ZEDAT-Verschickung mit Link zum Online-Fragebogen endgültig vom Tisch

Von Anfang an stellte sich das Präsidium bei der Bitte quer, einen Link zum Online-Fragebogen der Studierbarkeits-Umfrage an der FU via ZEDAT an alle Studierenden herummailen zu lassen („Studierbarkeits-Umfrage nun auch an der FU“). Nach langem hin und her scheint sich die Sache nun endgültig erledigt zu haben.

Zuerst war die Begründung, der Präsident wolle das nicht, dann hieß es, dass Präsidium insgesamt wolle es nicht, wie BBFB berichtet:

„Sie [Vizepräsidentin Keitel-Kreidt] begründete dies mit Bedenken bezüglich Fragebogen und Verteilungsmethode. Hierzu ist zu bemerken, dass die Bachelor-Evaluationsgruppe des Präsidiums die Umfrage begrüßt, Interesse an den Ergebnissen bekundete und den Fragebogen sowie die Verteilungsmethodik guthieß. Studentische Evaluationen zu den allgemeinen Studienbedingungen scheinen dem Präsidium der FU Berlin nicht ins politische Konzept zu passen. (…)

Schon die Bitte, einen Zettel mit Verweis auf den Online-Fragebogen den Rückmeldeaufforderungen beizulegen, wurde über einen Monat lang durch Ignorieren verschleppt, bis mitgeteilt werden konnte, dass es dafür leider zu spät sei. Stattdessen fand sich in den Rückmeldeaufforderungen eine Werbebeilage für den ‚Uni-Shop‘. Beide Informationskanäle waren den Studierenden bei der Evaluation der Studierbarkeit an der Humboldt-Universität zugänglich gewesen.“ (BBFB, 26.07.07)

Offensichtlich hat das FU-Präsidium hier auf Zeit gespielt, eine Taktik die aufging. Stattdessen wurden dann ZEDAT-Rundmails mit Einladungen zum Beachvolleyball und zum Tango tanzen herumgemailt, wie auch BBFB bemängelt.

Die studentische Umfrage-Initiative hat als Reaktion darauf den Erhebungszeitraum bis zum 15.08.07 ausgedehnt, fraglich bleibt jedoch, wie viele Studierende man jetzt während der vorlesungsfreien Zeit noch erreichen kann. 1600 Studierende haben sich bis dato bereits beteiligt, wobei dabei allerdings noch nicht die Bögen enthalten sind, die bei den Sammelstellen der Fachschaftsinis aufbewahrt werden.

Wie berichtet, gab es auch von studentischer Seite Kritik an der Umfrage, die aber nicht sonderlich fundiert erschien („Kritik an FU-Studierbarkeits-Umfrage ist nicht ausreichend fundiert“).

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3 Antworten to “ZEDAT-Verschickung mit Link zum Online-Fragebogen endgültig vom Tisch”

  1. Ultimonativ Says:

    Die o.g. Rundmails zum Beachvolleyball und Tango habe ich als Student mit Zedat-Adresse als dreist und störend empfunden. Und vor allem selektiv, ich meine – wieviele andere Sportangebote gibt es bitte noch an der FU? Oder ab demnächst täglich?

  2. Niklas Says:

    || Und vor allem selektiv, ich meine – wieviele
    || andere Sportangebote gibt es bitte noch
    || an der FU?

    Ja, ein Vorgehen das nahelegt, dass es hier eben nicht um eine generelle Förderung der FU-Sportangebote geht, sondern darum, sich bestimmte Angebote herauszugreifen, um etwas PR für die FU zu machen (das Angebot als solches tritt dabei in den Hintergrund, es geht mehr um „Seht wie toll die FU ist“). Nicht von ungefähr wurden beide Mails ja im Namen des Präsidiums versandt.

    Demgegenüber wirklich wichtige Informationen, die z.B. die Hochschulpolitik der FU betreffen, nicht versandt werden. So wurde wie ausgeführt die Versendung eines Link zur Studierbarkeits-Umfrage abgelehnt.

  3. Ein ganz besonderer Tango – Das FU-Präsidium und die Studis | Fachschaftsini Geschichte FU Says:

    […] darum gebeten, die Studierenden via Zedat-Adressen über ihre Umfrage zu informieren (Vgl. Bericht auf “FU-Watch” und dem “Freie Bildung” Blog […]

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