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	<title>Kommentare zu: Verhältnismäßig schwache Vollversammlung</title>
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	<description>FUwatch wurde eingestellt, neue Kommentare werden nicht freigeschaltet</description>
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		<title>Von: Niklas</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/05/08/verhaltnismasig-schwache-vollversammlung/#comment-9660</link>
		<dc:creator>Niklas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 00:44:41 +0000</pubDate>
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		<description>&#124;&#124; Damit es keine missverständnisse
&#124;&#124; gibt: Ich beziehe mich nicht auf
&#124;&#124; die vermittlung von kritischen
&#124;&#124; theorien oder den aufbau einer
&#124;&#124; schlagkräftigen bewegung, sondern
&#124;&#124; auf die reine sensibilisierung
&#124;&#124; uninteressierter, auf den beginn
&#124;&#124; einer zwischenstudentischen
&#124;&#124; kommunikation.

Aber selbst das ist doch de facto nicht mehr drin (zumindest nicht in diesem Protest mit seinen relativ &quot;überschaubaren Bedrohungsszenarien&quot;). 

Du unterstellst optimistisch, es ist noch möglich bisher Uninteressierte zu sensibilisieren. Nur wie oben bereits ausgeführt, ist die Aufmerksamkeitsspanne relativ gering, man gewinnt mit solchen &quot;In-die-Seminare-gehen-Aktionen&quot; vielleicht für 10 bis 15 Minuten das Auditorium, aber das reicht wohl kaum um von der Schaffung einer &quot;zwischenstudentischen Kommunikation&quot; zu reden.

Der grundsätzliche Irrtum besteht in der Annahme, es müsse Wege geben, um zu bisher Unbeteiligten durchzudringen, sie für die Sache zu gewinnen oder zu &quot;sensibilisieren&quot; (früher sprach man im studentischen Protest von &quot;politisieren&quot;, inzwischen ist nur noch abgeschwächt von &quot;sensibilisieren&quot; die Rede, doch nicht mal das will so recht gelingen). In vereinzelten Fällen mag das auch tatsächlich Erfolg haben, doch steht die Anzahl an neu &quot;Sensibilisierten&quot; dann meist in einem krassen Missverhältnis zum Aufwand. Man hätte in der gleichen Zeit mit anderen Aktionen und auch mit kleineren Gruppen oft mehr erreichen können.

Die Mobilisierungsfrage ist relevant, okay. Auf der Gesamt-VV wurde sie allerdings überbewertet, d.h. unverhältnismäßig lange diskutiert. Statt zu fragen, was _konkret_ die jetzt Anwesenden auch ohne zusätzliche MitstreiterInnen erreichen können und mal ein paar konkrete Forderungen aufzustellen, ging es im ganzen Diskussionsabschnitt der VV nur darum, ob und wenn ja wie man mehr Studis mobilisieren (oder eben sensibilisieren) kann.

Der &quot;Massenprotest&quot; ist eine Utopie und für viele besonders jüngere KommilitonInnen offenbar ein sehr verlockender, heiliger Gral, dem sie voller Inbrunst nachjagen. Ältere KommilitonInnen müssten sich bedingt durch ihre Erfahrungen m.E. darüber im Klaren sein, dass der Anteil an noch nicht mobilisierten Studierenden die man tatsächlich zusätzlich mobilisieren kann, nur verhältnismäßig klein ist.

Und wenn es dann doch mal ein paar mehr sind, dann immer nur über einen begrenzten, viel zu kurzen Zeitraum (der für wirkliche Veränderungen einfach nicht ausreicht). Nicht weil es den &quot;Sensibilisierern&quot; an Sensibilsierungs-Können und Motivation gefehlt hätte, sondern weil die &quot;Zusensibilisierenden&quot; es einfach nicht gebacken kriegen.

Am Ende bleibt immer nur der harte, recht überschaubare Kern übrig. Aber gut, wer das jetzt nicht wahrhaben will, muss die Erfahrung wohl selbst machen. Geht durch die Lehrveranstaltungen, klärt die Leute auf, versucht sie zu &quot;sensibilisieren&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>|| Damit es keine missverständnisse<br />
|| gibt: Ich beziehe mich nicht auf<br />
|| die vermittlung von kritischen<br />
|| theorien oder den aufbau einer<br />
|| schlagkräftigen bewegung, sondern<br />
|| auf die reine sensibilisierung<br />
|| uninteressierter, auf den beginn<br />
|| einer zwischenstudentischen<br />
|| kommunikation.</p>
<p>Aber selbst das ist doch de facto nicht mehr drin (zumindest nicht in diesem Protest mit seinen relativ &#8222;überschaubaren Bedrohungsszenarien&#8220;). </p>
<p>Du unterstellst optimistisch, es ist noch möglich bisher Uninteressierte zu sensibilisieren. Nur wie oben bereits ausgeführt, ist die Aufmerksamkeitsspanne relativ gering, man gewinnt mit solchen &#8222;In-die-Seminare-gehen-Aktionen&#8220; vielleicht für 10 bis 15 Minuten das Auditorium, aber das reicht wohl kaum um von der Schaffung einer &#8222;zwischenstudentischen Kommunikation&#8220; zu reden.</p>
<p>Der grundsätzliche Irrtum besteht in der Annahme, es müsse Wege geben, um zu bisher Unbeteiligten durchzudringen, sie für die Sache zu gewinnen oder zu &#8222;sensibilisieren&#8220; (früher sprach man im studentischen Protest von &#8222;politisieren&#8220;, inzwischen ist nur noch abgeschwächt von &#8222;sensibilisieren&#8220; die Rede, doch nicht mal das will so recht gelingen). In vereinzelten Fällen mag das auch tatsächlich Erfolg haben, doch steht die Anzahl an neu &#8222;Sensibilisierten&#8220; dann meist in einem krassen Missverhältnis zum Aufwand. Man hätte in der gleichen Zeit mit anderen Aktionen und auch mit kleineren Gruppen oft mehr erreichen können.</p>
<p>Die Mobilisierungsfrage ist relevant, okay. Auf der Gesamt-VV wurde sie allerdings überbewertet, d.h. unverhältnismäßig lange diskutiert. Statt zu fragen, was _konkret_ die jetzt Anwesenden auch ohne zusätzliche MitstreiterInnen erreichen können und mal ein paar konkrete Forderungen aufzustellen, ging es im ganzen Diskussionsabschnitt der VV nur darum, ob und wenn ja wie man mehr Studis mobilisieren (oder eben sensibilisieren) kann.</p>
<p>Der &#8222;Massenprotest&#8220; ist eine Utopie und für viele besonders jüngere KommilitonInnen offenbar ein sehr verlockender, heiliger Gral, dem sie voller Inbrunst nachjagen. Ältere KommilitonInnen müssten sich bedingt durch ihre Erfahrungen m.E. darüber im Klaren sein, dass der Anteil an noch nicht mobilisierten Studierenden die man tatsächlich zusätzlich mobilisieren kann, nur verhältnismäßig klein ist.</p>
<p>Und wenn es dann doch mal ein paar mehr sind, dann immer nur über einen begrenzten, viel zu kurzen Zeitraum (der für wirkliche Veränderungen einfach nicht ausreicht). Nicht weil es den &#8222;Sensibilisierern&#8220; an Sensibilsierungs-Können und Motivation gefehlt hätte, sondern weil die &#8222;Zusensibilisierenden&#8220; es einfach nicht gebacken kriegen.</p>
<p>Am Ende bleibt immer nur der harte, recht überschaubare Kern übrig. Aber gut, wer das jetzt nicht wahrhaben will, muss die Erfahrung wohl selbst machen. Geht durch die Lehrveranstaltungen, klärt die Leute auf, versucht sie zu &#8222;sensibilisieren&#8220;.</p>
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		<title>Von: Yo</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/05/08/verhaltnismasig-schwache-vollversammlung/#comment-9659</link>
		<dc:creator>Yo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 16:59:21 +0000</pubDate>
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		<description>Zur mobilisierung:

Die uni ist eines der wenigen sozialen felder, wo die betroffenen/ zu mobilisierenden in den gleichen unmittelbaren strukturen stecken. D.h. die mobilisierung muss an der basis erfolgen, in den seminaren, wo alle nun mal rumsitzen, gerade auch wegen des anwesenheitszwangs. Angesetzt werden muss auch bei dem direkt wahrzunehmenden wahn-/blödsinn des studialltags, wie langeweile, arbeitsübermass, stress, ängste etc, und nicht nur beim grossen ganzen, privatisierungen etc.

Die sinnfrage muss gestellt werden, damit alle leute sich unabhängig von ihrer jeweiligen weltanschauung angesprochen fühlen und die möglichkeit bekommen, mitzureden. 

Das ist jetzt kein masterplan, aber den politischen konflikt als solchen bewusst in den alltag zu tragen, bewirkt bestimmt mehr, als auf fluren zu plakatieren und leute zum besuch einer uniweiten vv zu motivieren. Da gehen dann eher die hin, die schon ein klassisches politisches bewusstsein/interesse haben, oder die musse für neue inputs.

Damit es keine missverständnisse gibt: Ich beziehe mich nicht auf die vermittlung von kritischen theorien oder den aufbau einer schlagkräftigen bewegung, sondern auf die reine sensibilisierung uninteressierter, auf den beginn einer zwischenstudentischen kommunikation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur mobilisierung:</p>
<p>Die uni ist eines der wenigen sozialen felder, wo die betroffenen/ zu mobilisierenden in den gleichen unmittelbaren strukturen stecken. D.h. die mobilisierung muss an der basis erfolgen, in den seminaren, wo alle nun mal rumsitzen, gerade auch wegen des anwesenheitszwangs. Angesetzt werden muss auch bei dem direkt wahrzunehmenden wahn-/blödsinn des studialltags, wie langeweile, arbeitsübermass, stress, ängste etc, und nicht nur beim grossen ganzen, privatisierungen etc.</p>
<p>Die sinnfrage muss gestellt werden, damit alle leute sich unabhängig von ihrer jeweiligen weltanschauung angesprochen fühlen und die möglichkeit bekommen, mitzureden. </p>
<p>Das ist jetzt kein masterplan, aber den politischen konflikt als solchen bewusst in den alltag zu tragen, bewirkt bestimmt mehr, als auf fluren zu plakatieren und leute zum besuch einer uniweiten vv zu motivieren. Da gehen dann eher die hin, die schon ein klassisches politisches bewusstsein/interesse haben, oder die musse für neue inputs.</p>
<p>Damit es keine missverständnisse gibt: Ich beziehe mich nicht auf die vermittlung von kritischen theorien oder den aufbau einer schlagkräftigen bewegung, sondern auf die reine sensibilisierung uninteressierter, auf den beginn einer zwischenstudentischen kommunikation.</p>
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		<title>Von: Niklas</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/05/08/verhaltnismasig-schwache-vollversammlung/#comment-9657</link>
		<dc:creator>Niklas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2008 17:49:02 +0000</pubDate>
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		<description>Ah, sorry, ich hatte &quot;Matti&quot; verstanden und daraus gefolgert, das bist bestimmt Du ;-). Jetzt korrigiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ah, sorry, ich hatte &#8222;Matti&#8220; verstanden und daraus gefolgert, das bist bestimmt Du ;-). Jetzt korrigiert.</p>
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		<title>Von: Mathias Bartelt</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/05/08/verhaltnismasig-schwache-vollversammlung/#comment-9656</link>
		<dc:creator>Mathias Bartelt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2008 16:32:44 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Niklas,

es ist zwar schön, daß Du mich für denjenigen hältst, der den Vortrag zum Bologna-Prozeß gehalten hat (haben wir und schon ein Mal gesehen? ;-)), doch muß ich Dich enttäuschen: der Redner war Sebastian &quot;Batti&quot; Schneider, nun Hochschulreferent im AStA FU.


Mit bestem Gruß

Mathias</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Niklas,</p>
<p>es ist zwar schön, daß Du mich für denjenigen hältst, der den Vortrag zum Bologna-Prozeß gehalten hat (haben wir und schon ein Mal gesehen? ;-)), doch muß ich Dich enttäuschen: der Redner war Sebastian &#8222;Batti&#8220; Schneider, nun Hochschulreferent im AStA FU.</p>
<p>Mit bestem Gruß</p>
<p>Mathias</p>
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