Zulassungsverfahren für den Master Politikwissenschaft

Das neue Papier „Studieren am OSI“ dokumentiert ab Seite 37 auch die Struktur des Master-Stundiengangs Politikwissenschaft. Interessierte können dort nachlesen, wie der Studiengang aufgebaut ist und was er inhaltlich abdeckt.

Unklar war bis vor kurzem dagegen, wie das Zulassungsverfahren zum MA abgelaufen ist, wie viele Studierende sich beworben haben, wie viele angenommen wurden, etc. Der Kommilitone Stefan Hernádi hat dies im September dankenswerterweise im osi-protest-Verteiler zusammengefasst. Der Beitrag ist im Original im LHG OSI Blog dokumentiert.

Demnach gab es für dieses Semester ingesamt ca. 150 Bewerbungen auf 60 freie Plätze, die vom Immatrikulationsbüro direkt ans OSI weitergeleitet wurden. Am OSI wurde das Zulassungsverfahren dann von einer Vierergruppe bestehend aus Frau Stelter, Frau Rossa-Dubray, Prof. Funke und Prof. Massing durchgeführt. Gemäß Vergabeordnung ist eigentlich der Prüfungsauschuss für die Auswahl der Bewerbungen zuständig, dieser hat dann aber die Enscheidung der Vierergruppe 1:1 übernommen. Ein Verfahren, das zukünftig anders ablaufen wird (dazu unten mehr).

Voraussetzung für eine Zulassung sind 90 LP im bisherigen politikwissenschaftlichen Studium, da das absolvierte Studium dann als gleichwertig zum BA oder anderen Abschlüssen gilt. Unter den gleichwertigen Bewerbungen entscheidet dann die bessere Note. Allerdings schreibt die Vergabeordnung vor, dass ein bestimmter Prozentsatz (8 Plätze) auch durch Auswahlgespräche vergeben werden muss.

Unter den BewerberInnen für dieses Semester befanden sich jedoch nur 68, die das Kriterium der Gleichwertigkeit erfüllt hatten. Da sich von diesen mit Sicherheit nicht alle auch zum Studium einschreiben würden, wurde sowohl auf eine Rangfolge nach Noten als auch auf Auswahlgespräche verzichtet, um die 60 freien Plätze zu besetzen. In Zukunft wird man allerdings nicht mehr ohne Auswahlkriterien auskommen können, da zu vermuten steht, dass die Anzahl der BewerberInnen merklich ansteigen wird.

Unter den 68 Zugelassenen befanden sich 27 mit einem politikwissenschaftlichen Abschluss, davon kamen aber nur 7 vom OSI, von denen wiederum 3 schon ein Diplom gemacht hatten. Letztere sorgten für Irritationen, da sich keiner erklären konnte, mit welcher Motivation jemand mit einem Diplom noch einen Master draufsatteln will, gelten beide Abschlüsse doch als gleichwertig. Vermutlich steht dahinter die Sorge, dass das Diplom in Zukunft vielleicht nichts mehr „wert“ ist, was allerdings unbegründet ist, da das Prüfungsbüro die Gleichwertigkeit des Diploms zum Master auf Wunsch schriftlich bescheinigen kann. Denkbar wäre ansonsten nur, dass die BewerberInnen sich in ihrem MA-Studium noch weiter spezialisieren möchten (dann wäre allerdings ein anderer MA-Studiengang vielleicht besser).

Für das kommende Sommersemester 2008 ist vorgesehen, das ganze Zulassungsverfahren offizieller und transparenter zu gestalten. Der Prüfungsausschuss wird eine Auswahlkommission einsetzen, in der dann unter anderem auch die Studierenden vertreten sein werden.

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