Neuer Spam im Auftrag des Präsidenten

Die ach so lustige Johanna Treblin („Na dann, schwingt das Tanzbein!“) lädt ein zur studentische „Sportgruppe Tango Argentino“ die es jetzt neu an der FU gibt.

Zugestellt bekommt diese Einladung jeder FU-Studi ungefragt auf seine ZEDAT-Mailbox, was schlicht und ergreifend Spam ist. Nicht nur, dass man sich mit dieser Aktion dem Präsidium anbiedert und für PR-Zwecke einspannen lässt („Die Zustellung dieser E-Mail erfolgte im Auftrag des Präsidenten der Freien Universität Berlin“), nein, man kotzt den Studierenden den Müll dann auch gleich vor die Tür.

Das letzte Mal war es die Sportgruppe Beachvolleyball (siehe Email von der „persönlichen Referentin des Präsidenten“), was wird es das nächste Mal werden? Töpfern mit Dieter?

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10 Antworten to “Neuer Spam im Auftrag des Präsidenten”

  1. Ronny Says:

    Ich finde das auch lächerlich, zumal über diesen Kanal ansonsten nichts wichtiges läuft und die Studierenden nicht einmal über aktuelle, relevante Entwicklungen unserer Hochschule informiert werden. Stattdessen Tanzkurse…

  2. Kath Says:

    Meine Herren,

    woher der etwas zynische Ton? Etwas Tango Argentino würde Ihnen auch ganz gut anstehen ;-) . Gesellschaftstanz verbindet Menschen, sorgt dafür, daß man sich selbst und andere wieder als soziale Wesen wahrnimmt statt als konkurrierende Arbeitsautomaten. Ganz abgesehen vom Ertüchtigungsfaktor – Sie wissen ja, Sport hält jung.

    Stellen Sie sich also vor, wie sich Tanzbär Dieter in die Arme einer begnadeten, aber mittellosen Langzeitstudentin begibt und erkennt, das diese kein Ungeheuer ist. Tango statt „Whiskey & Aspirin“ (siehe irgendeine Lenzen Tagesspiegelkolumne)! Ist a) billiger, b) berauschender und c) nachhaltiger. Wäre ja schade, wenn unser Dieter dem neoliberalen Leistungsdruck vorzeitig krankheitsbedingt erliegen würde (die HRK ruft…).

    Wobei ich oben genannte Dame „Flauschrausch“ interessanter Weise noch nie auf irgendeiner der zahlreichen Tango-Argentino-Veranstaltungen gesehen habe… *grübel*…

  3. Studierbarkeits-Umfrage: Erhebungszeitraum verlängert | Fachschaftsini Geschichte FU Says:

    […] In der darauf folgenden Sitzung des Akademischen Senats am 18.7.07 „korrigierte“ Vizepräsidentin Keitel-Kreidt in Anwesenheit des Präsidenten Dieter Lenzen sich selbst und behauptete, sie hätte in besagter KfL-Sitzung gesagt, das Präsidium, nicht nur der Präsident lehne die Zedat-Verschickung ab. Sie begründete dies mit Bedenken bezüglich Fragebogen und Verteilungsmethode. Hierzu ist zu bemerken, dass die Bachelor-Evaluationsgruppe des Präsidiums die Umfrage begrüßt, Interesse an den Ergebnissen bekundete und den Fragebogen sowie die Verteilungsmethodik guthieß. Studentische Evaluationen zu den allgemeinen Studienbedingungen scheinen dem Präsidium der FU Berlin nicht ins politische Konzept zu passen. Stattdessen fand Herr Lenzen es offenbar informativer, an alle Studierenden den Hinweis schicken zu lassen, wann sich die Beach-Volleyball-AG trifft, sowie eine Einladung zum gemeinsamen Tango-Tanzen. […]

  4. Ralf Says:

    Das eigentlich interessante ist, dass der Tango Argentino und das Beachvolleyball so interessant sind, dass sie eine persönliche Benachrichtigung aller Studis rechtfertigen – dass jedoch der Studierbarkeits-Umfrage, deren Ergebnis nun wirklich mal eine Neuigkeit wäre, eine Bekanntmachung auf diesem Wege verweigert wurde.

    Hier die Presserklärung dazu:

    http://fsigeschichte.blogsport.de/2007/07/27/studierbarkeits-umfrage-erhebungszeitraum-verlaengert/

  5. Niklas Says:

    Ja, ganz recht, siehe dazu auch den aktuellen FUwatch-Eintrag von letzter Nacht:
    https://fuwatch.wordpress.com/2007/07/27/zedat-verschickung-mit-link-zum-online-fragebogen-endgultig-vom-tisch/

  6. Ronny Says:

    Ich habe gestern in einem kurzen Gespräch mit Herrn Lenzen herausbekommen, warum Tango und Beachvolleyball über den Verteiler gelaufen sind: Auf einer Immatrikulationsfeier ging es wohl darum, dass sich auch selbst organisierte Sportgruppen gründen sollten und das Interesse daran schien sehr groß zu sein. Weil aber die anwesenden Interessenten nicht einzeln zu identifizieren waren, ließ der Präsident (bzw. seine Mitarbeiter, das haben wir nicht geklärt) die Infos über die Sportgruppen an alle laufen.

    Es scheint aber, als würde das in Zukunft nicht mehr passieren; nach Auskunft von Lenzen arbeitet die Verwaltung gerade an einer Kommunikationsstrategie, die solche Fragen klären soll. Ich habe auf jeden Fall darum gebeten, dass zukünftig mehr relevante (!) Informationen an Studierende fließen sollen. Eine mögliche Variante wäre, um ungewünschte Spam-Effekte zu vermeiden, eine Selbstanmeldung der Studierenden, etwa für einen Newsletter, in dem über Entscheidungen und Entwicklungen an der FU informiert wird. Das würde die regelmäßige Gerüchtebildung an dieser Uni vermutlich deutich reduzieren.

  7. Micha Says:

    Mein Vorschlag für die nächste relevante Verteilermail: Liebe

  8. Anni Says:

    Als ob es nichts wichtigeres gäbe! Es wurde niemandem Müll vor die Tür gekotzt, ihr habt einfach nix Besseres zu tun, als euch über eine banale Info-Mail auszukotzen! Und die ach so tolle Johanna Treblin macht eine wirklich gute S

  9. Niklas Says:

    Natürlich gibt es Wichtigeres was man über per Email an alle Studierenden verteilen könnte, die vorgebrachte Kritik bezieht sich doch gerade darauf, dass das nicht passiert.

    Zweitens entspricht dieses ungefragte Zusenden von banalen Werbeinfos dem was man gemeinhin unter Spam versteht. Als solches sollten diese Zustellungen benannt und kritisiert werden.

    Drittens geht es hier nicht wirklich um Hochschulsport, sondern darum ein einzelnes Angebot zum Zwecke des FU-Marketings herauszuheben. Johanna Treblin kriegt entweder nicht mit, dass sie vom Präsidium für dessen PR-Zwecke instrumentalisiert wird oder es ist ihr egal. Beide Varianten sind kritikwürdig.

  10. Brot und Spiele « FUwatch Says:

    […] denn darin macht ja zur Zeit ohnehin jeder. Nein, nachdem es zuletzt um den Tango ging (siehe “Neuer Spam im Auftrag des Präsidenten”), war diesmal wieder Beachvolleyball (siehe “Email von der ‘persönlichen Referentin […]

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