Wuppertaler Claqueure – Ein Modell für Berlin?

Wie im UniSpiegel vor kurzem zu lesen war, gab es in der Wuppertaler Innenstadt eine „Demo“ der ganz besonderen Art zu sehen: Der Prorektor der Uni-Wuppertal zog mit ein paar Studierenden durch die Straßen, um für seine Uni zu werben. Was auf den ersten Blick nach einer typischen StudentenInnen-Demo aussah, entpuppte sich auf den zweiten Blick als Marketing-Gag von angehenden KommunikationsdesignerInnen. Die Uni veranstaltet Anfang September einen Forschungstag um ausgewählte Forschungsprojekte der Öffentlichkeit vorzustellen, dafür sollte auf unkonventionelle Art und Weise die Werbetrommel gerührt werden.

Zum Ärger der Universitätsverwaltung waren nicht genug Studierenden freiwillig zum Mitmachen zu bewegen, weswegen man sie kaufen musste. Pro Stunde auf der Demo gab es 7,50 Euro. Finanziert aus dem Topf des Hochschul-Marketings. Erstaunlich, dass sie nicht gleich versucht haben die Arbeit auf der „Demo“ als im öffentlichen Interesse liegend zu deklarieren – um dann 1-Euro-Jobber anheuern zu können.

Der AStA Wuppertal fand das verständlicherweise weniger witzig und hat sich kurzerhand mit einer eigenen Truppe an die Fake-Demo angehängt, „um in 50 Meter Abstand – darauf hat die Polizei bestanden – gegen Ökonomisierung und Kommerzialisierung der Bildung zu protestieren“ (UniSpiegel).

Ein Modell für FU-Präsident Lenzen? Wenn es wirklich ernst wird und die FU endlich kurz davor steht „exzellent“ zu werden, braucht man vielleicht auch für Berlin ein paar studentische Claqueure.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: