Bekanntheitsgrad der G8-Themenwoche am OSI tendiert gegen Null

Wie berichtet, gibt es für die in zwei Wochen stattfindene G8-Themenwoche am OSI schon ein vorläufiges Programm. Dennoch sieht und hört man ansonsten nur sehr wenig über die Themenwoche. Mein persönlicher Eindruck ist, dass viele KommilitonInnen und DozentInnen noch nicht einmal wissen, dass diese Themenwoche stattfindet, geschweige denn sich überlegen ob und wenn ja wie sie sich dort vielleicht einbringen können.

Von fünf Dozierenden hatte gerade mal einer die Themenwoche bei der Erstellung seines Seminarplans berücksichtigt (und dieser eine kommt bezeichnenderweise nicht mal vom OSI). Also habe ich die anderen vier Dozierenden kontaktiert und auf die Themenwoche hingewiesen. Nur entweder hatten sie von der Themenwoche noch nie etwas gehört oder waren sich nicht bewusst, dass diese organisatorisch in irgend einer Weise auch ihre Lehrveranstaltungen tangiert. Nachdem feiertagsbedingt ohnehin schon einige Tage in diesem Semester wegfallen und es auch so mindestens immer eine Sitzung zu geben scheint, an der die/der Dozierende nicht kann, ist die Bereitschaft die Sitzung einfach ausfallen zu lassen oder mit einer G8-Thematik zu bestücken nicht eben groß.

Klar, wer will kann den regulären Lehrveranstaltungen fernbleiben und G8-Veranstaltungen besuchen, nur wenn der/die Dozierende dann fragt, wie viele wegen der Themenwoche nicht in die reguläre Lehrveranstaltung kommen werden und sich dann herausstellt, dass eine deutliche Mehrheit der Anwesenden überhaupt noch nie etwas von dieser Themenwoche gehört hat, welche andere Schlussfolgerung lässt dies dann für den/die Dozierende zu, als jene die Themenwoche einfach ignorieren zu können (so er/sie denn seinen/ihren Raum behält)?

Beeindruckend ist, dass die Dozierenden am OSI zu Beginn des Semesters noch einmal explizit aufgefodert wurden, Anwesenheitslisten zu führen. Jedenfalls höre ich immer wieder Aussagen wie „Ich halte ja gar nichts von Anwesenheitslisten, aber ich bin verpflichtet worden, sie zu führen“. Wenn es also um so etwas wie Anwesenheitslisten geht, schafft die Institutsleitung es problemlos, die Dozierenden zu deren Führung zu ermahnen, der Hinweis auf die Themenwoche scheint dagegen völlig untergegangen zu sein. Selbst wenn die DozentInnen schon mal etwas davon gehört haben, berücksichtigt es offenbar kaum eineR von ihnen in seinem/ihrem Seminarplan.

Anzunehmen ist, dass eine nicht geringe Anzahl von Studierenden und Dozierenden die Woche ohnehin lieber mit regulären Lehrveranstaltungen verbringen möchte. Nur die Tatsache, dass nur so wenige von der Themenwoche überhaupt wissen bzw. erst relativ kurz davor darauf aufmerksam gemacht werden, erhöht nicht eben die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich einbringen werden.

Update 26.04.07

Heute wurden die ersten Flyer aufgehängt und auch auf der OSI-Website gibt es eine Ankündigung der Themenwoche samt einer Aufforderung an die Dozierenden ihre Lehrveranstaltungen nach Möglichkeit ausfallen zu lassen und Räume zur Verfügung zu stellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich so der „Bekanntheitsgrad“ noch steigern lässt.

Das Grundproblem bleibt jedoch bestehen: Dozierende die jetzt erst von der Themenwoche erfahren, werden wenig motiviert sein, ihren Seminarplan kurzfristig noch umzubauen bzw. in einem knappen Semester eine Sitzung ausfallen zu lassen (ist zumindest meine bisherige Erfahrung mit Dozierenden, die ich auf die Themenwoche hinwies).

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2 Antworten to “Bekanntheitsgrad der G8-Themenwoche am OSI tendiert gegen Null”

  1. Thomas Says:

    Segbers hat angeblich in seiner IB-Vorlesung die Studenten gefragt, ob er in der Themenwoche was spezielles machen soll. Aber es waren wohl nur drei Leute oder so dafür.

  2. Das FU-Präsidium sperrt der OSI-Themenwoche die Räume « FUwatch Says:

    […] taucht hier natürlich wieder die Frage auf, die auf FUwatch bereits vor einigen Tagen thematisiert wurde: Wenn das Institut und die Institutsleitung hinter der G8-Themenwoche stehen, wieso hat man die […]

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