Das teuerste Plagiat der Welt?

Nachdem das virtuelle StudentInnen-Netzwerk „StudiVZ“ wegen einer Skandalserie im November / Dezember von nicht wenigen Bloggern schon am Ende geglaubt war, scheinen nun jene Recht zu behalten, die prophezeiten, dass StudiVZ trotz dieses Rückschlags nicht aus dem Netz verschwinden würde.

Nach Angaben von Spiegel Online hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck (Tagesspiegel, Die Zeit, Handelsblatt) gut an die 100 Millionen Euro für StudiVZ auf den Tisch gelegt und will sogar die umstrittene Führungsriege vorerst im Management beibehalten. Auch das amerikanische Pendant „Facebook“ (von dem die StudiVZ-Macher angeblich fleißig abkupferten) soll an einer Übernahme von „StudiVZ“ interessiert gewesen sein, die Gespräche scheiterten jedoch offenbar.

Ein StudiVZ-Sprecher dementierte gegenüber Spiegel Online jedoch die Höhes des Kaufpreises, dieser habe „deutlich unter 100 Millionen Euro“ gelegen. Vermutlich dürfte es noch etwas dauern, bis der genaue Preis durchsickert.

In jedem Fall zeigt der Fall „StudiVZ“ jedoch den doch eher schwachen Einfluss der deutschen Blogosphäre: Trotz aller berechtigten Kritik und des systematischen Auseinandernehmens von StudiVZ und seinen Gründern in diversen Blogs, war es eben offensichtlich nicht möglich, das Unternehmen tot zu schreiben.

Update: Wie FOCUS Online berichtet, soll die Axel-Springer-AG „in letzter Minute“ sogar 120 Millionen Euro für StudiVZ geboten haben, sei aber nicht zum Zug gekommen.

Eine Antwort to “Das teuerste Plagiat der Welt?”

  1. Warum StudiVZ auch diesmal unbeschadet davon kommen wird « FUwatch Says:

    […] Doch dann passierte etwas für viele Beobachter Unerwartetes. Die Skandalserie führte nicht etwa dazu, dass die schon lange Zeit im Umlauf befindlichen Übernahmegerüchte ein negatives Ende fanden. Im Gegenteil, am Ende blätterte der Holtzbrinck-Konzern zwischen 50 und 100 Millionen Euro für das Portal auf den Tisch (die exakte Summe ist bis heute nicht bekannt) und konnte damit den Axel-Springer-Verlag ausstechen, der kurz vor Vertragsabschluss sogar 120 Millionen Euro geboten haben sollen (siehe: “Das teuerste Plagiat der Welt?”). […]

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