FU Campus Camp und weitere dezentrale VVs

Am gestrigen Dienstag hat die „Campuswoche“ begonnen, die die Studierenden für die kommende Aktionswoche mobilisieren und mit Informationen versorgen soll. Zu diesem Zweck soll es auch erste Veranstaltungen und Aktionen geben.

Im Zentrum der Campuswoche steht das „FU Campus Camp“ im Innenhof der Silberlaube, welches den Austausch zwischen den Studierenden ermöglichen, sie mit Infomaterial versorgen und Ausgangspunkt für Aktionen sein soll. In der Einladung heißt es:

„Jetzt ist endlich soweit: In der nächsten Woche, d.h. vom 13.-16. Mai, werden wir an der Uni ein tolles Camp aufbauen, um innerhalb dieses Freiraums durch Workshops, Gespräche, Diskussionen, spontane Aktionen, gemeinsames Kochen und vieles mehr die darauffolgende Aktionswoche einzuleiten und vorzubereiten.

Neben dem mobilisierenden Effekt, den wir hoffentlich durch das Camp und die vier Infopunkten auslösen werden, können wir die Zeit zudem nutzen, um uns kennenzulernen, Spaß zu haben und Auseinandersetzungen über grundsätzliche Fragen des politischen Handelns zu führen, die über Orga-Kram und Hochschulpolitik hinausgehen. Und das bei tollem Wetter, Grillen, Musik und netter Atmosphäre!“ („Auf zum FU Campus Camp“, BBFB Blog, 10.05.08)

Erste optische Eindrücke des Camps gewinnt man durch je eine Fotostrecke im BBFB-Blog und bei Anna im Bildungswiki (einfach etwas runterscrollen).

Unterdessen gehen einige KommilitonInnen auch einen Schritt weiter und campen tatsächlich im Camp, veranstalten also quasi ein „FU Campus Camp Camping“. Konkret meint das, dass die Beteiligten vorhaben im Innenhof der Silberlaube mit Zelten und Schlafsäcken zu übernachten, um so doch noch ein bisschen Besetzungsstreik-Feeling und Lagerfeuer-Atmosphäre zu erzeugen. Ob sie die erste Nacht gut überstanden haben oder ob sie durch die Polizei bzw. die FU Security unsanft vom Gelände befördert wurden, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unbekannt.

Unklar ist auch, was mit dem geplanten zweiten „Campus Camp“ in Lankwitz passiert ist. Da man darüber nichts mehr liest, ist wohl davon auszugehen, dass man sich darauf beschränkt hat, doch nur ein Camp in der Silberlaube aufzubauen. Vielleicht erscheint dieses zweite Camp auf dem Campus Lankwitz auch erst zur kommenden Aktionswoche.

Heute (14.05.) findet zudem um 12 Uhr im Hörsaal B des Henry-Ford-Baus die zweite OSI/PuK-Vollversammlung statt. Thema wird dort insbesondere sein „Was wollen wir erreichen? Wie wollen wir es erreichen? Wer hat Lust, was zu machen?“.

Dies sind wichtige, zentrale Fragen, die m.E. aber eben bereits auf der 1. OSI/PuK-VV hätten geklärt werden müssen, um die Ideen und Forderungen anschließend zusammmen mit entsprechenden Ausarbeitungen anderer dezentraler VVs auf der Gesamt-VV zu präsentieren und dort zur Abstimmung zu stellen.

Obwohl die Mehrheit (oder zumindest viele) der Anwesenden auf der 1. OSI/PuK-VV diese 2. OSI/PuK-VV wollten, steht zu befürchten, dass sie etwas versacken wird (weil damals auch nicht deutlich gemacht wurde, welchem Zweck diese 2. VV eigentlich konkret dienen soll), dass also auf dieser 2. VV weniger KommillitonInnen auftauchen werden und die ja vorhandende inhaltliche Relevanz letztlich nicht das nötige Gewicht bekommen wird. Die Ergebnisse der VV werden vermutlich zu wenig Einbindung in den weiteren Verlauf des Protestsemesters erhalten.

Ähnliches ließ sich zumindest bei der 2. Geschichte/Kunstgeschichte-VV beobachten, wo einerseits erstmals diskutiert wurde, was man eigentlich konkret fordert, was geändert werden müsste (siehe FSI Geschichte Blog), andererseits aber auch nur halb so viele Studis anwesend waren, wie auf der 1. Geschichte/Kunstgeschichte-VV (siehe LHG Blog) und die Ergebnisse der VV offenbar auch im Nachhinein nicht stärker thematisiert werden.

Denn dadurch, dass sich die Mehrheit der protestwilligen Studierenden jetzt auf die Campus- und Aktionswoche samt Workshops konzentriert, besteht natürlich die Gefahr, dass die Ergebnisse der zweiten Runde von dezentralen VVs zur Randnotiz werden, da es keine Gesamt-VV mehr gibt, die dann eine Gesamt-Resolution verabschieden könnte.

Denkbar wäre natürlich, dass die Forderungen und Durchsetzungsstrategien dann zumindest in einigen der Workshops wieder aufgegriffen werden. Im Kern des Protestsemesters scheinen sie aber offenbar nicht zu stehen.

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