Die Web 2.0 Offensive an der FU

Die „CeDiS-FUeL-Clique“ um…

… bastelt fleißig daran, Web 2.0 an der FU einzuführen. Ein löbliches Ziel, gibt es doch bei bestehenden Systemen in Sachen Web 2.0 – wie dokumentiert – noch Defizite.

Bei aller Häme ist das Anliegen des FUeL-Projekts ein zentrales Studierenden-Portal zu schaffen und die diversen Subsysteme miteinander zu vernetzen sicherlich ein richtiger Schritt.

Auf den oben verlinkten Blogs kann man nachlesen, welche Themen auf welchem Meeting diskutiert wurden, ansatzweise gibt es auch so etwas wie Protokolle anhand derer man etwas detaillierter nachlesen kann, was besprochen und beschlossen wurde. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Ansatz konsequent weiter verfolgt wird, da so ein relativ hohes Maß an Transparenz gewährleistet werden kann.

In der Diskussion ist zur Zeit die Frage, auf welches Multi-User-Blog-System man setzen soll. Zur Auswahl standen ursprünglich WordPress MU, blojsom, Movable Type, Pebble und Drupal. Pebble und blojsom basieren auf Java und klingen allein schon deshalb grausam, Movable Type ist propriertär und damit vermutlich teuer, es bleiben WordPress MU (WPMU) und Drupal. Die MU Variante von WordPress ist im kommen, aber immer noch in der Entwicklungsphase.

Drupal ist schon etabliert, macht aber ständig Schlagzeilen durch Sicherheitslücken. Davon abgesehen gefiel es mit zuletzt aber ganz gut, nur die Menuführung beim Administrieren war etwas unübersichtlich. WPMU habe ich noch nicht getestet, es wurde aber neben Movable Type anscheinend ohnehin bereits ausgeschlossen (siehe letzte Seite). Die Entscheidung wird also zwischen Drupal und den beiden Java-Systemen Pebble und blojsom gefällt.

Update 17.08.06

Anders als hier dargelegt, testen die CeDiS-MitarbeiterInnen keineswegs nur die genannten fünf Blog-Systeme. Das Rennen ist nach wie vor offen und man versucht so viele Systeme wie möglich auszuprobieren. Das schreibt Ahmet in einem Kommentar auf Stephans Blog.

Hinweis: Eine Übersicht mit allen den „CeDiS-Blackboard-Komplex“ betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

15 Antworten to “Die Web 2.0 Offensive an der FU”

  1. Anonymous Says:

    Drupal fällt flach… Wer das ernsthaft in Erwägung zieht, ist Hardcore-Masochist.
    Javabasiert? Sehr lustig.

    Anyway, hat schon einen Grund, warum es derzeit noch keine wirklich gute freie MU-Blogsoftware gibt. Aber man könnte sich natürlich auch einfach an der WPMU-Entwicklung beteiligen, gell? Nachdem man sich schon bei Blackboard gegen OpenSource entschieden hatte, wäre das jetzt eigentlich mal fällig….

  2. Niklas Says:

    Hier findet sich ein Beispiel, wie der Einsatz von blojsom zukünftig auch bei uns aussehen könnte, Blogs gelistet nach Matrikelnummern (bei uns dann halt ZEDAT-Konten, oder ähnliches). So grausam ist es nicht. Etwas angenehmere Templates haben die oD-Blogs, die auch über blojsom laufen.

    Zumindest als Besucher kommt man mit Java nicht in Kontakt (meine Befürchtung war ursprünglich, man muss mit irgendwelchen Applets rumkrüppeln).

  3. Tobias Mathes Says:

    Ich persönlich würde auch von Drupal abraten. An Eurer Stelle würde ich nicht die Weblogs nicht nur nach Features sondern auch nach Code-Qualität auswählen und da wird es dann schon eng.

    Ich persönlich finde Serendipity (www.s9y.org) recht gut und mit ein paar Anpassungen bekommt man das auch ‚Multi-User‘ fähig. Ich nehme mal an ihr meint damit ’shared instances‘.

  4. Niklas Says:

    „Multi user“ meint, dass die Uni selbst zum „Blog-Anbieter“ wird. Studierende sollen dann per „Sign up“ in der Lage sein, sich auf dem Portal selbst ein Blog einzurichten und dieses eigenständig verwalten können (Templates, Admineinstellungen, etc.). Es geht also nicht nur darum, dass mehrere Studierende bei Bedarf in einem Blog schreiben (z.B. im Zuge einer Lehrveranstalung), sondern dass jeder Studierende sich im Portal auch seinen eigenen individuellen Blog zulegen kann ohne das dafür die unmittelbare Hilfe (Freischaltung, Einrichtung, whatever) des Portalbetreibers nötig ist. Ob das dem entspricht was du mit „shared instances“ meinst, kann ich nicht sagen.

    Serendipity ist per se kein „Multi User“ Blogsystem. Ich kann nicht beurteilen, wie groß der Aufwand wäre es entsprechend hinzubiegen. Aber der Kommilitone Stephan hat die Idee Serendipity einzusetzen ja im entsprechenden s9y-Forum schon angeschnitten. Weder Stephan, noch ich oder sonst ein Studi hat allerdings die Entscheidungsgewalt darüber, welches Blogsystem es am Ende wird, das regelt CeDiS. Wenn jemand Serendipity oder ein anderes System empfehlen möchte, sollte er am besten in einem der CeDiS-Mitarbeiter-Blogs (siehe oben) einen Kommentar posten.

  5. Stephan Says:

    nun, s9y ist meiner Meinung nach sehr gut multiuserfähig in dem obigen Sinne:

    http://www.s9y.org/41.html

    enthält eine entsprechende Anleitung und mit http://supersized.org/ beweist einer der Haupt-Programmierer von s9y täglich aufs neue, daß das wunderbar geht!

  6. Stephan Says:

    manueller Trackback:

    Warum man (oder die FU Berlin) s9y nutzen sollte …

    Worum geht es?

    Im Fichtenberg bin ich darauf gestoßen, daß die FU Berlin offenbar ein zentrales Blog-System für seiner Mitglieder einrichten will. (So habe ich das jedenfalls verstanden.)

    In einem der Blogs der Projektverantwortlichen an der FU findet sich eine Übersicht und Sichtung der in Frage kommenden Systeme. Leider, so mußte ich sehen, ist Serendipity (s9y) nicht dadrunter. […]

  7. DEFO-Blog Says:

    manueller Trackback:

    FU goes Web 2.0

    Die FU will laut Fichtenberg verstärkt auf Online-Portale etc. setzen. U.a. sucht man ein Blog-System (also sowas hier). Dafür schaute man sich diverse Systeme in die Vorauswahl, allerdings nicht Serendipity – was hier sehr erfolgreich läuft. […]

  8. Ahmet Emre Acar Says:

    8-)
    Das ist einfach klasse. Vielen Dank für das Aufgreifen des Themas und den Hinweis auf unsere Blogs. Eure Kommentare und euer Feedback sind höchst willkommen.

    Wie ihr lesen konntet, geht es bei uns nicht nur um technologische Betrachtungen. Auch ideologische wie open vs. closed source werden außen vorgelassen. Es geht in erster Linie bei unserer Auswahl darum: leistet die Software, was sie soll? Ist sie für den Nutzer so einfach und bequem wie möglich anwendbar? Wie stabil und sicher ist das System? Eine genaue Auflistung der Kriterien werden wir sicherlich in der nächsten Zeit erstellen.

    Ich muß erstmal noch verarbeiten, daß unsere Blogs von anderen aufgegriffen wurden :) schön.

  9. Ahmet Emre Acar Says:

    bitte den link zu meinem blog updaten!

    http://acar.wordpress.com/

  10. Ahmet Emre Acar Says:

    http://fuel.fu-berlin.de/fuel-projekt/studierendenportal.html

    zu eurer info

  11. Was Web 2.0 wirklich ermöglicht « FUwatch Says:

    […] Wo wir gerade davon sprechen Web 2.0 an der FU einzuführen: Erich Klepptenberger hat in Telepolis exemplarisch verdeutlicht, was Web 2.0 wirklich bietet *rofl*. […]

  12. andrej Says:

    „Pebble und blojsom basieren auf Java und klingen allein schon deshalb grausam“

    oh je, da macht ja einer tatsaechlich vernuenftige vergleiche zwischen den blogs und vor allem zwischen den programmiersprachen. habe nicht vor hier einen flamewar zu starten, aber etwas oberflächlich ist es von dir schon geschrieben…

  13. Niklas Says:

    || habe nicht vor hier einen flamewar zu starten, aber
    || etwas oberflächlich ist es von dir schon geschrieben…

    Leider, ja. Die „Javaphobie“ beruht auf einer Assoziation / Gleichsetzung von „Java“ mit „Java Applets“, was natürlich ungerechtfertigt ist. Bereits im zweiten Kommentar wurde die Aussage daher relativiert und auch im OSI Wiki heißt es einschränkend, dass sich „grausam“ auf Java Applets bezieht.

  14. Überblicksseite zum "CeDiS-Blackboard-Komplex" « FUwatch Says:

    […] 06.08.06: Die Web 2.0 Offensive an der FU […]

  15. DK Says:

    Selber schuld wenn man Serendipity (www.s9y.org) einfach so auslässt ;)

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