Urabstimmung über Semesterticket an der FU

Vom heutigen Dienstag (10.07.07) bis zum Donnerstag (12.07.07) steht an der FU eine Verlängerung des Semestertickets zur Abstimmung. Dies ist notwendig, da der bestehende Vertrag mit dem VBB im März nächsten Jahres ausläuft.

Allerdings stellt der VBB für die Vertragsverlängerung eine gestaffelte Preiserhöhung bis zum Ende des Wintersemesters 2011/12 als Bedingung. Die Preiserhöhungen belaufen sich auf (in Klammern der Gesamtpreis):

  • Zum Sommersemester 2008: 3,0% (154,00 Euro)
  • Zum Sommersemester 2009: 2,9% (158,50 Euro)
  • Zum Sommersemester 2010: 3,2% (163,50 Euro)
  • Zum Sommersemester 2011: 2,8% (168,00 Euro)

Der Studentische Wahlvorstand der FU klärt ferner auf: „Eine Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Studierenden, mindestens jedoch 10%, muss sich für das Semesterticket entscheiden, andernfalls gilt die Fortführung des Semestertickets als abgelehnt.“

Sprich, man braucht nicht nur eine Mehrheit, diese Mehrheit muss auch mindestens 10% der Studierendenschaft entsprechen. Es geht also darum, mindestens 10% der Studis zu den Urnen zu bekommen, die dann den neuen Vertrag bejahen.

Denn anders als in der Vergangenheit, will man es diesmal nicht auf eine Konfrontation mit dem VBB ankommen lassen. Ein solcher „Machtkampf“ hatte dazu geführt, dass es in der Vergangenheit zwischendurch ein Semester ohne Ticket gab, und die monatlichen Azubi-Tickets dann in der Summe teurer waren. Anders als damals sprechen sich diesmal nicht nur die Opposition im StuPa, sondern auch die asta-tragenden Hochschulgruppen für eine Annahme des neuen Vertrags aus.

Zwar ist das Murren über die Preissteigerung wie eh und je groß, momentan gibt es jedoch nach Ansicht aller Beteiligten keine Möglichkeit den VBB erfolgreich unter Druck zu setzen (einen Vertrag ohne Preissteigerungen durchzusetzen). Entsprechend einhellig fällt dann auch das Votum in der studentischen FU-Blogosphäre aus:

AStA FU Blog: „Insgesamt erwarten die Studierendenschaften bei Fortführung des Semestertickets bei Streckennetzänderungen und dergleichen eine umfassende Information durch die Verkehrsunternehmen vor Inkrafttreten der Maßnahmen. Für das Semesterticket direkt betreffende Fragen sollte die Information bereits vor Beschlussfassung durch die Gremien des VBB erfolgen.“

DEFO Blog: „Es reicht nicht etwa aus, wenn sich eine Mehrheit für den neuen Vertrag entscheidet! Diese Mehrheit muß gleichzeitig auch 10% aller FU-Studierenden sein – und bei den bekannt niedrigen Wahlbeteiligunen an der FU ist das durchaus eine Hürde! Wenn ihr für das Semesterticket seid, dann gilt also: ‚Jede Stimme zählt‘ und ‚Sprich jeden an, den Du kennst!'“

FSI Geschichte Blog: „Eine Annahme des Angebots ist auch an der FU wahrscheinlich, genau wie an der HU wohl weniger aus Begeisterung als aus Mangel an Alternativen. Denn der VBB hat das Transportmonopol in Berlin und nutzt diese Tatsache aus, um sichere Dauereinnahmen zum Schuldenabbau zu verbuchen. War in den Verhandlungen zwischen ASten und VBB ursprünglich ein kostenneutraler Preis vorgesehen, d.h. ein Preis bei dem die Verkehrsbetriebe ungefähr so viel Gewinn gemacht hätten wie vorher ohne Semesterticketvertrag, so konnte sich der VBB trotz Protest seitens der Studierenden letzendlich mit Preisen durchsetzen, die weit über diesem Niveau liegen.“

FSIs United Blog: „Zehn Prozent der Studierenden müssen an der Abstimmung teilnehmen und sich mehrheitlich für das Ticket entscheiden, damit ein neuer Vertrag abgeschlossen werden kann.“

Krtische JuristInnen Blog: „Die Abstimmungsfrage lautet: Der aktuelle Vertrag zwischen der Studierendenschaft der FU und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) über ein Semesterticket läuft zum kommenden Sommersemester aus. Der VBB hat die Fortführung dieses Vertrages unter der Bedingung einer gestaffelten Preisanpassung angeboten.“

Langzeitstudis Blog: „Da ja unter den Hauptgründen warum wir als Langzeitstudis weiterhin eingeschrieben bleiben – die phantastischen Vorteile und Vergünstigungen als Studierende bei der BVG – sehr hoch rangieren, weisen wir hiermit auf die bevorstehende Urabstimmung zum Semesterticket an der FU Berlin hin.“

LHG Blog: „Ja, man möchte das Ticket zu diesen Konditionen verlängern oder Nein, man möchte dies nicht. Damit ist eine chaotische Situation wie vor zwei Jahren ausgeschlossen, wo es wegen einer (politisch gewollt) unklaren ersten Urabstimmung ein Semester lang kein Semesterticket gab.“

SEMTIX Blog: „Statt die Verhandlungen komplett platzen zu lassen, hat sich die Landeskoordination Semtix entschieden, die Fortführung des Semesterticketvertrages auf Basis der vom VBB vorgegebenen Preise zur Urabstimmung bringen zu lassen. An der HU und UdK hat die jeweilige Studierendenschaft den neuen Preisen bei Urabstimmungen im Mai zugestimmt.“

Auf der Website des Studentischen Wahlvorstands findet man die offizielle Bekanntmachung der Urabstimmung inklusive einer Liste mit den Wahllokalen.

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2 Antworten to “Urabstimmung über Semesterticket an der FU”

  1. vorkehrend « hopowatch Says:

    […] fu-hopos spricht sich offenbar für eine beibehaltung des tickets inklusive preissteigerungen aus. fuwatch kommentiert dies folgendermaßen: Denn anders als in der Vergangenheit, will man es diesmal nicht […]

  2. Weiterhin Semesterticket an der FU « FUwatch Says:

    […] bei 4:17 vormittags · Gespeichert unter Hochschulwesen, FU, Organisation Wie berichtet fand unlängst eine Urabstimmung zur Weiterführung des Semestertickts an der FU statt. Trotz der […]

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