Neue Website der „agent provocateur“

Die neue Website der studentischen OSI-Zeitung „agent provocateur“ (ap) wurde mit einer eigenen Release-Party angekündigt, entsprechend groß waren die Erwartungen. In unregelmäßigen Abständen erscheinend waren bis vor kurzem nur die älteren Ausgaben online verfügbar, nun wurde das Design der Site überarbeitet und das Webangebot um die neueren Ausgaben ergänzt.

Insgesamt fällt das Resultat jedoch ernüchternd aus und wird dem großen Tamtam m.E. nicht ganz gerecht. Schon auf der Startseite fällt unangenehm auf, dass einige gif-Images nicht dargestellt werden, da sie offenbar falsch verlinkt sind. Klickt man sich dann ein wenig durch die Ausgaben, wird deutlich, dass sich das neue Design offenbar nur auf die Frontseite bezieht, die einzelnen Artikel der verschiedenen Ausgaben wurden einfach nur in Word als HTML abgespeichert (was ein Blick in den Sourcecode verrät) und sind durch den Verzicht auf Leerzeilen zwischen den Absätzen nicht gerade besonders angenehm zu lesen. Die besonders interessante Sonderausgabe 9,5 besteht sogar nur aus „broken links“, hier geht jeder Klick ins Leere. Was die alten Ausgaben betrifft, so hat man hier einfach das alte Design beibehalten. Ein ziemliches Kuddelmuddel.

Die ap-Artikel sind durchweg interessant, umso lobenswerte sie jetzt endlich alle ins Netz zu stellen (denn die Printausgaben sind natürlich längst vergriffen). Dennoch hätte man dem Projekt vielleicht etwas mehr Muße widmen sollen, bevor man das neue Web-Release mit einer Party würdigt. Da sich jedoch im Moment eine neue Redaktion von Nachwuchs-Autoren organisiert und es hoffentlich bald wieder eine neue Ausgabe geben wird, bleibt zu hoffen, dass dann auch der Webauftritt noch einmal nachgebessert wird.

Entstanden ist die ap im Frühjahr 1995, nachdem es um die OSI-Zeitung (OZ) Streitigkeit gab. Der Vorwurf an die OZ wog schwer, es sollen Artikel mit geschichtsrevisionistischem Inhalt abgedruckt worden sein. Der AStA entzog der OZ die finanzielle Unterstützung und es wurde die ap ins Leben gerufen. Nun wurde im Zuge des Institutags ins Gespräch gebracht, eine neue „OSI-Zeitung“ herauszubringen. Über den Namen „OSI-Zeitung“ sollte man daher vielleicht noch mal nachdenken, der Titel ist „osihistorisch“ nun mal vorbelastet und könnte bei einigen KommilitonInnen negative Erinnerungen wecken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: