Archive for Oktober 2006

Das OSI im WS 06/07: Nur noch Tote und Emeritierte

Oktober 25, 2006

Okay, okay, ich hab mit der Überschrift vielleicht etwas übertrieben. Aber wenn man sich den „Semesterbrief“ des neuen geschäftsführenden OSI-Direktors, Prof. Dr. Peter Massing, durchliest, fällt doch auf, dass es viel darum geht, wer das OSI zu Beginn dieses Semesters alles verlassen hat. Es gibt zwar auch ein paar „Neuzugänge“, doch die Anzahl der Dozierenden die emeritiert werden oder das OSI aus anderen Gründen verlassen, überwiegt.

Die (unbewusst) düstere Beschreibung des OSIs gipfelt dann in einem Spendenaufruf, um unter anderem auch „Kränze und Todesanzeigen“ zahlen zu können. Wobei für die Dozierenden Richtbeträge auf Basis ihrer Besoldungsstufen ausgewiesen werden (ein Prof soll pro Jahr 50 Euro zahlen… bloß nicht zu viel, was *lol*). Studierende werden interessanterweise noch nicht zum Spenden animiert.

Im Anhang des „Semesterbriefs“ befinden sich einige Erläuterungen zu den neuen Studienordnungen der Studiendekanin Sabine von Oppeln.

Insgesamt ist dieser „Semesterbrief“ als Idee sehr positiv zu sehen, so eine kurze Abhandlung der Institutsleitung über den Stand der Dinge zu Beginn des neuen Semesters ist informativ und sollte in dieser Form beibehalten werden (so die Informationen nicht schon Eingang in das Vorwort des KVVs gefunden haben).

Ebenfalls veröffentlich wurden „Wichtige Infos zu Pflichtmodulen!“, durch deren Lektüre der interessierte Leser erfährt, dass Pflichtmodule aus einer Vorlesung und einem Proseminar bestehen, sowie worin der Unterschied zwischen „regelmäßiger“ und „aktiver Teilnahme“ besteht. Eigentlich nichts Neues.

Ein bisschen politisch ist es noch

Oktober 23, 2006

Wie angekündigt, lief gestern ein Beitrag über das OSI im ARD-Magazin „Bericht aus Berlin“ mit dem Titel „Das OSI – wie politisch ist die einstige 68er Hochburg?“ Textauszüge gibt es hier, den kompletten Beitrag als Video bekommt man hier.

Die Quintessenz des Beitrags ist wenig überraschend und bietet keinerlei neue Erkenntnisse. Natürlich sind die OSIaner auch heute noch politsch und natürlich hat das trotzdem nicht mehr viel mit der „guten alten Zeit“ gemein. Der Studierende von heute ist ein Pragmatiker, versucht sein Studium möglichst schnell hinter sich zu bringen. Davon gibt es Ausnahmen, doch die bilden die Minderheit. Doppelnamenaufgeber Risse kommt zu Wort und formuliert es wie folgt:

„Das neue Politikverständnis der Studierenden drückt sich darin aus, dass man sich weniger für Kampagnen mobilisieren lässt, weniger ideologisch irgendwelchen Parolen hinterherläuft, dafür aber mit sehr viel mehr Geduld und mit sehr viel mehr Ausdauer sich auf bestimmte Themen konzentriert und die dann auch wirklich systematisch verfolgt.“ (in: Bericht aus Berlin, 22.10.06)

Als Gegenpart darf Gesine Schwan das Wort ergreifen und die „Entpolitisierung bei Professoren und Professorinnen“ anprangern.

Eine OSI-Absolventin kommt auch zu Wort und wertet es als Erfolg, dass eine von ihr mitorganisierte Mahnwache vor dem AA dazu geführt hat, dass man sie und ihre Gruppe zum Referenten für Nahostpolitik des Auswärtigen Amtes vorgelassen hat:

„Das macht natürlich auch das Engagement viel, auch befriedigender, wenn man da auf der anderen Seite steht und feststellt, da passiert tatsächlich was und man wird gehört, als wenn man mit vielen Leuten auf der Straße steht.“ (ebd.)

Ja, so ist das mit den modernen OSIanern, erst stehen sie in der Kälte, dann kriechen sie vor Dankbarkeit auf den Knien wenn sich der Herr Referent aus dem AA in seiner unendlichen Großzügigkeit dazu herablässt, die Mahnenden zu hören. Der Erfolg besteht unterm Strich dann darin, das AA mal von innen gesehen zu haben. Herzlichen Glückwunsch.

P.S: In einem heute erschienenden Telepolis Interview mit Prof. Dr. Michael Hartmann heißt es:

Telepolis: Es fehlt also eine neue 68er-Bewegung?

Michael Hartmann: Die wird es so nicht mehr geben, weil sich die Rahmenbedingungen völlig verändert haben. Was fehlt, ist eine soziale Bewegung, die sämtliche Bereiche der Gesellschaft umfasst und die Widersprüche bündelt. Sie müsste eine Antwort auf die generelle Spaltung der Gesellschaft finden, die in der Exzellenzinitiative nur zum Ausdruck kommt.“

Wie politisch ist das OSI heute noch?

Oktober 21, 2006

Wie osiwelt berichtet, soll es morgen einen Bericht über das OSI im Fernsehmagazin „Bericht aus Berlin“ geben. Autorin des Beitrags ist Kristina Böker, der geplante Titel lautet „Das Otto-Suhr-Institut in Berlin – wie politisch ist die einstige 68er-Hochburg heute“.

Sendetermin: 22.10.06 um 18:30 Uhr in der ARD (Wiederholung um 0:25 Uhr im RBB). Wer’s verpasst, kann sich die Sendung anschließend auch im Internet auf der Website des „Berichts aus Berlin“ ansehen.

OSI KVV-Nachtrag von der GINIT GmbH

Oktober 20, 2006

Schon mal einen Blick auf die Meta-Infos der KVV-Nachtrags-RTF-Datei geworfen? Aus denen geht hervor, dass die Datei ursprünglich von einem gewissen „Jens Eric Bodack“ von der „GINIT GmbH“ erstellt wurde. Googelt man ein wenig nach Bodack und der GINIT, stößt man schnell auf einen offenbar schon älteren Eintrag im Archiv der Website b-i-t-online.de. Dort erfährt der interessierte Leser, dass die GINIT GmbH in der GINIT Group aufgegangen ist und mächtig stolz auf ihre „i3v-Technologie“ ist:

„Seit ihrer Gründung hat sich die GINIT GmbH mit Sitz in Karlsruhe auf die Entwicklung und Vermarktung von innovativen, auf i3v-Technologie basierenden Systemen für Verwaltungsaufgaben spezialisiert, wobei sie sich auf drei wesentliche Schwerpunkte in ihrer Tätigkeit, nämlich Hochschulen, Bibliotheken und Selbstbedienungssysteme konzentriert hat.“

„Selbstbedienungssysteme“ klingt jedenfalls schon mal gut. Ein älteres KVV trägt den Meta-Titel „i3v-Vorlage für die Erstellung des VVZ“ und weist ebenfalls Jens Eric Bodack als Verfasser aus. Offenbar arbeitet man am OSI mit i3v (wusste ich bisher nicht). Der aktuelle KVV-Nachtrag weist Astrid Klammt („klammt“) als Person aus, die die Datei zuletzt bearbeitet hat (Hasko Hüning dankt ihr im KVV-Vorwort auch für ihre Arbeit am KVV).

Trotzdem komisch, dass in den Vorlagen offenbar per Default Bodack als Verfasser festgesetzt ist. Bei Microsoft Word wird ja auch nicht Steve Ballmer oder Bill Gates standardmäßig als Verfasser von Word-Dokumenten ausgewiesen. Und legt man zugrunde, dass die GINIT GmbH schon lange nicht mehr existiert (irgendwann vermutlich in der UKMC aufgegangen), müsste die für die KVV-Erstellung noch heute verwendete iv3-Vorlage wirklich steinalt sein.

Schlossplatz hoch drei

Oktober 18, 2006

Und immer wenn du denkst, es geht nicht noch glatter und schmieriger, wird so ein neues, steriles Hochglanz-Magazin herausgebraucht. So geschehen bei der Hertie School of Governance die jetzt mit „Schlossplatz³“ (oder wie die coolen Leute von der Hertie auch sagen: „sp3“) etwas in dieser Kategorie am Start hat.

„The magazine presents a reflection upon the interdependence of current policy issues. Most of today’s economic, political and societal challenges need different perspectives and approaches that combine the public and the private sector as well as civil society. If we are to understand and solve the questions of our time we have to be mindful of the role of these actors – hence the ‚3‘ (‚to the power of three‘) in the title: An allusion to our credo that it is a crucial task to unite all three in finding solutions to common tasks. None of the three actors is capable, on their own, of tackling present or future challenges. Therefore, it is time that we try to establish and foster a fruitful debate between all different sectors of society.“

„An allusion to our credo that it is a crucial task to unite all three in finding solutions to common tasks“, herrlich. Worum es natürlich in Wahrheit geht, ist wie immer heiße Luft. Das eigentliche „credo“ der Hertie School heißt „Name dropping“. Die erste Ausgabe enthält ein Interview mit Ralf Dahrendorf, eines mit Detlev Mehlis und noch eines mit Klaus Wowereit. Auch Kurt Biedenkopf darf natürlich seinen Senf abgeben. Cicero ick hör dir trapsen.

Inhaltlich am Interessantesten ist sicherlich noch der Artikel zum Grundeinkommen von Götz Werner und André Presse, auch wenn er wenig Neues bringt (Werners Position pro Grundeinkommen ist hinlänglich bekannt). Auch den Artikel von Alfred Grosser über „The Role of the Unions in France“ kann man sich ruhig mal geben. Das Angenehmste in der gesamten Ausgabe sind jedoch zwei Fotos von Cornelia Woll. Der Erkenntnisgewinn des Interviews mit ihr über einen Lobbying-Vergleich zwischen Washington und Brüssel hält sich dagegen in Grenzen.

Unterm Strich dient das Magazin der Selbstinszenierung, die HSoG möchte die Leserschaft wissen lassen, wen sie so alles kennt und was für schneidige Leute sie ausbildet. Kritisches oder Subversives findet sich dabei natürlich nicht. Offenbar kann allerdings selbst die Hertie School so ein Hochglanz-Magazin nicht aus der eigenen Kasse zahlen, wie die ganzseitige Werbung von „Pfalzmöbel“ und der „Deutschen Bank“ am Ende der Ausgabe verdeutlicht. So wird dem Leser dann zum Schluss noch mal nachdrücklich vor Augen geführt, wo die Hertie School einzuordnen ist.

Redundanz an der FU

Oktober 17, 2006

Wer will kann in diesem Semester ein Hauptseminar mit dem Titel „Medien und internationale Politik“ bei Gunnar Hammerschmidt besuchen.

Oder aber, man besucht bei Dubai Segbers ein Hauptseminar mit dem Titel, yes, „Medien und internationale Politik“.

Gott sei Dank, die FU ist gescheitert

Oktober 16, 2006

„Auch das Zukunftskonzept der Freien Universität Berlin, die ‚International Network University‘, wurde sehr positiv bewertet und wird weiter im Wettbewerb bleiben. Damit hat der Weg der kontinuierlichen Internationalisierung der Universität im Zeichen der Globalisierung eine große Bestätigung gefunden. Die hervorragende Bewertung dieses Konzepts durch die internationale Gutachterkommission unterstreicht, dass die Orientierung der Freien Universität im Hinblick auf Weltoffenheit und Exzellenz breite Anerkennung gefunden hat.“ (FU-Pressemitteilung Nr. 210, 2006)

*lol* Nein, die FU ist in Wahrheit im „Elite“-Wettbewerb überhaupt nicht gescheitert, alles ist bestens, wir sind die Gewinner, niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, 640 KB reichen völlig aus und die CDU ist nach fünf Jahren wieder da. Schon klar.

Tatsächlich ist das Ergebnis für die FU ein Desaster (legt man ihre eigene Zielsetzung zu grunde), daran ändert auch die Tatsache nichts, dass vorher kaum jemand geglaubt hatte, dass sie überhaupt die Vorrunde überstehen und sogar die HU ausstechen würde. Durch die durch diesen ersten Teilerfolg geweckten Hoffnungen und die immer wieder suggerierte Position, der FU sei jetzt der „Elite“-Status so gut wie sicher, musste das Ergebnis am Freitag entsprechend bitter aufstoßen. Dass sich die FU nicht durchsetzen konnte, ist ein herber Rückschlag für Lenzens Vision einer neuen „Netzwerk Universität“, auch wenn der Kommilitone Martin Kaul in einem Kommentar in der taz richtig ausführt:

„Der [Lenzen, Anm. FUwatch], selbst engagiert in der neoliberalen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, sucht die einst ‚Freie‘ Universität zu einem Dienstleistungsunternehmen für Wissenschaftsproduktion zu machen. Freilich: Die Entscheidung gegen die FU ist noch keine Absage an sein Modell. Aber sie bietet den Studierenden Raum, auf das eigentlich Fatale – eine völlig fehl laufende Hochschulpolitik – aufmerksam zu machen.“ (taz, 14.10.06)

Richtig, das Scheitern der FU ist noch keine Absage an Lenzens Modell, macht aber dennoch deutlich, dass die neoliberale Deformation der FU ihm nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Die Frage ist, was daraus folgt: Es vielleicht mal ganz anders versuchen und sich dem ganzen Exzellenz-Gedöns verweigern oder die Deformation zum „Dienstleistungsunternehmen für Wissenschaftsproduktion“ noch weiter voranzutreiben. Natürlich steht zu befürchten, dass es eher zu letzterem kommen wird.

Martins These, dass das Scheitern der FU in der Exzellenzinitiative gut für die Studierenden sei, mag natürlich auf manche Zeitgenossen provokant wirken, insbesondere wenn man nur auf die vermeintlichen Vorzüge des plötzlichen Geldregens schielt. Tatsächlich bringt es Martin aber auf den Punkt, wenn er schreibt:

„Was für die Uni schlecht ist, ist in diesem Fall für die Studierenden gut. Die zweistelligen Millionenbeträge, die der FU nun durch die Lappen gehen, wären ihnen ohnehin bestenfalls im Imagegewinn ihrer FU-T-Shirts begegnet. Denn – das wird in der Debatte um Exzellenz und Elite vergessen oder verschwiegen – die Exzellenzinitiative fördert Forschung und nicht Lehre. Sie hat kaum einen Effekt auf die nach wie vor miserablen Studienbedingungen und deren soziale Selektionsmechanismen.“ (taz, 14.10.06)

Der Geldregen und der angebliche Image-Gewinn bringen auch nichts, wenn man dann wieder mit 70 Leuten in einem Seminar sitzt oder wenn der/die ProfessorIn keine Zeit hat, weil er/sie bei seiner/ihrer Fixierung auf die Forschung seine/ihre Lehre vernachlässigt. Natürlich kann man dem entgegenstellen, dass eine Verbesserung der Forschung letztlich auch immer zu einer Verbesserung der Lehre führt. Diese These ist jedoch gewagt und empirisch kaum zu halten. Intensivere Forschung meint eben nicht zwangsläufig auch bessere Lehre, sondern nicht selten sogar eine gegenteilige Entwicklung: Wegen der immer stärkeren Fokussierung auf die Forschung, rückt die Lehre immer stärker in den Hintergrund (siehe dazu auch die Zusammenfassung des Hartmann Vortrags).

Nicht zu übersehen ist auch die besondere Betonung auf naturwissenschaftliche und technische Fächer / Einrichtungen / Forschungsschwerpunkt. Der Schwerpunkt in der Ausrichtung der drei Sieger, LMU München, TU München und TU Karlsruhe spricht hier Bände. Aus Sicht eines Studierenden einer sozial- oder geisteswisschenschaftlichen Fachrichtung macht es daher erst recht keinen Sinn, einer solchen „Exzellenzinitiative“ positiv gegenüberzustehen. Das hier implizierte Weltbild, in dem er als Philosoph oder Soziologe nur noch als eine Art Nachgeburt vorkommt, wird ihm natürlich wenig zusagen.

Auch dass nun ausgerechnet drei Universitäten zu Siegern gekürt worden sind, die im „reichen Süden“ sitzen und daher ohnehin schon besser ausgestattet sind, als Universitäten im Norden, missfällt. Aber genau das war ja durch die Initiative durchaus gewollt: Universitäten die über mehr Mittel als andere verfügen (die ihnen ja erst die vielbeschworene „internationale Sichtbarkeit“ ermöglichen), sollen noch einmal zusätzlich welche bekommen, um endgültig „Elite“ werden zu können und um sich vom Mittelfeld absetzen zu können. Eine solche Hochschulpolitik, die systematisch ein Zwei-Klassen-System in der deutschen Hochschullandschaft einführt, kann nicht die Lösung der Probleme sein und wird folglich auch von vielen Studierenden abgelehnt. Konsequenterweise werden diese Studierenden es dann als positiv erachten, wenn ihre Universität nicht zur „Elite“ gekürt wird.

Was nicht heißen soll, dass das Scheitern der FU bei allen Studierenden als positiv erachtet wird. Im Gegenteil, viele sind offenbar traurig, nicht an einer Uni studieren zu dürfen, die sich „Elite“ schimpfen kann. So kann man im Tagesspiegel nachlesen:

„Auf dem Dahlemer Campus sprach sich schnell herum, dass die FU in der Königsdisziplin ausgeschieden ist. Studierende reagierten enttäuscht. ‚Es wäre schön gewesen, einen Abschluss von einer Eliteuniversität zu präsentieren‘, sagte Maximilian Zieringer, 25, Promotionsstudent in der Chemie.“ (Tagesspiegel, 14.10.06)

Ein verräterisches Statement, zeigt es doch um was es hier wirklich geht: Dem zukünftigen Arbeitergeber einen Universitäts-Abschluss von einer vermeintlichen „Elite“-Uni vorlegen zu können und damit bessere Chancen auf eine Stelle zu haben. Es geht also um das „Image“, eine „Elite“-Uni zu sein. Ob man diesem Anspruch dann tatsächlich gerecht wird, ob sich hinter dem glänzenden Label „Elite“ dann auch tatsächlich etwas qualitativ Hochwertiges verbirgt, ist hingegen weitgehend irrelevant. Auch bei den us-amerikanischen „Elite“-Universitäten lässt sich ablesen, dass es oft nur noch um den Namen geht. Wenn auf dem Abschlusszeugnis erstmal „Harvard“ oder „Stanford“ steht, ist alles andere eigentlich nachrangig (siehe auch dazu die Zusammenfassung des Hartmann Vortrags). Brauchen wir solche „Label-Fakes“ wirklich auch in Deutschland? Hoffentlich nicht.

Wenn man sich genauer ansieht, was sich hinter der „Exzellenzinitiative“ verbirgt, braucht es die FU-Studentenschaft also nicht grämen, dass ihre Uni den begehrten „Elite“-Stempel nicht erhalten hat. Sie sollte lieber froh darüber sein, nicht Teil dieser selbsternannten „Elite“ zu sein.

Siehe auch:

osiwelt: „Heute gab es ein großes Interview mit Dieter Lenzen in der Berliner Zeitung. Rubrik: Feuilleton. Da gehörte es auch hin. Der Onkel erzählte unter anderem von folgenden märchenhaften Zuständen…“

SEMTIX: „Bleibt nur zu hoffen, dass der von Präsident Lenzen forcierte Kurs, die FU schrittweise in ein reines Forschungs- und Ideenzentum für die deutsche Wirtschaft umzubauen einen Dämpfer erhalten hat.“

osiwelt: „Was man sich bei den Herren und Damen verantwortlichen offenbar so richtig gar nicht vorstellen kann: dass das Projekt ‚Governance in a Globalized World‘ einfach so richtiger Elfenbeinturmbullshit sein könnte“

LHG News: „Herzlichen Glückwunsch München und Karlsruhe! Gottseidank fließt nun endlich Geld dahin, wo es vorher noch nicht gewesen ist, in benachteiligte Regionen der Republick wo man von ganzem Herzen exzellent ist und Elite geschätzt wird.“

„Infozentrum“ der OSI-Zeitung

Oktober 13, 2006

Die Redaktion der OSI-Zeitung koordiniert sich – offenbar schon länger – über ein „Infozentrum“ bei RapidForum.com. Der „Leseraum“ ist öffentlich zugänglich und war ursprünglich wohl als Platz zum Posten von Leserbriefen gedacht („Geigt uns Eure Meinung“), viel zu lesen gibt es dort allerdings nicht.

In der Kategorie „Redaktion“ ist offenbar deutlich mehr los, dort kommen Nicht-Redaktions-Mitglieder jedoch vermutlich nicht so ohne weiteres rein. Auszuprobieren wäre, ob das einfache registrieren eines Benutzeraccounts schon Zugang ermöglicht oder ob die Redaktion umsichtig genug war, dem ein Riegel vorzuschieben (gemäß der Annahme, es handelt sich um einen internen Informationsaustausch, der eigentlich nur für Mitglieder der Redaktion gedacht ist). Aber es ist 5 Uhr morgens und ich bin zu müde um weiter investigativ tätig zu werden…

Facelifting für SAP CM

Oktober 9, 2006

Das SAP Campus Management hat im Webdesign einen Quantensprung vom Jahr 1994 ins Jahr 1996 vollzogen. Nette kleine GIFs verdeutlichen einem jetzt den Stand der Dinge.

Unter „Noten- und Punktekonto“ bekommt man jetzt endlich auch die Teilnahme quittiert (zumindest im System). Dies ist insofern ein Fortschritt, als dass man Gewißheit über eine erfolgreiche Teilnahme an einer LV bis dato erst dann erlangte, wenn man das Modul komplett abgeschlossen hatte.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen das SAP Campus Management betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

Neues vom OSI

Oktober 8, 2006

Doppelnamenaufgeber Risse sieht den Mittelfinger und bob erklärt die Suche nach einem Nachfolger für Prof. Altvater zum „Peinlichsten Berufungsverfahren ever“. *lol* Herrlich…

Dubai Segbers und Konstrukti Risse erhalten Lorbeeren für Verbreitung der Masteritis

Oktober 6, 2006

Wie die taz heute zu berichten weiß, haben der DAAD und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die beiden Master-Studiengänge „East European Studies Online“ und „Internationale Beziehungen“ an der FU ausgezeichnet. Am 1. Dezember winken 20.000 Euro Preisgeld.

Herzlichen Glückwunsch! Es werden bestimmt weitere Auszeichnungen folgen, vom CHE, der Bertelsmann-Stiftung, McKinsey, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, der HIS GmbH, der Al-Maktoum-Familie, dem Rotary Club, et al.