Wir müssen leider draußen bleiben

Wie der Tagesspiegel heute berichtet, haben Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner keinen Zugang mehr zur Philologischen Bibliothek an der FU:

„Bibliotheksmitarbeiter kontrollierten die Studentenausweise, Nichtphilologen wurden weitgehend ausgesperrt. Die Plätze müssten für Studierende und Wissenschaftler frei bleiben, die mit den Beständen der Präsenzbibliothek arbeiten, erklärt Bibliotheksleiter Klaus Ulrich Werner. Seit Wochen werde die Philologische Bibliothek stark von Studierenden anderer Fachbereiche beansprucht, die sich auf ihre Prüfungen und Staatsexamen vorbereiten – mit mitgebrachten Büchern.“

Der beinharte Verteilungskampf um die begrenzten Ressorucen der FU geht in die nächste Runde. Wohlgemerkt es geht hier nicht um die Bücher in der Bibliothek (die die „externen“ Studierenden gar nicht wollen), sondern einfach nur um (vollklimatiserte) Sitzplätze im Lesesaal. Wie wäre es mit einem Lösungsansatz aus dem Massentourismus: Wer morgens zuerst sein Handtuch über einen Arbeitsplatz schmeißt, hat ihn erfolgreich okkupiert und kann erst mal zum Kaffeeautomaten Frühstücken gehen.

Und mal ehrlich, wer später bei McKinsey & Co. anfangen will, für den ist es bestimmt eine gute Übung während seiner Studienzeit einen von diesen vergeistigten Philologen beim Kampf um einen Sitzplatz in der Bibliothek auszustechen.

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2 Antworten to “Wir müssen leider draußen bleiben”

  1. DEFO-Blog Says:

    manueller Trackback:

    Bibliothek sperrt Studierende aus! – auf wackliger Grundlage!

    „Alle Vergleiche hinken, aber manche fallen schlicht um. Genauso sieht es mit der vermeintlichen Rechtsgrundlage aus, die laut LHG-Blog für die Aussperrungen in der Philologischen Bibliothek herhalten muß:
    Das Rechtsamt hat auf eine entsprechende Mail geantwortet: …“

  2. Rosenmontag an der FU « FUwatch Says:

    […] ihn nicht erhalten, differenziert. Ein ähnliches Schauspiel gab es bereits im August 2006 (siehe “Wir müssen leider draußen bleiben”) und seither hat sich offenbar nichts getan, das Problem ist immer noch das […]

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