Deutlich weniger Studierende auf 2. OSI/PuK-VV

Wie prognostiziert waren auf der 2. OSI/PuK-VV am letzten Mittwoch deutlich weniger Studierende anwesend, im LHG-Blog ist von 22 die Rede. Dennoch wurden etliche interessante Punkte angesprochen.

So kann man im Bildungswiki ein paar „Forderungen-Ideen“ nachlesen, die Anna offenbar im Anschluss an die VV verfasst hat und die von Wolf ergänzt wurden („von Wolf eingefügt“). Abgestimmt hat man über diese Forderungen die sich weitgehend mit dem Forderungskatalog des Aktionsplenums decken allerdings auf der VV nicht.

Für helle Aufregung sorgte bei der LHG, dass angeblich sechs der Anwesenden zu verstehen gaben, das OSI für einen Tag besetzen zu wollen. Angeblich sollte dies Donnerstag oder Montag geschehen. Nun, Donnerstag passierte es nicht und Montag wird es vermutlich auch nicht passieren. Falls doch, könnte man mit einem solchen „wilden Streik“ aber auf einen Schlag auch OSI-Studis auf den Protest und sein Anliegen aufmerksam machen, an denen das Ganze bisher vorbeigegangen ist.

Die von der LHG aufgeworfene Legitimationsfrage ist natürlich berechtigt, aber solange es nur um eine symbolische Besetzung für einen Tag geht, wäre das nicht übermäßig dramatisch. Auch hielte sich die Polarisierungsgefahr bei nur einem Tag sicherlich in Grenzen. Es ist aber relativ unwahrscheinlich, dass sich ein „Spezialkommando“ tatsächlich durchringt, das durchzuziehen.

Wolf fasst die weiteren Themen der VV wie folgt zusammen:

„Angefangen hatte die kleine Versammlung noch mit einer kurzen Auflistung derzeitiger Aktivitäten, wie dem Campus Camp, Infotischen oder unterschiedlicher Plena, gefolgt von einem kurzen Rundumschlag über angeblich bildungszwangsprivatisierende EU-Verordnungen, knapper Zulassungszahlen zum Polwiss-Master, Bedrohungen des Polwiss-Diploms, Bedrohung der Professur für Ideengeschichte durch eine Professur für Chojnackis und allgemeiner Gremienkritik durch Sara.“ („PolSoz-VV: 6 von 22 wollen OSI besetzen“, LHG Blog, 14.05.08)

Daraus lässt sich schließen, dass es jetzt tatsächlich Überlegungen gibt Chojnacki eine W2-Professur anzubieten, damit dieser nich nach Kiel abwandert (?). Und wenn dies tatsächlich die (ewig schwebende) Neubesetzung der Professur für Ideengeschichte gefährdet, könnten die innerstudentischen Auseinandersetzungen im Chojnacki-Fall doch noch zunehmen.

Auch kam es auf der VV zum „Showdown“ zwischen Anna und ihren KritikerInnen. Streitpunkt war offenbar Annas „künstlerisch wertvoller“ Schreibstil und ihre unstrukturierten, kaum lesbaren Texte, die sie nicht nur fortlaufend ins Wiki setzt, sondern damit auch die Protest-Verteiler zeitweise massiv pflastert. Wolf schreibt, Anna verließ die VV „nach zwei genervten Gegenreden“ vorzeitig.

Auf dem osi-protest-Verteiler ging es jedoch munter weiter, und obwohl ein Wiki-Admin offenbar versucht hat es zu unterbinden, kann der Schlagabtausch mit Dennis nach wie vor in einem von Anna extra eingerichteten Wiki-Eintrag zum Thema nachgelesen werden.

Theoretisch könnte Anna ihren Schreibstil natürlich ändern und ihre Mailflut drosseln, sie dazu zu bewegen, dürfte aber schwierig werden. Denn bisher hat sie keine Veranlassung gesehen, etwas an ihrem Vorgehen zu ändern, trotz diverser kritischer Anmerkungen auf dem osi-protest-Verteiler von etlichen KommilitonInnen.

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2 Antworten to “Deutlich weniger Studierende auf 2. OSI/PuK-VV”

  1. noname Says:

    Gibt es nichts wichtigeres als über den Schreibstil eines Plenumsteilnehmers zu reden? Wo soll das alles noch hinführen?

  2. Niklas Says:

    || Gibt es nichts wichtigeres als
    || über den Schreibstil eines
    || Plenumsteilnehmers zu reden?

    Sollte man annehmen, doch Fakt ist, dass die Kritk an Annas Vorgehen zunimmt. Zuletzt etwa von einem Kommilitonen, der sich darüber ärgerte, dass Anna ihn in einem Indymedia-Artikel mit vollem Namen zitierte. Inwiefern Anna autorisiert war das zu tun, ist umstritten.

    Hinsichtlich ihres Schreibstils war der zentrale Vorwurf, dass dieser in Kombination mit der Anzahl ihrer Emails auf dem osi-protest-Verteiler dazu führen würde, dass Studis von dem Verteiler runtergehen, man also pontentiell Informations- und/oder Protestwillige durch ihr Handeln verlieren würde.

    Ob das wirklich so ist wäre noch zu klären, belegen lässt sich, dass sich mehrere Mitglieder der Liste über ihren „Spam“ beschwert haben, als sie in den Ferien lauter „lyrische“ Mails jenseits eines (hochschul)politschen Kontextes über den Verteiler schickte.

    Und auch jetzt innerhalb des Protests merkten einige an, sie würden ihre Texte in Emails und im Wiki nur schwer inhaltlich nachvollziehen können.

    Die Diskussion würde sich sicherlich erübrigen, wenn andere PlenumsteilnehmerInnen mehr an der Informationserstellung und -verteilung im Internet mitwirken würden. De facto läuft die ganze Online-Präsenz des Protests inzwischen über Anna (außer dem stark von Anna dominierten Wiki gibt es keine weitere, zentrale, stetig aktualisierte “offizielle Anlaufstelle” im Netz für den Protest).

    Ergo steckt hinter der Kritik an Annas etwas chaotischem Schreibstil in letzter Konsequenz natürlich auch eine Kritik an der verhältnismäßig schwachen Präsenz des Protests im Internet (hinsichtlich Information und Kommunikation).

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