Umbaupläne in der Ihne21/22 und Garry55 zur Schaffung der neuen Sozialwissenschaftlichen Bibliothek

Auf studentischen Email-Verteilern kursiert zur Zeit ein Papier der Fachbereichsverwaltung (FBV) des FB PolSoz mit dem Titel „Integration der Fachbibliotheken des Bibliotheksbereichs IV (ohne JFK) am Standort Ihnestraße 21, 22 und Garystraße 55“. Wie der Name schon deutlich macht, geht es um einen Vorschlag des Dekanats welche Umbaumaßnahmen in der Ihne21/22 und Garry55 erfolgen müssten, um hier die neue Sozialwissenschaftliche Bibliothek unterzubringen.

Dies schließt Pläne die neue Bibliothek in die UB zu integrieren nicht aus (diese nimmt das Dekanat „zur Kenntnis“). Thema des Papiers ist aber, wie die Zusammenführung verschiedener Fachbibliotheken zunächst in der Ihne21/22 und Garry55 räumlich zu bewältigen ist, denn die Schaffung einer Sozialwissenschaftlichen Bibliothek läuft ja bereits.

Bezüglich der Garrystr. 55 heißt es in dem Papier:

„Das Erdgeschoss der Garystraße 55 wird danach komplett zur Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek genutzt. (…)

(…) Eine bauliche Einbindung des Hörsaales 55-A in die Bibliothek (neben einer Vorverlegung Bibliothekseinganges und der Ausleihe in das Foyer) wären geeignet, langfristig oder auf Dauer eine auch vom Eingangsbereich her ansprechende Sozialwissenschaftliche Bibliothek zu schaffen und dabei derzeitige Sicherheitsrisiken zu beseitigen.“

Womit der Hörsaal A in der Garry55 dann offenbar wegfallen würde und Bestandteil der neuen Bibliothek wäre, die ihren Eigangsbereich im bisherigen Foyer hätte. Diesem Wegfall des Hörsaal A steht dann aber auch ein gleichtzeitiger Zugewinn an Raum im Erdgeschoss der Ihne21 gegenüber:

„Ein Ersatz für verloren gegangene Unterrichtsflächen durch die Abgabe des Hörsaals 55/A wird für das OEI durch die Mitnutzung der Hörsäle (vorhandene oder zu schaffende) im Fachbereich sichergestellt. Die Flächen des Erdgeschosses der Ihnestraße 21 werden gänzlich oder zu großen Teilen für die Lehre nutzbar eingerichtet.

Derzeit besteht ein Bedarf von Raumkapazität für fünf Lehrveranstaltungen der Publizistik, die auf Grund ihrer spezifischen Bedürfnisse an technischer Betreuung und Ausstattung derzeit noch am Standort Lankwitz verblieben sind. Dies sollte in der Ihnestraße 21 im Erdgeschoss realisiert werden.“

(…) (Auf Vorschlag von Mitarbeiterinnen der Bibliothek am 8.5.08 anlässlich einer Aussprache mit der FBV wurde der Kompromissvorschlag formuliert, die Westseite der ehemaligen Bibliotheksräume als ’stillen Lesesaal‘ zu betreiben. Der östliche Teil – einschl. Ausleihe – könnte dann für Unterrichtszwecke genutzt werden)“

Sowohl die OEI- als auch die PuK-Studierenden sollen dann also im Erdgeschoss der Ihne21 neu zu schaffende OSI-Hörsäle mitnutzen. Sollte der Kompromissvorschlag angenommen werden (der der FBV zumindest prüfenswert erscheint), dann hätte man neben den neuen Hörsälen aber auch immer noch einen „stillen Lesesaal“ in der Ihne21.

Neben „stillen Bereichen“ sind aber nach Einschätzung der FBV auch Räumlichkeit nötig, die „verbale Kommunikation“ zulassen, in denen Studierende also nicht still vor sich hinlesen, sondern sich in Gruppenarbeit üben. Entsprechende Räumlichkeiten sollen im Untergeschoss der Ihne22 entstehen:

„Nach den Feststellungen des Dekanates besteht ein Bedarf an räumlichen Voraussetzungen für ein Lernen ohne Arbeitsmaterialien der Bibliothek mittels Laptop im FU-Netz. Dazu sind multifunktionale Unterrichtsräume zur Nutzung als Hörsaal, Kleingruppen- und Arbeitsgruppenraum in der Ihnestraße 22 im Sockelgeschoss (ehemalige Druckerei) einzurichten. Ein baulicher Aufwand ist gegeben.“

Da sich die Druckerei unten im Keller befand, ist davon auszugehen, dass mit Sockelgeschoss das Untergeschoss der Ihne22 gemeint ist. Dort bestehen aber schon UG1 und UG2 die bisher als Hörsäle genutzt werden. Was genau umgebaut werden soll, damit diese zu „multifunktionale Unterrichtsräume“ werden, ist nicht ganz klar. Denkbar wäre aber natürlich eine technische Aufrüstung (stationäre Beamer gibt es da unten z.B. bisher nicht) sowie vielleicht ein oder zwei weitere Räume (rechts von UG2 ist doch z.B. auch noch ein Raum).

Zusammenfassend geht der Trend also dahin, die neue Sozialwissenschaftliche Bibliothek in der Garry55 zu konzentrieren, während der Bibliotheksbereich in der Ihne21 vollständig oder zumindest zum größten Teil in Lehrräumlichkeiten umgewandelt werden soll, die dann gemeinsam von OEI, OSI und PuK genutzt werden.

Zu klären wäre noch, ob diese Pläne nun eine Alternativmöglichkeit darstellen, falls das mit der Integration der PolSoz Bib in die UB nicht klappt (Dekanin Riedmüller hatte dem Tagesspiegel gesagt „Wir arbeiten am jetzigen Standort an einer attraktiven Lösung, die auch überlebensfähig ist, wenn es nicht zum Umzug kommt“) oder ob diese Pläne einen Umzug nicht auch begünstigen. An einer weiteren Stelle im Papier heißt es z.B.:

„Durch die Verlagerung der Mitarbeiter/innen der Bibliothek aus der ersten Etage der Ihnestraße 21 in das Erdgeschoss der Garystraße 55 stehen die damit frei gewordenen Räume zur Unterbringung der berechtigten derzeitigen Nutzer/innen der Ihnestraße 26 zur Verfügung.“

Das ist insofern interessant, als dass eine Freistellung von Räumen in der Ihnestraße 26 sicherlich eine Voraussetzung wäre, die UB wie geplant Richtung Ihnestraße auszudehnen, um dort dann auch die PolSoz Bib zu integrieren.

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