Offenes Treffen nach Skandalsitzung des IR

Wie Ronny im LHG OSI Blog berichtet, soll es in der Sitzung des Institutsrat (IR) in der letzten Woche hoch her gegangen sein. Unter anderem trat der Finanzbeauftragte Prof. Niedermeyer zurück, weil „über der tatsächlichen Finanzlage des OSI ein undurchdringlicher Nebel lag“ (Ronny). Bonnie Börzel und Clyde Risse drohten zwischen Tür und Angel auf Grund der chaotischen Situation angeblich sogar damit, „die ihnen zustehenden leistungsbezogenen Mittel in Zukunft komplett zu behalten und nicht wie bisher 20% in das OSI-Budget abzugeben“ (ebd.).

Gegenstand einer immer noch andauernden Kontroverse sind ebenfalls die Pläne einiger OSI-Dozierender das Problem der überfüllten Lehrveranstaltungen durch Teilnehmer-Beschränkungen in den Griff zu kriegen (siehe „ATASP-Clique will Teilnehmer-Beschränkungen durchsetzen“).

Ein drittes zentrales Problem ist zur Zeit eine Regelung, die von Studierenden, „die von der alten zur neuen Grundstudiumsordnung gewechselt sind, verlangt, dass sie ihr Hauptstudium in dieser neuen Ordnung fortsetzen müssen (und nicht die Wahl zum alten Hauptstudium haben), obwohl zum Zeitpunkt ihrer Wahl das Hauptstudium noch gar nicht konzipiert war“ (Ronny, LHG OSI Blog).

Diese Themen sollen heute wurden gestern um 18 Uhr in der Ihne21 diskutiert werden. Um dieses offene Treffen zwischen Dozierenden und Studierenden vorzubereiten, treffen trafen sich interessierte KommilitonInnen bereits um 12 Uhr im OSI-Foyer der Ihne21.

Update

Kleine Panne im Raum-Zeit-Kontinuum, das waren „Yesterday’s News“.

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7 Antworten to “Offenes Treffen nach Skandalsitzung des IR”

  1. Dennis Olsen Says:

    Die drei Infozettel, aus denen Ronny berichtet, wurden über den Verteiler OSI-Protest geschickt und hängen auch im OSI Foyer unter „Studentische Information aus dem Institutsrat“ aus. Offizielle hat Niedermayer übrigens nicht, wegen schlechter Amtsführung sein Amt als Haushaltswart abgeben, sondern aus gesundheitlichen Gründen.
    Mittlerer Weile hat Hajo Funke tatsächlich einen Haushaltsplan veröffentlicht. Dieser ist jedoch schwer verstehbar, da er zur Hälfte aus Fließtext und Tabelle besteht. Auch im Fachbreichsrat war der Hauhalt Thema, ich weiß nur noch nicht ganz genau, was sich dort getan hat

  2. Stefan Says:

    Zur Info:

    Auf dem offenen Treffen legte eine Gruppe von WiMis (Beisheim, Haberecht, Hagemann, Holzscheiter, Peters, Walter) ein Diskussionspapier vor, das sieben Lösungsvorschläge für das Problem der überfüllten Seminare bieten soll. Meiner Meinung nach sind die folgenen zwei besonders problematisch:

    Punkt 1:

    Kurzfristig wird dem Mittelbau auf Qualifikationsstellen ermöglicht, Seminare auf 35 Studierende für den Leistungsschein und bis zu 50 Studierende insgesamt zu beschränken

    Punkt 7:

    Langfristig muss eine gezielte Steuerung der Studierenden erfolgen, die der wünschenswerten Wahlfreiheit Rechnung trägt. Dies könnte über eine Voranmeldung noch vor Semsterbeginn in Campus Management bzw. Blackboard geschehen, so dass bei sich abzeichnender Überfüllung das Angebot rechtzeitig angepasst werden kann. Hierzu könnten auch bereits jetzt die vom Studienbüro erhobenen Daten aus den „Mitteilungen über durchgeführte Lehrveranstaltungen“ ausgewertet werden.

    Das heißt im Klartext, dass die tatsächliche Möglichkeit besteht, dass es schon im nächsten Semester Teilnahmebeschränkungen auf die Seminare des Mittelbaus (auf Qualifikationsstellen) gibt.
    Es lässt sich nur vermuten, dass dann auch die anderen Statusgruppen der Lehre auf diesen Zug aufspringen möchten, sodass aus der „kurzfristigen“ Maßnahme der Teilnahmebeschränkungen schnell die „langfristige“ Umsetzung der geforderten Steuerung der Studierenden werden könnte.

    Auf dem Treffen wurde meines Erachtens nach relativ gut deutlich, dass diese Lösung des Problems die anscheinden beste sein soll, weil es auch die einfachste ist. (Leichte Umsetzung in CM, Studierende eh machtlos). Trotz der Erkenntnis, dass das Problem der überfüllten Seminare allen Anschein nach kein Kapazitätsproblem, sondern ein Verteilungsproblem ist, wurden alle anderen Vorschläge, die Situation in den Seminaren erstmal zu analysieren und entsprechende Daten zu recherchieren, als illusorisch und kurzfristig nicht umsetzbar abgewehrt, obwohl diese Vorschläge konkret formuliert wurden. (Gleichverteilung der Veranstaltungen auf die ganze Woche; Vermeidung von Überschneidungen; inhaltliche Abstimmung des Lehrangebots, Nutzung des unterbesuchten Lehrangebots der TU, Druck auf Dozierende, die das Problem mitverursachen, Bsp. Segbers IB-VL)

    Das ganze ist eine hervorragendes Beispiel dafür, wie die Probleme nach unten durchgereicht werden, ohne dass sich gemeinsam dagegen gewehrt wird, z.B. indem man die Vorgaben des Präsidiums für eine Reduzierung der Lehraufträge angeht.
    Leichter ist es eben, das Problem einfach nach unten abzuschieben. Der Mittelbau will kleine Seminare, also gehen die Studis zu den Veranstaltungen der Lehrbeauftragten. Irgendwann wollen dann alle Beschränkungen, und die Studis haben keine Wahlfreiheit mehr oder müssen länger studieren. Die nächsten Leidtragenden wären irgendwann die Schüler, die noch höhere NCs vor die Nase gesetzt bekommen, usw.
    Das ganze hängt zusammen, aber niemand kapiert es oder will es kapieren.

    Am 27. gibt es übrigens noch einmal ein Treffen wegen des Problems, 10:00, Ihne 22/E1,

  3. Dog-Eat-Dog im OSI Mittelbau « FUwatch Says:

    […] bei 2:12 vormittags · Gespeichert unter Hochschulwesen, OSI, Seminare, FU, Organisation Wie berichtet gab es unlängst ein offenes Treffen zwischen Dozierenden und Studierenden am OSI, auf dem es unter […]

  4. christian Says:

    dass über das treffen hier berichtet wird ist sehr lobenswert, die konkrete umsetzung moechte ich – als einer der autorInnen des erwaehnten mittelbau-diskussionsvorschlags – aber deutlich kritisieren.

    1. zunächst einmal wird mit keinem wort das grundlegende anliegen des mittelbaus erwaehnt. dies ist zum verstaendnis der 7 vorschlaege aber wesentlich. mir ist niemand aus dem mittelbau bekannt, der/die teilnahmebeschraenkungen per se will. das problem ist vielmehr, dass die betreuung einer dreistelligen anzahl an seminararbeiten mit so viel zeitaufwand verbunden ist, dass diesen menschen die moeglichkeit zur wissenschaftlichen weiterqualifikation geraubt wird. und diese moeglichkeit ist konstitutiv fuer die stellen und ihre ausschoepfung fuer die berufsperspektive wissenschaft entscheidend. die situation fuehrt also nicht nur zu „schlechteren seminaren“, sondern gefaehrdet individuelle lebensentwuerfe. es gibt faelle, in denen menschen nach einer befristeten stelle am osi ihre diss mit hartz IV versuchen abszuschließen, um zu retten was zu retten ist. an eine perspektive in der wissenschaft da schon gar nicht mehr zu denken. diese problemlage ist von den studierenden bei dem treffen auch anerkannt worden und ist zum verstaendnis des vorschlages essentiell.

    2. dem diskussionsvorschlag zu unterstellen, er wuerde die einfachste loesung waehlen und sind nicht um die gesamtsituation scheren, geht fehl. ein paar zitate aus dem papier:
    * „Die verfahrene Situation ist wesentlich auf die Unterfinanzierung der Hochschulen insgesamt und des OSI im Speziellen zurückzuführen.“
    * „Die Gründe dafür sind vielfältig und die Wahlfreiheit der Studierenden ist ein hohes und – insbesondere nach den Studienreformen der letzten Jahre – zu schützendes Gut. Dies wird von uns ausdrücklich anerkannt.“
    * „falls nötig, ist ein entsprechender Kapazitätsausbau anzustreben“.
    die „einfachste“ loesung sind individuell beantrage teilnahmebeschraenkungen. und die mittelbau-vertreter im institutsrat haben diesen noch nie zugestimmt.

    3. jetzt „erstmal zu analysieren und entsprechende Daten zu recherchieren“ (stefan) ist sicher ein loeblicher gedanken, gleichwohl nicht sehr neu. die situation ist bereits seit einer ganze reihe von jahren wie ist ist. diskutiert wurde immer wieder, loesungen fanden sich keine. der mittelbau BRAUCHT aber eine kurzfristige loesung. selbst wenn diese suboptimal ist, und eine optimale gibt es kurzfristig sicher nicht, ist KEINER lösung vorzuziehen.

    4. die latente unterstellung an den mittelbau, sich nicht um studentische interessen zu scheren ist frech und strategisch unklug. studentische interessen werden in dem papier ausdruecklich anerkannt und wenn es dem mittelbau nicht darum ginge, den austausch und das gespraech mit den studierenden zu suchen, haette die runde gar nicht stattgefunden. wenn es stumpf darum ginge die eigenen position gegen die studierenden durchzudruecken wuerde einfach eine mehrheit mithilfe anderer statusgruppen im institutsrat gesucht und schon ist sie aus die maus. dies ist explizit nicht das anliegen des mittelbaus. die zusammenarbeit von mittelbau und studierenden hat eine gute tradition seit jahrzehnten. dies sollte nach meiner meinung so bleiben. unterstellungen und unfaire argumentationen fuehren letztlich die studierenden ohne not in die selbstgewaehlte isolation.

    ich zitiere zum schluss nochmal aus dem diskussionsvorschlag: „Im Zweifel erfordert es eine gelebte und (möglichst) demokratische akademische Selbstverwaltung, Interessenkonflikte solidarisch zu überwinden und abseits ständischer Politik zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Dazu muss es auch gehören, die berechtigten Anliegen anderer Statusgruppen anzuerkennen und im Zweifel auch nach einer Güterabwägung eigene Positionen aufzuweichen.“
    bei allem respekt fuer das nachhaltige vertreten eigener positionen erscheint es mir angesichts der äußerungen hier so, dass dies von studierendenseite nicht geteilt wird. und das waere sehr betrueblich. dann waere naemlich in der tat die frage, wer hier was nicht kapiert oder kapieren will.

  5. Stefan Says:

    OK, harter Ton, aber meinetwegen.

    Vielleicht ist es in aller erster Linie eine Frage der unterschiedlichen Wahrnehmung dieser ganzen Initiative und des Papiers.
    Grundlegend teile ich Deine Einschätzung nicht, dass niemand aus dem Mittelbau die Teilnahmebeschränkungen will. Ich erinnere an den Redebeitrag Ingo Peters und ich habe auch noch andere Äußerungen von professoraler Ebene zu anderen Zeiten im Kopf, die mich vermuten lassen, dass eine bestimmte Fraktion am OSI eine solche Maßnahme gar nicht so schlecht findet, sodass ich das Papier nicht als unabhängige Aktion des Mittelbaus wahrnehmen kann.
    Deshalb finde ich es auch schade, dass ich jetzt gerade Dir als Person und nicht einer anderen diese Zeilen schreibe, und mich hat es auch verwundert, dass dein und ein anderer Name dort auftauchen.

    Und vielleicht kannst Du dann ja auch mein Misstrauen gegenüber allen Bekenntnissen zu solidarischen Lösungen verstehen. Gerade die Ereignisse im Zusammenhang mit den Lehraufträgen haben wieder gezeigt, dass die Bereitschaft zu gemeinsamer Diskussion ihre Grenzen hat.
    Allgemein scheint es mir, dass am Institut der politische Graben immer größer wird, was man z.B. daran sehen kann, dass persönliche Anfeindungen zwischen den Lehrstühlen/Profs häufiger und deutlicher werden.

    Ich habe also diese Papier auf einer Seite dieses Grabens verortet, wenn das falsch war, dann würde ich bestimmte Formulierungen doch anders wählen.

    So oder so habe ich nicht (auch nicht latent) die Absicht gehabt, dem Mittelbau Ignoranz gegenüber studentischen Interessen zu unterstellen. Und das auch nicht nur aus strategischen Gründen.

    Ich kann mich zu den inhaltlichen Punkten jetzt erstmal nicht weiter äußern, da ich beim Treffen heute nicht anwesend sein konnte und mich erstmal informieren muss, aber der Kern des Problems ist meiner Meinung nach immer noch, dass, wenn einmal Teilnahmebeschränkungen für eine größere Anzahl an Seminaren eingeführt sind, eine Rücknahme dieser Maßnahme höchst unwahrscheinlich wird, gerade auch, weil durch CM alles so wunderbar einfach geworden ist.

    Stefan

  6. Dennis Olsen Says:

    hallo,

    es wird nach dem heutigen Treffen für die nächsten 2 Semester keine Teilnahmebeschränkungen geben. Ich werde morgen einmal den Lösungsvorschlag näher erläutert zu Papier bringen und über osi-protest senden.

  7. Keine Teilnehmer-Beschränkung in den nächsten zwei Semestern « FUwatch Says:

    […] war dieser Einigung eine teilweise recht heftig geführte Auseinandersetzung (siehe hier und hier) zwischen einer Gruppe Dozierender im Mittelbau auf Qualifikationstellen, die für ihre […]

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