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	<title>Kommentare zu: Zusammenfassung der OSI/PuK-Vollversammlung</title>
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		<title>Von: Zeuner-&#8221;Rundschreiben&#8221; zu Anwesenheitslisten &#171; FUwatch</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/04/23/zusammenfassung-der-osipuk-vollversammlung/#comment-9638</link>
		<dc:creator>Zeuner-&#8221;Rundschreiben&#8221; zu Anwesenheitslisten &#171; FUwatch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2008 01:34:29 +0000</pubDate>
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		<description>[...]    Während der Diskussion über Anwesenheitslisten auf der OSI/PuK-VV (siehe &#8220;Zusammenfassung der OSI/PuK-Vollversammlung&#8221;) erwähnte ein Kommilitone ein Rundschreiben von Prof. Zeuner aus dem Jahr 2005, in dem dieser die [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]    Während der Diskussion über Anwesenheitslisten auf der OSI/PuK-VV (siehe &#8220;Zusammenfassung der OSI/PuK-Vollversammlung&#8221;) erwähnte ein Kommilitone ein Rundschreiben von Prof. Zeuner aus dem Jahr 2005, in dem dieser die [...]</p>
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		<title>Von: Stellungnahme von Jirka Kende zum Bibliotheksskandal &#171; FUwatch</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/04/23/zusammenfassung-der-osipuk-vollversammlung/#comment-9612</link>
		<dc:creator>Stellungnahme von Jirka Kende zum Bibliotheksskandal &#171; FUwatch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 01:50:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] &#8220;&#8230;anwesenden MitarbeiterInnen der PolSoz-Bib (dies) bestätigten&#8230;&#8221;, vermag ich nicht zu glauben. Hier wird offensichtlich mit unseriösen Zahlen Stimmung gemacht, aus welchen Beweggründen auch immer. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &#8220;&#8230;anwesenden MitarbeiterInnen der PolSoz-Bib (dies) bestätigten&#8230;&#8221;, vermag ich nicht zu glauben. Hier wird offensichtlich mit unseriösen Zahlen Stimmung gemacht, aus welchen Beweggründen auch immer. [...]</p>
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		<title>Von: Jirka Kende</title>
		<link>http://fuwatch.wordpress.com/2008/04/23/zusammenfassung-der-osipuk-vollversammlung/#comment-9610</link>
		<dc:creator>Jirka Kende</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:04:29 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Blog-LeserInnen, 

verzeihen Sie bitte den etwas länglichen Beitrag, aber der Sachverhalt ist zu komplex, um ihn nur mit zwei Sätzen kommentieren.

Der sog. „Bibliotheksskandal“ beruht auf Falsch- bzw. Desinformation, nicht nur durch Weglas-sen von Informationen, sondern vor allem durch die im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehenden Zahlen. Wer behauptet, dass von den 1.1 Mio. Titeln der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken 500.000 oder 600.000 ausgesondert werden sollten, weiß entweder nicht, wovon er redet, oder sagt bewusst die Unwahrheit. Dass die „…anwesenden MitarbeiterInnen der PolSoz-Bib (dies) bestätigten…“, vermag ich nicht zu glauben. Hier wird offensichtlich mit unseriösen Zahlen Stimmung gemacht, aus welchen Beweggründen auch immer.

Tatsache ist, dass im Rahmen der Überlegungen zur Verbesserung der Studiensituation und zur Schaffung von zukunftsfähigen Bibliotheksstrukturen im Bereich der Garystrasse in einem Szenario die Integration der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken in die UB erwogen wurde.

Neben Schaffung von 500 modern ausgestatteten Arbeitsplätzen und Gruppenarbeitsräumen sah das Konzept vor, die neuere sozialwissenschaftliche Literatur in einem großzügig ausgebauten Freihandbereich der UB aufzustellen und durch ausgedehnte Öffnungszeiten entsprechend den Bedürfnissen der Studierenden zugänglich zu machen und so auch im Bereich der Garystrasse die Bedingungen für die Literaturversorgung dauerhaft zu optimieren.

Im Rahmen dieser Überlegungen wurde aufgrund von begründeten Schätzungen ermittelt, dass es rd. 350.000 - 400.000 ältere Titel gibt, die innerhalb der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken und/oder mit dem Bestand der räumlich benachbarten UB dublett sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass rd. 40 % dieser zwischen der UB und den sozialwissenschaftlichen Bibliotheken *dubletten* älteren Bestände innerhalb der letzten 10 Jahre weder in der UB noch in den Fachbibliotheken ein einziges Mal genutzt wurden. Deshalb wurde begründet angenommen, dass die Aussonderung von schätzungsweise 140.000 *dubletten* Titeln nicht die geringste Beeinträchtigung der Benutzung zur Folge haben würde. 

Die relativ hohe Anzahl der Dubletten war nicht überraschend und ist darauf zurückzuführen, dass die UB seit eh und je einen sozialwissenschaftlichen Sammelschwerpunkt hatte, weshalb sich die Bestände bei einer Integration auch gut ergänzen würden. Und dass die Sozialwissenschaftler schon immer intensiv die UB genutzt haben, zeigt auch die Tatsache, dass von den überhaupt genutzten dubletten Beständen rd. 24 % in beiden Bereichen, rd. 12 % in den sozial-wissenschaftlichen Bibliotheken, aber fast 22 % nur in der UB genutzt wurden.

Beide Bereiche haben in den früheren Jahren sehr viele identische Titel erworben. Das war auch gut so, denn Mehrfachexemplare wurden in diesen Massenfächern natürlich gebraucht, die &quot;1-Buch-Ideologie&quot; war schon früher und ist auch noch heute noch bei 30.000 Studierenden unsinnig und wurde weder von der UB noch von sonst irgendeinem Bibliothekar an der FU jemals vertreten. Vielgefragte neue Literatur sollte vielmehr sooft wie nötig vorhanden sein, sei es als Einzelexemplare in mehreren Bibliotheken, sei es als Mehrfachexemplare in der Lehrbuchsammlung. 

15 – 20 Jahre später stellt sich aber die Frage anders – braucht man heute noch z.B. die „Einführung in die bibliothekarische Datenverarbeitung aus den 70er Jahren in 18 Exemplaren, wie noch heute in den Magazinen der FU-Bibliotheken vorhanden? Damals war es sicher richtig und wichtig – würde aber heute nicht 1 Archivexemplar genügen?

Um es noch einmal klarzustellen: das Szenario sah vor, dass 1. jeder Titel mindestens einmal erhalten bleibt, d.h. die Titelvielfalt um keinen einzigen Titel verringert wird, 2. nur ältere und nicht mehr genutzte *und gleichzeitig mehrfach vorhandene* Titel ausgesondert werden, 3. Klassiker, wichtige fachrelevante Autoren, Nachschlagewerke etc. selbstverständlich von der Aussonderung ausgenommen bleiben und gleichzeitig 4. viel gefragte Titel in Mehrfachexemplaren in der Lehrbuchsammlung der UB bereitgestellt werden (wie z.B. für Jura, wo manche Titel mit bis zu Hundert Exemplaren den Studierenden zur Verfügung stehen). 

Die Aussonderung von mehrfach vorhandener, älterer und nicht oder kaum genutzter Literatur ist keineswegs ein „Bibliotheksskandal“, sondern ein normaler bibliothekarische Vorgang, der nicht nur an der FU, sondern in allen Bibliotheken weltweit laufend geschieht und bei Integration von größeren Beständen natürlich quantitativ vermehrt auftritt. In manchen Bundesländern gibt es sogar verpflichtende Regeln, nach den einzelne Schwerpunktbibliotheken mit verteilten Zuständigkeiten ältere Literatur bestimmter Fächer für die Region archivieren und die der Fächer außerhalb ihrer Zuständigkeit laufend aussondern müssen. Die einzige Alternative ist ein laufender Ausbau von Bibliotheksflächen, der auf Dauer – außer bei den Staats- bzw. Nationalbibliotheken – nicht zu finanzieren ist. 

Auch an der FU werden die finanziellen Mittel immer knapper, daher der laufende Konzentrationsprozess im Bibliotheksbereich. Nicht nur im Hinblick auf die Baukosten, sondern vor allem auch im Hinblick auf den laufenden Betrieb können mit dem Ausbau von wenigeren, dafür aber gut ausgestatteten Standorten mit langen Öffnungszeiten starke Synergieeffekte erzielt werden. Dass diese Strategie am ehesten die Gewähr bietet, langfristig auch unter erschwerten Rahmenbedingungen optimale bibliothekarische Dienstleistungen anzubieten, dürfte jedem einleuchten.

Die Leiterin des Bibliotheksbereichs, Frau Zehrer, hat sich mit allen Kräften wie kaum ein anderer Bibliotheksleiter für den Ausbau ihres Bereichs eingesetzt, insbesondere im Rahmen der laufenden Integration von immer weiteren Fachbibliotheken in die beschränkten Räume des Fachbereichs. Die Vorwürfe von Gero Neugebauer gegen sie sind daher gelinde gesagt schäbig, der sog. „Ausraster“ von Herrn Naumann gut nachvollziehbar.

Auch die Behauptungen von Gero Neugebauer, “Hier ist die Integration in die UB beabsichtigt, die zum Nachweis ihrer Größe und Bedeutung dringend eine Erweiterung ihres Unterbaus benötigt, weil sonst ihr Stellenplan (Stellenkegel / Beförderungsstellen) gefährdet ist”, ist blanker Unsinn. 

Weder ist Stellenkegel der UB gefährdet noch braucht die UB die Sozialwissenschaften zum Nachweis ihrer Größe und Bedeutung. Die UB ist auch ohne der Sozialwissenschaften mit ihren über 2,5 Mio. Büchern nicht nur die mit Abstand größte Bibliothek der FU und wickelt nach wie vor knapp die Hälfte der konventionellen Benutzung des gesamten Bibliothekssystems ab; ihre Bedeutung liegt darüber hinaus vor allem in der Bereitstellung von elektronischen Medien mit rd. 500 Online-Datenbanken, 16.000 elektronischen Zeitschriften und Tausenden von E-Books und im Angebot zentraler Dienstleistungen, sei es des integrierten Bibliothekssystems Aleph mit Onlinekatalog für alle FU-Bibliotheken, sei es der Digitalen Bibliothek mit dem Volltext-Linkingsystem SFX, dem Dokumentenserver oder der Universitätsbibliographie u.a.m. Ohne die UB ist keine einzige FU-Bibliothek in der Lage, auch nur einen einzigen Tag zu arbeiten und ihre Dienstleistungen anzubieten. Soviel nur zur Bedeutung der UB.

Die Integration der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken hätte auch für die UB einen enormen Aufwand bedeutet. Aber im Hinblick auf die Schaffung von zukunftsträchtigen Bibliotheksstrukturen im Bereich der Garystrasse und im Interesse der hier arbeitenden Studierenden, haben wir uns für das Szenario begeistern können. Es versprach, trotz der ab 2009 absehbar noch engeren finanziellen Rahmenbedingungen auch für die Studierenden an diesem Standort optimale Arbeits- und Benutzungsbedingungen zu schaffen und gute bibliothekarische Dienstleistungen auf Dauer zu erhalten.

Alles in allem hatten die o.g. Überlegungen zum Ziel, im Bereich der Garystrasse ähnliche attraktive Arbeitsbedingungen für die Studierenden zu schaffen, wie sie zurzeit auf dem Obstbaugelände entstehen bzw. bereits entstanden sind. 

Dass dies manch einem oder einer aufgrund partikularer Interessen nicht so wichtig erscheint, kann ich noch verstehen. Dass die Studierenden dem Angebot einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen nichts abgewinnen können und dies gar als „Bibliotheksskandal“ brandmarken, verstehe ich allerdings nicht. 

Aus meiner Studentenzeit weiß ich, dass man manchmal ein Thema braucht, wo man richtig draufhauen kann, um zu zeigen, dass man noch da ist und ein Wörtchen mitreden will. Ich meine aber, dass man sich mit dem sog. Bibliotheksskandal ein falsches Thema ausgesucht hat.

Jirka Kende</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Blog-LeserInnen, </p>
<p>verzeihen Sie bitte den etwas länglichen Beitrag, aber der Sachverhalt ist zu komplex, um ihn nur mit zwei Sätzen kommentieren.</p>
<p>Der sog. „Bibliotheksskandal“ beruht auf Falsch- bzw. Desinformation, nicht nur durch Weglas-sen von Informationen, sondern vor allem durch die im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehenden Zahlen. Wer behauptet, dass von den 1.1 Mio. Titeln der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken 500.000 oder 600.000 ausgesondert werden sollten, weiß entweder nicht, wovon er redet, oder sagt bewusst die Unwahrheit. Dass die „…anwesenden MitarbeiterInnen der PolSoz-Bib (dies) bestätigten…“, vermag ich nicht zu glauben. Hier wird offensichtlich mit unseriösen Zahlen Stimmung gemacht, aus welchen Beweggründen auch immer.</p>
<p>Tatsache ist, dass im Rahmen der Überlegungen zur Verbesserung der Studiensituation und zur Schaffung von zukunftsfähigen Bibliotheksstrukturen im Bereich der Garystrasse in einem Szenario die Integration der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken in die UB erwogen wurde.</p>
<p>Neben Schaffung von 500 modern ausgestatteten Arbeitsplätzen und Gruppenarbeitsräumen sah das Konzept vor, die neuere sozialwissenschaftliche Literatur in einem großzügig ausgebauten Freihandbereich der UB aufzustellen und durch ausgedehnte Öffnungszeiten entsprechend den Bedürfnissen der Studierenden zugänglich zu machen und so auch im Bereich der Garystrasse die Bedingungen für die Literaturversorgung dauerhaft zu optimieren.</p>
<p>Im Rahmen dieser Überlegungen wurde aufgrund von begründeten Schätzungen ermittelt, dass es rd. 350.000 &#8211; 400.000 ältere Titel gibt, die innerhalb der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken und/oder mit dem Bestand der räumlich benachbarten UB dublett sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass rd. 40 % dieser zwischen der UB und den sozialwissenschaftlichen Bibliotheken *dubletten* älteren Bestände innerhalb der letzten 10 Jahre weder in der UB noch in den Fachbibliotheken ein einziges Mal genutzt wurden. Deshalb wurde begründet angenommen, dass die Aussonderung von schätzungsweise 140.000 *dubletten* Titeln nicht die geringste Beeinträchtigung der Benutzung zur Folge haben würde. </p>
<p>Die relativ hohe Anzahl der Dubletten war nicht überraschend und ist darauf zurückzuführen, dass die UB seit eh und je einen sozialwissenschaftlichen Sammelschwerpunkt hatte, weshalb sich die Bestände bei einer Integration auch gut ergänzen würden. Und dass die Sozialwissenschaftler schon immer intensiv die UB genutzt haben, zeigt auch die Tatsache, dass von den überhaupt genutzten dubletten Beständen rd. 24 % in beiden Bereichen, rd. 12 % in den sozial-wissenschaftlichen Bibliotheken, aber fast 22 % nur in der UB genutzt wurden.</p>
<p>Beide Bereiche haben in den früheren Jahren sehr viele identische Titel erworben. Das war auch gut so, denn Mehrfachexemplare wurden in diesen Massenfächern natürlich gebraucht, die &#8222;1-Buch-Ideologie&#8220; war schon früher und ist auch noch heute noch bei 30.000 Studierenden unsinnig und wurde weder von der UB noch von sonst irgendeinem Bibliothekar an der FU jemals vertreten. Vielgefragte neue Literatur sollte vielmehr sooft wie nötig vorhanden sein, sei es als Einzelexemplare in mehreren Bibliotheken, sei es als Mehrfachexemplare in der Lehrbuchsammlung. </p>
<p>15 – 20 Jahre später stellt sich aber die Frage anders – braucht man heute noch z.B. die „Einführung in die bibliothekarische Datenverarbeitung aus den 70er Jahren in 18 Exemplaren, wie noch heute in den Magazinen der FU-Bibliotheken vorhanden? Damals war es sicher richtig und wichtig – würde aber heute nicht 1 Archivexemplar genügen?</p>
<p>Um es noch einmal klarzustellen: das Szenario sah vor, dass 1. jeder Titel mindestens einmal erhalten bleibt, d.h. die Titelvielfalt um keinen einzigen Titel verringert wird, 2. nur ältere und nicht mehr genutzte *und gleichzeitig mehrfach vorhandene* Titel ausgesondert werden, 3. Klassiker, wichtige fachrelevante Autoren, Nachschlagewerke etc. selbstverständlich von der Aussonderung ausgenommen bleiben und gleichzeitig 4. viel gefragte Titel in Mehrfachexemplaren in der Lehrbuchsammlung der UB bereitgestellt werden (wie z.B. für Jura, wo manche Titel mit bis zu Hundert Exemplaren den Studierenden zur Verfügung stehen). </p>
<p>Die Aussonderung von mehrfach vorhandener, älterer und nicht oder kaum genutzter Literatur ist keineswegs ein „Bibliotheksskandal“, sondern ein normaler bibliothekarische Vorgang, der nicht nur an der FU, sondern in allen Bibliotheken weltweit laufend geschieht und bei Integration von größeren Beständen natürlich quantitativ vermehrt auftritt. In manchen Bundesländern gibt es sogar verpflichtende Regeln, nach den einzelne Schwerpunktbibliotheken mit verteilten Zuständigkeiten ältere Literatur bestimmter Fächer für die Region archivieren und die der Fächer außerhalb ihrer Zuständigkeit laufend aussondern müssen. Die einzige Alternative ist ein laufender Ausbau von Bibliotheksflächen, der auf Dauer – außer bei den Staats- bzw. Nationalbibliotheken – nicht zu finanzieren ist. </p>
<p>Auch an der FU werden die finanziellen Mittel immer knapper, daher der laufende Konzentrationsprozess im Bibliotheksbereich. Nicht nur im Hinblick auf die Baukosten, sondern vor allem auch im Hinblick auf den laufenden Betrieb können mit dem Ausbau von wenigeren, dafür aber gut ausgestatteten Standorten mit langen Öffnungszeiten starke Synergieeffekte erzielt werden. Dass diese Strategie am ehesten die Gewähr bietet, langfristig auch unter erschwerten Rahmenbedingungen optimale bibliothekarische Dienstleistungen anzubieten, dürfte jedem einleuchten.</p>
<p>Die Leiterin des Bibliotheksbereichs, Frau Zehrer, hat sich mit allen Kräften wie kaum ein anderer Bibliotheksleiter für den Ausbau ihres Bereichs eingesetzt, insbesondere im Rahmen der laufenden Integration von immer weiteren Fachbibliotheken in die beschränkten Räume des Fachbereichs. Die Vorwürfe von Gero Neugebauer gegen sie sind daher gelinde gesagt schäbig, der sog. „Ausraster“ von Herrn Naumann gut nachvollziehbar.</p>
<p>Auch die Behauptungen von Gero Neugebauer, “Hier ist die Integration in die UB beabsichtigt, die zum Nachweis ihrer Größe und Bedeutung dringend eine Erweiterung ihres Unterbaus benötigt, weil sonst ihr Stellenplan (Stellenkegel / Beförderungsstellen) gefährdet ist”, ist blanker Unsinn. </p>
<p>Weder ist Stellenkegel der UB gefährdet noch braucht die UB die Sozialwissenschaften zum Nachweis ihrer Größe und Bedeutung. Die UB ist auch ohne der Sozialwissenschaften mit ihren über 2,5 Mio. Büchern nicht nur die mit Abstand größte Bibliothek der FU und wickelt nach wie vor knapp die Hälfte der konventionellen Benutzung des gesamten Bibliothekssystems ab; ihre Bedeutung liegt darüber hinaus vor allem in der Bereitstellung von elektronischen Medien mit rd. 500 Online-Datenbanken, 16.000 elektronischen Zeitschriften und Tausenden von E-Books und im Angebot zentraler Dienstleistungen, sei es des integrierten Bibliothekssystems Aleph mit Onlinekatalog für alle FU-Bibliotheken, sei es der Digitalen Bibliothek mit dem Volltext-Linkingsystem SFX, dem Dokumentenserver oder der Universitätsbibliographie u.a.m. Ohne die UB ist keine einzige FU-Bibliothek in der Lage, auch nur einen einzigen Tag zu arbeiten und ihre Dienstleistungen anzubieten. Soviel nur zur Bedeutung der UB.</p>
<p>Die Integration der sozialwissenschaftlichen Bibliotheken hätte auch für die UB einen enormen Aufwand bedeutet. Aber im Hinblick auf die Schaffung von zukunftsträchtigen Bibliotheksstrukturen im Bereich der Garystrasse und im Interesse der hier arbeitenden Studierenden, haben wir uns für das Szenario begeistern können. Es versprach, trotz der ab 2009 absehbar noch engeren finanziellen Rahmenbedingungen auch für die Studierenden an diesem Standort optimale Arbeits- und Benutzungsbedingungen zu schaffen und gute bibliothekarische Dienstleistungen auf Dauer zu erhalten.</p>
<p>Alles in allem hatten die o.g. Überlegungen zum Ziel, im Bereich der Garystrasse ähnliche attraktive Arbeitsbedingungen für die Studierenden zu schaffen, wie sie zurzeit auf dem Obstbaugelände entstehen bzw. bereits entstanden sind. </p>
<p>Dass dies manch einem oder einer aufgrund partikularer Interessen nicht so wichtig erscheint, kann ich noch verstehen. Dass die Studierenden dem Angebot einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen nichts abgewinnen können und dies gar als „Bibliotheksskandal“ brandmarken, verstehe ich allerdings nicht. </p>
<p>Aus meiner Studentenzeit weiß ich, dass man manchmal ein Thema braucht, wo man richtig draufhauen kann, um zu zeigen, dass man noch da ist und ein Wörtchen mitreden will. Ich meine aber, dass man sich mit dem sog. Bibliotheksskandal ein falsches Thema ausgesucht hat.</p>
<p>Jirka Kende</p>
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