Vorläufiges Vorlesungs- und Veranstaltungsverzeichnis

Die Orga-Studierenden der Aktionswoche (19.05. bis 23.05.) haben inzwischen ein so genanntes „vorläufiges Vorlesungs- und Veranstaltungsverzeichnis“ veröffentlicht, abgekürzt VVVV. Das „vorläufig“ soll dabei betonen, dass es an diesem Verzeichnis immer noch Änderungen geben kann, inbesondere die Räumlichkeiten und Orte stehen für etliche Veranstaltungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ganz fest. Dennoch ist es wohl dieses VVVV, welches dann im Vorfeld der Aktionswoche auch als Druckerzeugnis verteilt wird.

Die Veranstaltungen haben sowohl universitätsbezogene wie außeruniversitäre Themen zum Gegenstand, wobei letztere in der Mehrheit zu sein scheinen. Auffällig ist dabei schon, dass zwar in der Einleitung Schlagworte wie „Campus Management“, „Anwesenheitslisten“ und „Bachelor“ fallen, allerdings nur um zu betonen, dass es darum geht sich mit der Aktionswoche für einen Moment von ihren Zwängen zu befreien:

„Das heißt eine Woche ohne Campusmanagement und Anwesenheitslisten, ohne Kontrolle und Zwang (…) Es wird deshalb Workshops zur Situation an der FU, Seminare zur allgemeineren Hochschulpolitik und Veranstaltungen zu Themen geben, die im Bachelor-Alltag immer weniger oder schon gar keinen Raum mehr haben.“ (VVVV)

Doch wie kann diese Aktionswoche z.B. dazu beitragen, dass aus dem 6 semestrigen Bachelor ein 8 semestriger Bachelor wird? In welchem der Workshops werden z.B. Strategien diskutiert, wie man die ungewollten Bibliothekszusammenlegungen an der FU verhindern kann? Es gibt einen Workshop zu „Dieter Lenzens Hochschulpolitik“, einen zu „Hochschule im Kapitalismus“ und einen zur „Exzelleninitiative“, dort wird hoffentlich genau auch das stattfinden. Aber reicht das?

Die zentrale Befürchtung steht natürlich im Raum, dass die Aktionswoche schnell wieder auf ein „Schön, dass wir mal drüber geredet haben“ hinausläuft. Interessante Workshops mit interessanten Diskussionen, denen aber keine Änderung des Status quo folgt.

Natürlich ist die Hoffnung eines solchen „Protestsemesters“ auch, dass hier vielleicht der Grundstein für eine Protestbewegung gelegt werden kann, deren Wirken nicht unmittelbar sondern längerfristig sichtbar wird. Dass die Durchsetzung von Änderungen also viel mehr Zeit braucht und man daher einen „dauerhaften Protest“ ins Leben ruft. Und doch: Man hat das Gefühl, der Protest plätschert immer nur so langsam vor sich hin, ohne dass sich wirklich etwas ändert.

Die Urfassung des VVVV umfasste unter anderem auch einen tabellarischen Übersichtsplan, der aber offenbar eingescannt und dann als Grafik in Form einer extra Seite in das pdf eingefügt wurde, womit die Datei ein 573 KB Oschi wurde.

FUwatch hat dem VVVV ein alternatives Layout verpasst, diese „Slim Edition“ (Download hier) verzichtet auf den besagten „Stundenplan“ ebenso wie auf das Deckblatt und ist nur 61 KB groß. Schon im Querformat designed, ist man mit schlappen 7 Druckseiten dabei.

Wer sich das VVVV weder selber ausdrucken noch am Monitor reinziehen will, sollte einfach noch ein paar Tage warten, es gibt natürlich eine Printversion, die dann von den Orga-Studis unters Volk gebracht wird.

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