Aktion gegen SPD-Landesparteitag erzeugt nur wenig Aufmerksamkeit

Die Kommilitonin Anna Panek hat bei Indymedia und in der „jungen Welt“ eine Zusammenfassung des jüngsten Studierenden-Protests zum SPD-Landespartei in der Silberlaube (siehe auch „Studierende wollen SPD ihren ‚Dank‘ aussprechen“) verfasst.

„Kritisiert wurde mit der Aktion die Hierarchisierung von Hochschulen und die zunehmende Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft. So berichtete ein Student der FU, auf deren Campus solle eine Privatuni eingerichtet werden – Ergebnis einer Kooperation zwischen FU und Klett-Verlag. Eine Konsequenz sei die Verdrängung des Fachbereichs Ethnologie: Umzug in kleinere Räume, Verlust der Bibliothek, Seminarräume, die kaum noch den Namen verdienen.“ („Zöllner sucht die ‚Super-Uni'“, junge Welt, 19.11.07)

„Daß der Landesparteitag, in dessen Verlauf Bildungssenator Jürgen Zöllner sich für dei Bündelung exzellenter Berliner Forschungsbereiche in einer gemeinsamen Tochterinstitution der universitären und außeruniversitären Einrichtungen aussprach, von den Studenten nicht besucht werden konnte, daß hierin die Tendenz zum Ausschluß kritischer studentischer Stimmen aus der Diskussion um die Umgestaltung, Straffung und Marktorientierung der Bildung deutlich wurde, wurde von den Studierenden laut, wiewohl zunächst ungehört, beanstandet. Die generelle Kritik der studentischen Aktion richtete sich v.a. gegen die mangelnde Transparenz bei der Wettbewerbsantragsstellung.“ („Zweite Schlacht um die Exzellenz / Berlin“, Indymedia, 17.11.07)

Insgesamt war die Aktion nur bedingt erfolgreich, wie offenbar selbst die Beteiligten einräumen. Die SPD konnte ihren Parteitag ohne Beeinträchtigungen durchziehen und die mediale Resonanz des Protests beschränkte sich auf die beiden Artikel der Kommilitonin Panek.

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2 Antworten to “Aktion gegen SPD-Landesparteitag erzeugt nur wenig Aufmerksamkeit”

  1. autonomer Schläger Says:

    Da hat die Genossin Panek missverstanden, dass die mangelnde Transparenz der bloße Aufhänger war, um die Aktion Straßenschlacht durchzuführen. Ansonsten fällt ‚mangelnde Transparenz‘ als Kritikpunkt an der Exzellenzinitiative eher unter ‚Nebenwiderspruch‘. Nichtsdestotrotz vielen Dank an sie für die Berichterstattung.

  2. leser Says:

    hä was jetzt los jetzt bekommen kommilitoninnen einen mit dem kochlöffel übergescheppert, weil sie über eine exzellenzschlacht und – wie, unbegründete? – kritik an der exzellenzinitiative berichtet, die es sonst leider gar nicht gegeben hätte, dem zitat eines publizisten zu folgen?

    kopfschüttelnd,
    weiterklickend…

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