RomanistInnen wehren sich mit offenem Brief gegen Stellenkürzung

Studierende des Instituts für Romanische Philologie haben einen offenen Brief an ihren Institutsdirektor, Prof. Dr. Joachim Küpper, geschrieben, um gegen eine geplante Stellenkürzung zu protestieren.

Konkret geht es um PD Dr. Luigi Catalani, dessen Stelle zum kommenden Wintersemester 08/09 auf der Kippe steht. In dem offenen Brief (der in voller Länge im FSI Blog nachgelesen werden kann) heißt es:

„Seine umfangreiche fachliche Kompetenz, seine Motivation und Begeisterung für sein Fach, seine Fähigkeit, diese Begeisterung auch in den Studierenden zu wecken: All dies trägt dazu bei, dass sich Herr PD Dr. Catalani deutlich und auf sehr positive Weise hervorhebt.

Es entzieht sich unserem Verständnis, wie es sich begründen lässt, dass hochqualifizierte Lehrkräfte wie Herr PD Dr. Catalani oder – um ein aktuelles Beispiel aus dem letzten Semester anzuführen – Herr PD Dr. Karimi vom Institut abgewiesen und zurück in eine unsichere Lage entlassen werden können. Auf wie viele herausragende Lehrende müssen das Institut und die Studierenden verzichten?“ (Offener Brief der Studierenden am Institut für Romanische Philologie, 17.07.08)

Dr. Catalani wäre demnach nicht der erste Dozent, der vom Institut in kurzer Zeit abgewiesen wird.

Auf Emaillisten hieß es zudem von seiten eines Studierendenvertreters, dass diese geplante Stellenkürzung vermutlich auch in Zusammenhang mit den 40 prozentigen Mittelkürzungen zu sehen ist, die der Berliner Senat für 08/09 aufgrund der hohen Abbrecherquote beschlossen hat.

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5 Antworten to “RomanistInnen wehren sich mit offenem Brief gegen Stellenkürzung”

  1. Mathias Bartelt Says:

    Da die Information über die 40-%-Kürzung hier nur unzureichend wieder gegeben ist, will ich sie nochmals vollständig darstellen:

    Dem Fachbereich PhilGeist (zu dem die Romanist/innen gehören) sind im Zuge der Kürzungen auf Weisung des Berliner Wissenschaftssenators mit Begründung der hohen Abbruchquoten nun für 2008/2009 40 % der Mittel gekürzt worden.

    Ich vermute, diese geplante Stellenkürzung steht damit in Zusammenhang.

    Siehe dazu auch nochmals hier unter dem letzten Subtitel „Die “alten” Studiengänge: Mittelkürzungen bei Nicht-Abwicklung?“: http://fachschaftsinitiativen.wordpress.com/2008/05/20/big-presidency-is-watching-you/

  2. Mathias Bartelt Says:

    Eine kleine Präzisierung. Maß gebend ist vor Allem dies: https://fuwatch.wordpress.com/2007/12/21/advent-advent-die-lehre-brennt/
    http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Uni;art304,2443111

    Die o.g. Drohungen des Berliner Wissenschaftssenators sind natürlich dennoch damit in Zusammenhang zu sehen.

    In wie weit das Präsidium, das gern die Verantwortung von sich weist, hier mit über die Verteilung der Kürzungen entschieden hat, darüber liegt mir gegenwärtig nichts vor.

  3. leser Says:

    Niklas, schreib doch mal wieder was! Hochschulpolitik ist soviel langweiliger ohne Deine Artikel.

  4. Mathias Bartelt Says:

    Z.K.: „Notstand in der Linguistik“ http://fachschaftsinitiativen.wordpress.com/2008/12/09/fsi-anglistik-notstand-in-der-linguistik/

  5. Notstand in der Linguistik « FUwatch Says:

    […] Obwohl der Stellenabbau natürlich auch große Institute hart trifft, fällt er für kleinere oft noch deutlich fataler aus, weil diese dann kaum noch den Lehrbetrieb aufrecht erhalten können. Zuletzt waren es Studierende der Romanistik, die gegen einen Stellenabbau protestierten (“RomanistInnen wehren sich mit offenem Brief gegen Stellenkürzung”). […]

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