Kampagne für faire Computerbeschaffung läuft an

Wie unlängst berichtet, versuchen engagierte KommilitonInnen in diesem Semester das WEED-Projekt „PC global“ an den Berliner Universitäten zu etablieren.

Im Zuge der „Hochschul-Kampagne für faire Computerbeschaffung“ soll versucht werden, die Universitätsverwaltungen zu überzeugen beim zukünftigen Kauf von Computern soziale und ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Insbesondere die bis dato desaströsen Arbeitsbedingungen in den Hardware-Herstellungs-Sweatshops will das Projekt auf diesem Weg massiv verbessern. Die Hersteller sollen zur Einhaltung grundlegender Menschen- und Arbeitsrechtstandards in ihren Produktionsstätten bewogen werden.

Mehr noch als der private Sektor haben öffentliche, durch Steuergelder finanzierte Einrichtungen (wie Universitäten) die Pflicht, bei ihren Anschaffungen auch Faktoren wie Menschenrechte und Umweltgerechtigkeit in den Produktionsländern zu beachten. Und gelänge es die neuen Richtlinien im nicht eben kleinen öffentlichen Bereich durchzusetzen, müssten die Hersteller reagieren und tatsächlich auch Produkte anbieten, die diesen neuen Herstellungs-Richtlinien entsprechen.

Um der „Hochschul-Kampagne für faire Computerbeschaffung“ auch in Berlin zum Erfolg zu verhelfen (in den USA hatten ähnliche Kampagnen an Unis bereits Erfolg) trafen sich am ersten Tag der Vorlesungszeit interessierte Studierende an der HU. Das Treffen war konstruktiv, es hätten aber nach Ansicht der Beteiligten ruhig noch mehr KommilitonInnen anwesend sein können. Laut Protokoll fanden sich nur neun Personen ein, darunter drei von WEED und zwei vom BUND.

Beschlossen wurde unter anderem eine Kooperation mit dem TU Energieseminar „Der Schatten eines Computers“ bei dem sich das Projekt „PC global“ einbringen und auf die Kampagne hinweisen soll. Ferner plant Jochen Koubek, Informatik-Dozent an der HU, in seinen Lehrveranstaltungen auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Und der BUND möchte das Thema fair produzierter Computer in sein globalisierungskritisches Stadtführungs-Programm aufnehmen.

Gezielt möchten die Kampagnen-Beteiligten zukünftig ihre Idee in Uni-Gremien vorbringen und hier dann auch besonders die studentische VertreterInnen ansprechen. Weiterhin sucht man verstärkt den Kontakt in ökologische und regionalwissenschaftliche Studiengängen hinein, da Studierende hier inhaltlich vermutlich am stärksten an der Kampagne interessiert sein könnten. Als weitere potentielle Verbündete bieten sich zudem Gruppen an, die „artverwandte“ Kampagnen initiiert haben.

Das nächste Treffen der Kampagne findet am kommenden Dienstag (28.10.08) um 17:00 Uhr im Seminargebäude der HU (Dorotheenstr. 24) im Raum 3.019 statt. Die Kampagne benötigt dringend weitere UnterstützerInnen und bittet alle Interessierten, doch einfach mal vorbeizuschauen.

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Eine Antwort to “Kampagne für faire Computerbeschaffung läuft an”

  1. Faire Computerbeschaffung jetzt mit Affengriff und Filmabend « FUwatch Says:

    […] Faire Computerbeschaffung jetzt mit Affengriff und Filmabend Engagierte KommilitonInnen sind nach wie vor bemüht an den Berliner Universitäten das WEED-Projekt “PC global” hochzuziehen, welches sich für eine faire Computerbeschaffung an den Unis einsetzt (siehe “Kampagne für faire Computerbeschaffung läuft an”). […]

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