenn man sich über das Studierendenportal wie gewohnt einfach mit der ZEDAT-Kennung einloggt und dann über ein Webinterface eine Mailing Liste bequem einrichten und administrieren könnte.

9) Campus Messaging

„Informationen aus Portaldiensten werden via Messaging verteilt (SMS, Skype, ICQ …)“. Hier wäre mein Einwand, dass die Information ja erst mal in die „Portaldienste“ hineinkommen muss, bevor sie dann anschließend via Messaging an die Studierenden verteilt werden kann. Ein Service der mich z.B. über den Ausfall einer Veranstaltung via SMS aufklären könnte, bringt mir nichts, wenn niemand da ist, der die entsprechende Information ins Netz einspeist.

Wenn der Dozierende morgens bemerkt, dass er krank ist und nicht kommen kann, wie verteilt er dann diese Information? Kann er über ein Portaldienst die SeminarteilnehmerInnen direkt informieren, so dass diese die Information noch auf ihrem Handy sehen, bevor sie umsonst zur Uni fahren? Oder muss der Dozierende erst ein Sekretariat kontaktieren, dass diese Information dann via Messaging an die Betroffenen weiterleitet? Muss der Dozierende sich trotz Krankheit erst noch mal ins Internet quälen, um den Ausfall der Veranstaltung bekannt zu geben?

Ich habe hier so meine Bedenken, dass die Information die Betroffenen noch rechtzeitig erreichen würde. SMS ist als Benachrichtigung unmittelbarer als Email, da nicht jeder morgens vor dem aus dem Haus gehen noch mal seine Emails abruft, trotzdem bin ich skeptisch, ob die Information die Empfänger hier noch in einem angemessenen Zeitrahmen erreicht. Ein Fortschritt wäre es sicherlich, wenn es klappt.

Messages über IP-Telefonie oder Instant Messaging kann ich genauso gut via Email in Empfang nehmen. Die CeDiS wird hier wohl kaum einen eigenen Messaging Service aufbauen, sondern auf bestehende externe Services setzen. Mal abgesehen von den Komplikationen die das mit sich bringt, ist der Vorteil gegenüber konventionellen „Benachrichtigungsformen“ wie Email doch eher gering. Gut, wenn man einen Messenger laufen hat (ICQ, AIM, GTalk, Y!M, WLM, etc.), erreicht einen eine Mitteilung schneller als per Email, die man vielleicht nur zwei oder drei Mal am Tag abruft. Aber wenn man nicht online ist bzw. nicht am Computer sitzt, erreicht einen auch die Message via Instant Messenger nicht. Nur eine Benachrichtigung via SMS direkt auf das Handy wäre hier ein wirklicher Fortschritt.

10) Campus Location Finder

„Locations in Berlin oder auf dem Campus werden in Google Maps angezeigt“. Okay, das ist nun wirklich reine Spielerei. Wenn ich mir eine „Location“ in Berlin oder auf dem Campus anzeigen lassen möchte, kann ich das dann ja auch gleich direkt über Google Maps machen (da die Campus-Gebäude ja alle einen Zugang über mindestens eine Straße mit Hausnaummer haben, die ich bei Google Maps als Ziel angeben kann). Hilfreich wäre es, wenn der „Location Finder“ mir zeigen könnte, wo ein bestimmter Raum / Hörsaal innerhalb eines Gebäudes zu finden ist. Nur soweit ist Google Maps noch nicht ;).

11) Campus Veranstaltungskalender

„Darstellung personalisierter Termine in einem Kalenderportlet“. Ja, aber eben nicht nur persönliche Termine. Wichtig wäre es auch, dass man seinen Kalender oder Teile seines Kalenders öffentlich machen kann (bei Google Calendar kann man ja auch mehrere Kalender führen und dann zwischen „privat“ und „öffentlich“ differenzieren).

Dies hätte den Vorteil, dass man seine Termine mit anderen leichter abstimmen kann bzw. dass andere wissen wo man sich jetzt gerade aufhält. Es kann unter Umständen sinnvoll sein, diese Information freiwillig Preis zu geben. Kommilitonin X sucht Kommilitonin Y und sieht in deren Kalender, dass sie gerade ein Seminar im Raum 100 hat, also wartet sie vor dem Raum 100 bis das Seminar zuende ist, um die gesuchte Kommilitonin abzufangen.

Auch das unter 4) genannte Feature einer Terminabstimmung via Poll könnte man gut in einen solchen Campus-Kalender integrieren.

12) Blackboard RSS Announcements

„Announcements in der Lernplattform werden als RSS-Feed verteilt“. Okay, was für Annoucements werden denn in Blackboard publiziert, die von solcher Bedeutung sind, dass ich sie via RSS-Feed lesen möchte? Bezüglich einer meiner Lehrveranstaltungen, die Blackboard nutzen vielleicht, okay. Aber normalerweise komme ich an die seminarbezogenen Annoucements ja nur ran, wenn ich mich im Blackboard einlogge. Also kann ich auch den RSS-Feed ohne vorherigen Login nicht lesen, ergo müsste der Feedreader diesen Login automatisch vornehmen, bevor er sich den Feed zieht. Kann er das? Sind RSS-Feeds normalerweise nicht frei verfügbar, also von jedem zu abonnieren ohne sich vorher irgendwo einzuloggen?

Fazit

Von einigen Spielereien abgesehen ist die Mehrzahl der potentiellen Features die das neue Studierendenportal mit sich bringen könnte durchaus sinnvoll und erleichtert die Kommunikation an der FU für Studierende und Lehrende. Eine andere Frage ist, welche der genannten Features es am Ende tatsächlich geben wird und ob die Masse der StudentInnen diese dann auch wirklich nutzen wird.

Über die Online-Umfrage versucht man zu ermitteln, was für Features die Studierenden wirklich gebrauchen können. Doch dass das Studierendenportal kommen wird ist bereits jetzt sicher und man wird den Verdacht nicht los, dass bestimmte Funktionen völlig losgelöst vom Ausgang der Umfrage bereits jetzt als Bestandteile des Studierendenportals feststehen (so legt z.B. die ausführliche Testphase für Blogsysteme im Vorfeld nahe, dass es in jedem Fall ein Blogsystem geben wird).

Die „Gefahr“ besteht sicherlich, dass man mit solchen Web 2.0 Innovationen nur die „üblichen Verdächtigen“ begeistern wird. KommilitonInnen die sich also schon vorher für Blogs und Wikis interessiert haben, werden die Features des neuen Studierendenportals begrüßen. Doch diese webaffinen KommilitonInnen stehen eben nicht unbedingt repräsentativ für den Durchschnittsstudierenden an der FU.

Zu hoffen bleibt, dass mit der Bereitstellung des neuen Studierendenportals auch die Nachfrage nach den neuen Web 2.0 Techniken, die das Portal bereitstellen wird, steigt. Doch ein Blick auf die Nutzung der Blackboard-Funktionen stimmt mich hier skeptisch. Sicherlich begrüsst die Mehrheit der Blackboard-Nutzer die Möglichkeit, Material herunter- und heraufladen zu können. Aber hat jemand schon mal gesehen, dass in einem Blackboard-Forum eine wirkliche Diskussion entstanden ist? Oder dass das Chat-Modul genutzt wurde? Wer hat schon mal an einer Online-Umfrage innerhalb eines Blackboard-Course teilgenommen oder an einem durch einen Dozierenden eingerichteten Test?

Ein Großteil der Funktionen liegt brach, wird wenn überhaupt nur von einer verschwindend kleinen Minderheit genutzt. Es steht zu befürchten, dass etliche Features des Studierendenportals ein ähnliches Schicksal erleiden werden – trotz ihrer potentiell durchaus nützlichen Eigenschaften. Ob dieses Szenario durch die Online-Umfrage tatsächlich ausgeschlossen werden kann? I doubt it, aber wir werden sehen.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Umfrage zum neuen Studierendenportal

Dezember 12, 2006

Wie bereits in den letzten Semesterferien diskutiert, soll die FU Berlin demnächst ein zentrales Studierendenportal bekommen, das die CeDiS bereitstellen wird. Man braucht also zukünftig z.B. nicht mehr drei verschiedene Accounts um sich Bücher im OPAC auszuleihen, ins Blackboard einzuloggen und Lehrveranstaltungen im Campus Management zu buchen. Alle Systeme sollen über ein zentrales Benutzerkonto (= ZEDAT-Account) miteinander vernetzt werden. Dies passiert aber erst in der zweiten Phase des Projekts.

In der für das kommende Jahr anstehenden ersten Phase wird es zunächst um einige Zusatzfeatures gehen, „etwa dem gegenseitigen Austausch von Materialien und Ratschlägen, der Erstellung von Einträgen auf einer interaktiven Karte des Campus und das Führen von Blogs und Wikis“ (CeDiS).

Ich bin ein Befürworter dieses Studierendenportals und halte seine Einrichtung für überfällig, habe aber in jüngster Vergangenheit auch versucht zu dokumentieren, dass das einige KommilitonInnen aus datenschutztechnischen Gründen wesentlich kritischer sehen.

Vom 11.12.06 bis 15.01.07 bietet die CeDiS nun allen Studierenden an, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Die Mitwirkung erscheint empfehlenswert, da durch die Umfrage ermittelt werden soll, welche Features überhaupt gebraucht werden / sinnvoll sind.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Blackboard Patent-Streit / Videokonferenzsaal

Dezember 2, 2006

Während man bei der CeDiS not amused über die kritische Darstellung des FU-eigenen e-Learning-Angebots ist („deine kritik ist also in dem punkt völlig unberechtigt“, „details kann ich wie immer nicht verraten, aber das sollte nicht zu spekulationen eurerseits führen“), weisen die Kollegen vom DEFO- und vom LHG OSI-Blog auf andere Entwicklungen hin, die auch zu diesem Thema passen.

Der Kommilitone Stephan Manske schreibt über einen Patent-Streit in den USA in dessen Mittelpunkt die Blackboard Inc. steht:

[Blackboard Inc.] „hat nämlich ein oder wie Kritiker sagen das Patent auf nahezu alle programmierbaren netzunterstützten Lehr- und Lernsysteme bzw. ‚a system for providing to a community of users access to a plurality of online courses‘

Für Stephan ergibt sich daraus ein möglicher Vorteil für die FU, die mit der Wahl der Blackboard Academic Suite als LMS-Softwarelösung auf der sicheren Seite steht, sollte sich Blackboard Inc. in diesem in den USA erbittert geführt Patent-Rechtsstreit tatsächlich durchsetzen. Gleichzeitig führt er aber an, dass ein solches Softwarepatent nach geltender Rechtslage in Europa kaum Bestand haben dürfte (der Vorstoß in der EU eine Richtlinie zur Patentierbarkeit von „computerimplementierter Erfindungen“ durchzusetzen, scheiterte vorerst im Juli 2005; siehe Wikipedia).

Da Softwarepatente mehr als umstritten sind und es zurecht eine internationale Bewegung gegen ihre Einführung / Beibehaltung gibt, ist das für mich – normativ – eher ein klares Argument gegen die Verwendung von Blackboard als LMS, da die Blackboard Inc. eine solche äußerst fragwürdige Pro-Softwarepatent- Geschäftspolitik betreibt.

Zeitgleich weist Ronny Patz auf eine Neuerung am OSI hin: Der Fachbereich PolSoz besitzt seit kurzem einen Videokonferenzsaal! Zumindest theoretisch bietet der Saal die Möglichkeit wirklich mal ein wenig „e-Learning“ zu betreiben. So frotzelt Ronny über die möglichen Verwendungszwecke unter anderem:

„4. Für Vorlesungen: Statt hundertfünfzig Studierende für eine Vorlesung in die Ihne 22/E1 zu stopfen könnten die Studierenden eine Vorlesung bequem in der Cafeteria verfolgen. Die Anwesenheit wird über den Abgleich mit der IP-Adresse garantiert und für alle Menschen auf der Welt auf StudiVZ publiziert.

5. Für Studierende in anderen Bundesländern, die wegen Studiengebühren kein Studium anfangen konnten: Seminare (zu Themen, für die maximal 20 Studierende kommen) finden im Konferenzsaal statt und geben den Außenstehenden eine Vorstellung davon, was sie hätten haben können, wenn ihre Eltern genügend Geld gehabt hätten.“

Das hatten wir neulich auch in unserem e-Learning Seminar: Wäre es nicht schön, sich eine Vorlesung die um 8 Uhr morgens stattfindet erst um 12 Uhr mittags als Aufzeichnung anzusehen und sich dafür nicht mal in einen überfüllten Vorlesungssaal zwängen zu müssen, sondern das Ganze vor dem heimischen PC bei einer Tasse Kaffee konsumieren zu können?

Und das wäre ja nur die Nutzung als Aufzeichnung, „Konferenz“ meint ja, dass die andere Seite – sofern sie über eine entsprechende technische Ausrüstung verfügt – sich aktiv ins Geschehen einklinken kann. Und wenn der Prof dann mal nervt, einfach den Ton abdrehen und nur hin und wieder nicken bzw. einen Garderobenständer vor der Webcam postieren, bei einem Low-Quality-Connect merkt das ohnehin keiner. Hach, das wär’s doch.

Mal abgesehen davon, dass ein solches „Fernstudium“ via Videkonferenzen natürlich diverse negative Folgewirkungen haben kann (deren Ausführung den Rahmen dieses Posts sprengen würde), stellt sich natürlich die Frage, ob so etwas überhaupt für den PolSoz-Videokonferenzsaal vorgesehen ist. Das Foto auf der entsprechenden Website mit Konstrukti Risse suggeriert jedenfalls, es ginge hier eher um den Gedankenaustausch zwischen Dozierenden und Dozierenden, weniger zwischen Dozierenden und Studierenden. Der Raum selbst hat maximal Platz für 23 Personen und als Empfänger kommen wohl nicht etwa die großen Hörsäle im Henry-Ford-Bau in Frage, sondern nur andere spezielle Videokonferenzräume (etwa im Ausland), die kaum mehr Sitzplätze zur Verfügung haben werden als wir in unserem tollen „Videokonferenzsaal“.

Unklar ist, inwieweit man auch Konferenzen über das Internet abhalten kann (denn dann könnten Studierende zumindest vor dem heimischen PC partizipieren). In der Werbebroschüre kann man zwar nachlesen, dass alle nötigen Protokolle/Standards unterstützt werden (siehe letzte Seite), ob aber auch am FB PolSoz geplant ist, Konferenzen über das LAN hinaus im Netz zugänglich zu machen, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

e-Learning an der FU Berlin

November 23, 2006

Hier die PowerPoint-Präsentation zu meinem Referat zum Thema „e-Learning an der FU Berlin“ (ursprünglich war es nur eine Linksammlung) für unser e-Learning Seminar.

Der erste Teil stellt das aktuelle eLearning-Angebot der CeDiS vor. Darunter auch ein Blick in die Zukunft inklusive Studierendenportal, Multi-Blogger-System und anderen „Web 2.0 Errungenschaften“. Diese Problematik ist zumindest regelmässigen LeserInnen dieses und anderer FU-Blogs bereits hinlänglich bekannt. Aber es werden auch die bereits bestehenden Angebote (Autorensoftware, Lernsoftware, Beratung, Schulung, etc.) kurz angeschnitten.

Der zweite Teil der Präsentation befasst sich noch einmal mit den fragwürdigen Bedingungen unter denen Blackboard als zentrales Learning Management System (LMS) an der FU eingeführt wurde. Es wird die immer noch aktuelle Frage aufgeworfen, ob die FU wirklich ein LMS braucht, wenn Blackboard von den meisten Dozierenden als reine „Dateiablage“ verwendet wird. Daneben gibt es weitere Kritikpunkte, die aufmerksamen Beobachtern der Szenerie schon bekannt sein dürften. Relativ neu ist hingegen eine Umfrage aus dem Juli, die sich an die FU-Studentenschaft richtete und Auskunft darüber geben sollte, wie das System angenommen wird, ob es Probleme gab, welche Funktionen tatsächlich genutzt wurden, etc. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden ebenfalls in die Präsentation integriert.

Leider bin ich mit dem Vortrag nicht ganz durchgekommen, was neben der Tatsache, dass er etwas zu voluminös war, auch auf die zahlreichen Zwischendiskussionen und Abschweifungen zurückzuführen ist. Wer will kann sich die komplette Präsentation daher hier noch einmal herunterladen. Und auch für Nicht-TeilnehmerInnen des Seminars ist die Thematik vielleicht nicht ganz uninteressant.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.