Berufung von Chojnacki und Zürcher erneut angesetzt

Obwohl Prof. Chojnacki bereits einem Ruf an die Uni Kiel gefolgt ist und Prof. Zürcher kurzfristig alle seine Lehrveranstaltungen in diesem Semester abgesagt hat und seither nicht mehr gesehen war („Hintertür-Berufung von Chojnacki und Zürcher offenbar gescheitert“), verfolgt der Fachbereichsrat (FBR) PolSoz offenbar weiterhin die mehr als umstrittene Berufung der beiden Professuren.

„Das von Dekanin Barbara Riedmüller vorangetriebene ’schlanke Berufungsverfahren‘ war damit begründet worden, dass Chojnacki und Zürcher beide einen Ruf an andere Universitäten erhalten hätten, aber an der FU gehalten werden sollten. Mittlerweile hat jedoch Chojnacki das OSI verlassen und eine Professur in Kiel angenommen, so dass eine ‚Rufabwehr‘ gar nicht mehr möglich ist.

Im Falle Zürchers gibt es Hinweise, dass er gar keinen Ruf einer anderen Universität als Vollprofessor erhalten hat. Zudem gibt es offenbar Unregelmäßigkeiten mit der Bewerbung Zürchers am OSI: Einem studentischen FBR-Vertreter konnte nur ein Lebenslauf, aber kein Bewerbungsschreiben vorgelegt werden.“ (Flyer der „Studentischen Initiative für politische Theorie am OSI“)

Darüber hinaus hatte Wissenschaftssenator Zöllner die ihm vorgelegte Berufungsliste mit dem Hinweis auf Verfahrensfehler abgelehnt und eine erneute Abstimmung gefordert:

„Wissenschaftssenator Zöllner kritisierte die ‚politische Kultur‘ am OSI, auch weil im vergangenen Semester ProfessorInnen die Möglichkeit der Stimmabgabe im Berufungsverfahren verweigert wurde. Die Streichung der Vollprofessur ‚Politische Ideengeschichte‘ im OSI-Strukturplan, um zwei für Chonjacki und Zürcher maßgeschneiderte Konfliktforschungs-Professuren zu schaffen, hatte in Wissenschaftlerkreisen für Aufregung gesorgt.“ (ebd.)

Am kommenden Mittwoch (10.12.08) soll in der FBR-Sitzung um 9 Uhr in der Ihne21, Hörsaal B nun in einem zweiten Anlauf erneut versucht werden, die beiden Professuren durchzuwinken.

Was das jetzt noch überhaupt bringen soll, wenn Chojnacki bereits weg und Zürcher wohl auch am gehen ist, bleibt unklar. In jedem Fall hätte die Einrichtung der Professuren aber wohl den endgültigen Untergang der Vollprofessur Ideengeschichte zur Folge.

Es empfiehlt sich daher dem Aufruf der „Studentischen Initiative für politische Theorie am OSI“ zu folgen und möglichst zahlreich am Mittwoch zur besagten FBR-Sitzung zu erscheinen, um Protest gegen die Berufungen zum Ausdruck zu bringen und eine Diskussion am Institut über den Strukturplan einzufordern.

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2 Antworten to “Berufung von Chojnacki und Zürcher erneut angesetzt”

  1. Mehrheit für Berufung von Chojnacki und Zürcher im FBR « FUwatch Says:

    […] Barsch im Tagesspiegel berichtet, hat der Fachbereichsrat (FBR) PolSoz in seiner letzten Sitzung (“Berufung von Chojnacki und Zürcher erneut angesetzt”) an der Berufung von Sven Chojnacki (Vergleichende Politikwissenschaft und empirische […]

  2. Riedmüller, Rotwein und das “Professorium” « FUwatch Says:

    […] der Brief den Zöllner angesichts der Berufungsskandals verfasst hatte (siehe “Berufung von Chojnacki und Zürcher erneut angesetzt”), blieb weitgehend geheim: “Nicht einsehbar ist auch der Brief des Wissenschaftssenators […]

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