Clash of Modules

Nicht nur, dass SAP CM mir zwei Zusatzveranstaltungen reingedrückt hat, nein, sinnigerweise überschneiden sich diese beiden Lehrveranstaltungen auch noch zeitlich.

Die zusätzlichen Lehrveranstaltungen lassen sich darauf zurückführen, dass alternative bzw. ergänzende Lehrveranstaltungen innerhalb eines Moduls von mir nicht mit „Keine Teilnahme“, sondern mit „Keine Präferenz“ (der Default-Einstellung) markiert wurden. Habe ich mich nur für ein Teilmodul entschieden, weil ich den zweiten Teil des Moduls im letzten Semester absolviert habe (noch nicht eingepflegte Daten) oder erst im nächsten Semester belegen will, erkennt SAP CM dies nicht und weist mir einfach schon jetzt das zweite Modulteil zu.

„Keine Präferenz“ stellt für SAP CM also eine Art Blankoschek dar, dem Studierenden nach systeminterner Logik eine oder mehrere Veranstaltungen ggf. zusätzlich zuzuweisen, weil die Grundannahme des Systems ist, dass ein Modul aus zwei Lehrveranstaltungen besteht und die auch innerhalb eines Semesters absolviert werden müssen.

Dieser Versuch, SAP CM quasi selbst denken zu lassen, trägt dann natürlich auch absurde Züge. Dann etwa, wenn es um Module geht, die definitiv nicht in einem Semester absolviert werden können, Stichwort „Projektmodul“. Ein Projektmodul besteht aus zwei Projektkursen (Teil 1 und 2) die man in zwei aufeinanderfolgenden Semester absolviert und die thematisch zusammenhängen. Hat man sich jetzt für Projektkurs A Teil 1 beim Dozenten X angemeldet, ergänzt SAP CM einfach um Projektkurs B Teil 2 beim Dozenten Y. Was natürlich Unsinn ist, weil die Projektkurse A und B inhaltlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben und auch nicht im selben Semester absolviert werden sollen. Für SAP CM ist es dagegen klar, dass zwei Projektkurse (einfach irgendein „Teil 1“ mit irgendeinem „Teil 2“) ein Modul bilden und daher auch im selben Semster besucht werden sollten.

Um dem zu entgehen, müssen bei der Anmeldung alle möglichen aber ungewollten Ergänzungs- und Alternativ-Lehrveranstaltung innerhalb eines Moduls mühselig auf „Keine Teilnahme“ gesetzt werden. Die gewollte Veranstaltung natürlich auf „Präferenz 1“. In der Anleitung zur Benutzung des Systems hieß es aber, die Option „Keine Teilnahme“ wäre für den Rest nur dann zu wählen, wenn vom Fachbereich schon festgelegt worden ist, welche Veranstaltung zu besuchen ist (was halt nicht der Fall ist). „Keine Teilnahme“ birgt zudem natürlich auch die Gefahr, in keine Alternativveranstaltung mehr geschoben werden zu können, wenn die gewollte Veranstaltung (Präferenz 1) überbelegt ist. Spätestens nach dem Ausbau der Teilnahmebeschränkung wird dem Präferenz-Karussell (Präfenz 1, 2, 3, usw.) mehr Bedeutung zukommen. Die Variante „Keine Präferenz“ sollte dagegen in Zukunft völlig gemieden werden.

Nicht erklärt werden kann dadurch, dass SAP CM nicht merkt, dass zwei Veranstaltungen sich zeitlich überschneiden. Wenn der Studierende seine Wahl trifft oder SAP CM ihm das abnimmt, müsste in beiden Fällen eigentlich eine Fehlermeldung erscheinen, sobald zwei Veranstaltungen sich zeitlich überschneiden. Da die Zeiten bei vielen Lehrveranstaltungen nachträglich noch einmal verschoben werden, ist eine flexible Handhabung hier aber natürlich sinnvoll. Denkbar wäre auch, dass zwei sich zeitlich überschneidene Lehrveranstaltungen wöchentlich-abwechselnd besucht werden (angenommen, sie sind so geplant).

Hinweis: Eine Übersicht mit allen das SAP Campus Management betreffenden Einträgen in diesem Blog findet sich hier.

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