Lenzen wird Hotelier

Wie der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe berichtet, bekommt der FU-Campus ein Hotel:

„Mit dem Bau eines Hotel- und Tagungszentrums für die Freie Universität soll am 10. Juli offiziell begonnen werden. Der ein- bis vierstöckige Gebäudekomplex entsteht nach Plänen des amerikanischen Architekten Helmut Jahn in der Nähe der Königin-Luise-Straße zwischen Hechtgraben, Lans- und Takustraße. Jahn wird zum ersten Spatenstich erwartet. Entwickelt wird das gläserne Bauvorhaben von der Firma PPP-Kommunalprojekt, die bereits vor einem Jahr den Bau angekündigt und mit seiner Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2007 gerechnet hatte.“ (tagesspiegel, 26.06.07)

Das Hotel soll 200 Zimmer erhalten, mit einer Tiefgarage und Glasfassaden ausgestattet werden. Betreiber wird nach Informationen des Tagesspiegels Seminaris, die sich laut ihrer Website auf Tagungs- und Konferenzhotels spezialisiert haben. Die Investitionssumme wurde von der FU mit rund 30 Millionen Euro veranschlagt.

Nun ja, Exzellenz-Begehungen strengen bestimmt an, da brauchen die Damen und Herren sicherlich einen angenehmen Rückzugsort, an dem sie angemessen bewirtet und hofiert werden können.

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9 Antworten to “Lenzen wird Hotelier”

  1. Andreas Says:

    Großartig!
    Ich habe schon die Bauarbeiten in der Silberlaube vermisst, endlich mal wieder nen bischen Lärmbelästigung! Vielen Dank!

  2. erstsemester Says:

    Vielleicht wird es ja tatsächlich sogar als Tagungs- und Konferenzhotel genutzt ?!

  3. Niklas Says:

    || Vielleicht wird es ja tatsächlich sogar als Tagungs-
    || und Konferenzhotel genutzt ?!

    *rofl* Na hoffentlich! Als reine „VIP-Lounge“ für Lenzens Gäste wäre es nämlich zu teuer, fragt sich nur ob eine Uni wirklich ihr eigenes Hotel braucht und ob es sich rentiert.

  4. Dieter hat 59 Lenzen Says:

    Am 10. Juli soll es losgehen? Die Fläche ist bis jetzt noch nicht einmal geräumt. Alles bewuchert.

  5. erstsemester Says:

    „Brauchen“ ist so ein zwiespältiges Wort …

    Wenn es sich rentiert, warum nicht?
    Hätte jetzt auch nicht als erstes an ein Hotel gedacht, aber wäre wahrscheinlich auch bei einer anderen Investition genauso überrascht.

  6. Niklas Says:

    Die Frage ist nur, wo man dann die Grenze zieht. Wenn die FU die Möglichkeiten hätte eine Bierbrauerei oder ein Atomkraft zu erstehen und sich das auch rentiert, sollte sie es dann auch tun?

    Immerhin geht es hier ja um eine öffentliche Bildungsinstitution und nicht um ein Unternehmen das nach Profitmaximierung strebt (auch wenn Lenzen das vermutlich anders sieht). Hotelführung gehört sicherlich nicht zu den „Kernkompetenzen“ einer Universität.

    Und selbst wenn das Hotel am Ende wirklich Geld abwirft, bleibt die Frage wohin genau es dann eigentlich fließt. In Exzellenz-Cluster? Vielleicht in die neue „Research University“?

  7. Excel Lenzen Says:

    1. Wer finanziert das Hotel denn? PPP klingt geradezu danach, dass die FU das Grundstück für lau stellt und der Hotelkonzern dann darauf mit dessen finanziellen Mitteln das Gebäude hochzieht. Wie sieht es da aus? Wer zahlt den Bau, wie sind die Konditionen des privaten Betreibers, wer trägt das Betriebsrisiko?
    2. Soll das Hotel Zimmer auch an Nicht-Mitglieder/-Gäste der FU vermieten?
    3. Heute (05.07.) war an der Baufläche weiterhin keine Veränderung (vgl. 27.06.) zu sehen. Entweder, die FU lässt jetzt die wirklich völlig zugewucherte Fläche übers Wochenende räumen oder Dieter L. muss am 10. statt einer Baustelle einen Urwald-Campingplatz eröffnen. Der erste Zelt-Heringstich oder so ;)

  8. tingeltangel Says:

    am 10. sollen der erste spatenstich, Festakt und Pressekonferenz stattfinden, dafür muss die fläche nicht unbeding geräumt sein oder? es reicht den Physikern Garage zu sperren…

  9. ExcelLenzen Says:

    Ein erster Spatenstich am Wegesrand vor Urwaldkulisse statt Baustellenathmosphäre macht nichts her vor Presse und anwesender Exzellenz (nein… nicht der). Und ebenso lächerlich würde es wirken, wenn sie jetzt noch schnell am Montag ein paar Meter Tiefe des Geländes freiräumten (und dann einen Sandberg aufkippten o.ä.). Man feiert doch keinen Baubeginn für ein Projekt im zweistelligen Millionenbereich, wenn für jeden Blinden erkennbar ist, dass dort noch gar nicht gebaut werden kann.

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